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ARCHIV - ZUM KEYSTONE-SDA-TEXT UEBER DEN HC DAVOS-PRAESIDENTEN GAUDENZ DOMENIG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG - Gaudenz F. Domenig, president of HC Davos, poses at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Friday, December 27, 2019. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

HCD-Präsident Gaudenz Domenig will sich nicht bei Peter Buser entschuldigen. Bild: keystone

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Eine Million für den HCD oder die teuerste Entschuldigung unserer Hockey-Geschichte

Der Rechtsstreit zwischen dem HC Davos und Peter Buser ist eine der köstlichsten Geschichten des Schweizer Hockeys. Nun ist Peter Buser bereit, dem HCD eine Million Franken zu schenken. Wenn sich HCD-Präsident Gaudenz Domenig öffentlich entschuldigt. Doch der denkt nicht daran.



Kurz rekapituliert: Damit der HCD-Hockeytempel bis 2026 den Namen seiner Stiftung «Res Ubique Foundation» trägt und damit er vor dem Stadion in einem Musikpavillon während des WEF Konzerte veranstalten darf, unterzeichnete Peter Buser (84) über seine Stiftung am 18. November 2019 mit dem HCD einen Vertrag im Gesamtwert von 11,20 Millionen Franken. 3,125 Millionen (inkl. MwSt) hat er bereits bei Vertragsabschluss an den HCD überwiesen.

Seit längerem will Peter Buser dieses Geld wieder zurückhaben und den Vertrag auflösen. Weil nach seiner Ansicht einzelne Punkte im Vertrag nicht erfüllt werden können. HCD-Präsident Gaudenz Domenig (64) möchte die gut drei Millionen hingegen behalten. Er sieht keine Vertragsverletzung. Der HCD habe der Stiftung angeboten, den Namenszug am Stadion anzubringen und der HCD sei nicht dafür verantwortlich, dass das WEF nicht stattfinden kann.

Nun gibt es Neuigkeiten aus diesem «Fegefeuer der Eitelkeiten». Peter Buser sagt, er sei an einer Einigung interessiert, schenke dem HC Davos eine Million und fordere nur noch den Rest seiner 3,125 Millionen zurück. «Als Gegenleistung verlange ich eine öffentliche Entschuldigung von Gaudenz Domenig.» Wofür? «Für die Aussagen, die er im Zusammenhang mit meiner Person in Fernseh-Interviews gemacht hat.» Eine Anmerkung: Gaudenz Domenig hat in diesen Interviews keinerlei justiziablen Aussagen gemacht. Und in welcher Form soll sich der HCD-Präsident entschuldigen? «Es genügt, wenn Sie beispielsweise eine Geschichte schreiben und ihn darin in diesem Sinne zitieren.»

Also: Wenn Gaudenz Domenig für diese Geschichte ein entsprechendes Zitat liefert, verlangt Peter Buser nicht mehr 3,125 Millionen vom HCD zurück. Sondern nur noch 2,125 Millionen. Eine Million glatt geschenkt. Aber die restlichen 2,125 Millionen sind dann bis zum 1. Juli 2021 vom HCD zurückzuzahlen. Punkt. Peter Buser sagt, mit diesem Entgegenkommen wolle er dem HCD helfen. «Ich bin an einer Einigung interessiert. Dann kann Gaudenz Domenig einen neuen Namenssponsor suchen und sich um die HCD-Rettung kümmern.»

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Der Vertrag wurde im November 2019 unerzeichnet. bild: zvg

Es gibt nur ein kleines Problem. Gaudenz Domenig stellt sich auf den Standpunkt, dass der HCD der Stiftung «Res Ubique» kein Geld schuldet (weil der Vertrag eingehalten worden sei) und schon gar nicht Peter Buser. «Die Stiftung hat bis zum 31. Dezember 2020 den Vertrag erfüllt. Der HCD aber auch. Wir hoffen, dass die Stiftung auch die nächste vertraglich vereinbarte Rate per 1. Januar 2021 überweist.» Es ist eine Rate in der Höhe von 1,475 Millionen. Und wenn die Stiftung nicht zahlt? Gaudenz Domenig: «Dann werden wir sehen, was zu tun ist.»

Aber eben: Was ist jetzt mit der Entschuldigung im Wert von einer Million? Davon will Gaudenz Domenig nichts wissen. Keine Rückzahlung und kein «Sorry». «Wie ich schon sagte, wir haben den Vertrag erfüllt und ich sehe keine Veranlassung für eine Entschuldigung.» Wer wettet, dass die Schweiz den Rahmenvertrag mit der EU unter Dach und Fach hat, bevor sich Gaudenz Domenig und Peter Buser einig sind, hat gute Gewinnchancen.

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Vertrag zwischen HCD und Res Ubique Foundation

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