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09.11.2019, Nordrhein-Westfalen, Krefeld: Eishockey: Deutschland Cup, Deutschland - Schweiz, 2. Spieltag in der Yayla-Arena. Schweizer Spieler, darunter Luca Fazzini (l), Dominik Egli (r) und Noah Rodfreuen (M), freuen sich nach dem 3:4 Sieg. Foto: Marcel Kusch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Schweizer Torjubel in Krefeld. Bild: dpa

Schweiz gewinnt trotz Niederlage gegen Russland den Deutschland Cup



Die Schweiz hat trotz der 3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen im abschliessenden Spiel gegen Russland zum dritten Mal nach 2001 und 2007 den Deutschland Cup gewonnen. Nach den Erfolgen gegen die Slowakei (5:2) und Deutschland (4:3 n.V.) reichte der eine Punkt, da der Gastgeber gegen die Slowakei einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gab und in der Verlängerung unterlag.

Gegen Russland traf im Penaltyschiessen einzig Pius Suter, während bei den Osteuropäern gleich drei Schützen erfolgreich waren. In der regulären Spielzeit hatten die Schweizer im letzten Drittel ein 1:2 (29.) in ein 3:2 gewendet. An beiden Toren war Tyler Moy beteiligt. Beim 2:2 (42.) liess der amerikanisch-schweizerische Doppelbürger nach einem Konter den russischen Goalie Daniil Tarassow herrlich aussteigen. Vor dem 3:2 bediente er im Powerplay mit einem Querpass Alessio Bertaggia, der mit einen Direktschuss erfolgreich war. Moy und Bertaggia hatten schon am Donnerstag gegen die Slowakei getroffen. Rund drei Minuten vor Schluss gelang den Russen durch Iwan Igumnow aber noch der Ausgleich, der letztendlich Makulatur war.

Torpremiere von Le Coultre

In den Mittelabschnitt waren die Schweizer zwar gut gestartet. Sie glichen in der 22. Minute durch Simon Le Coultre zum 1:1 aus. Der 20-jährige Verteidiger von Genève-Servette erzielte sein erstes Länderspiel-Tor mit einem «Buebetrickli».

Danach aber bekundeten sie grosse Mühe gegen die sich steigernden Russen. Eine zwei Minuten dauernde doppelte Unterzahl überstanden die Schweizer noch – auch dank Glück. Eine Minute später kurvte Maxim Tsyplakow locker am Bieler Verteidiger Samuel Kreis vorbei, worauf Daniil Iljin problemlos zum 2:1 (28.) traf.

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Die Highlights von Schweiz – Russland. Video: YouTube/MySports

In der 34. Minute hatten die Schweizer grosses Glück, als ein Abschluss von Wladimir Bryukwin vom linken an den rechten Pfosten sprang. In der Folge spielten die Eisgenossen während 5:05 Minuten ununterbrochen in Überzahl, während 55 Sekunden gar in doppelter, sie brachten aber wenig zu Stande. Beinahe hätten sie gar noch das 1:3 kassiert, doch parierte Melvin Nyffeler gegen den alleine auf ihn losstürmenden Kirill Woronin.

Überhaupt war es zum grossen Teil dem Keeper der Rapperswil-Jona Lakers zu verdanken, dass der Rückstand nach 40 Minuten nur ein Tor betrug. Im ersten Drittel hatten die Vorteile eher auf Seiten der Schweizer gelegen. Das einzige Tor erzielten aber die Osteuropäer - im Powerplay durch Bryukwin (19.). (ram/sda)

Das Telegramm

Schweiz - Russland 3:4 (0:1, 1:1, 2:1, 0:0) n.P.
Krefeld. - 4312 Zuschauer. - SR Kohlmüller/Schütz (GER), Gerth/Jürgens (GER).
Tore: 19. Bryukwin (Toltschinski, Saizew/Ausschluss Bader) 0:1. 22. Le Coultre (Suter, Fuchs) 1:1. 29. Iljin (Tsyplakow, Werjajew) 1:2. 42. Moy 2:2. 47. Bertaggia (Moy, Egli/Ausschluss Wolkow) 3:2. 58. Igumnow (Woronkow, Toltschinski) 3:3. - Penaltyschiessen: Toltschinski -, Moy -; Bryukwin -, Suter 1:0; Igumnow 1:1, Egli -; Galimow 1:2, Simion -; Kodola 1:3.
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 11mal 2 Minuten gegen Russland.
Schweiz: Nyffeler; Karrer, Kreis; Egli, Paschoud; Rathgeb, Le Coultre; Heldner; Luca Hischier, Müller, Bertaggia; Fazzini, Fuchs, Suter; Moy, Prassl, Rod; Simion, Bader, Maillard; Jäger.
Russland: Tarrasow; Saizew, Wolkow; Jermakow, Kudako; Schemerow, Judin; Prowolnew, Woronkow; Toltschinski, Igumnow, Bryukwin; Woronin, Kodola, Grebenschikow; Porjadin, Iwanow, Galimow; Tsyplakow, Iljin, Werjajew.
Bemerkungen: Schweiz ohne van Pottelberghe (Ersatzgoalie), Descloux und Glauser (beide verletzt). Pfostenschüsse: 27. Judin, 34. Bryukwin, 47. Rathgeb. - Timeouts: Schweiz (32.); Russland (58.). - Schüsse: Schweiz 39 (8-11-17-2); Russland 37 (9-15-8-5). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/9; Russland 1/5. (sda)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • marak 10.11.2019 20:17
    Highlight Highlight Eigentlich egal, wie viele von den Spielern im Frühjahr dabei sind. Auf jeden Fall stimmte der Einsatz der Spieler in einem doch strengen Trunier mit drei Spielen in drei Tagen. Es ist schön zu sehen, wie alle Beteiligten wirklich voll bei der Sache sind. Was auch bei denanderen Mannschaften der Fall war. Eine gute Gelgenheit in einem anderne Umfeld Erfahrungen zu sammeln.Eigentlich ein recht schönes Turnier.
  • sslider 10.11.2019 18:04
    Highlight Highlight Glückwunsch aus dem "grossen Kanton":)))
  • feuseltier 10.11.2019 17:59
    Highlight Highlight Überzeugt :
    Suter, Bertaggia, Moy, Nyffeler, le coultre, Rod
  • Steibocktschingg 10.11.2019 17:02
    Highlight Highlight Sie haben also eher knapp gegen die Russen verloren. Ich denke, wenn man so knapp gegen ein Team der ganz Grossen, aka Russen, Kanadaier, Schweden (hab ich wen vergessen?), so knapp verliert, dann dürfen wir uns wohl berechtigte Hoffnungen machen, dass die Heim-WM für die Schweizer sehr gut werden kann, ebenso wie die folgenden WMs und andere Turniere und Spiele.
    • ta0qifsa0 10.11.2019 17:48
      Highlight Highlight Berechtigte Hoffnungen auf jeden Fall. Aber nicht basierend auf dem heutigen Resultat.. Von dieser Russen-Truppe wird vermutlich kein Einziger im Mai in die Schweiz reisen.
    • kupus@kombajn 10.11.2019 17:55
      Highlight Highlight @ta0qifsa0: von dieser Schweizer-Truppe vermutlich aber auch nicht viel mehr. Vielleicht 3 oder 4
    • Steibocktschingg 10.11.2019 18:22
      Highlight Highlight Da habt ihr vermutlich auch wieder recht. Aber wir werden sehen.
  • Pat the Rat aka Ninetosix Homofissix 10.11.2019 14:33
    Highlight Highlight Auch wenn Sie den Cup nicht gewinnen, sind diese Resultate doch eine gute Leistung für die unerfahrene und nicht eingespielte Truppe. Das macht Hoffnung für die Zukunft des Nationalteams!

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