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Kommentar

Der Herr und die Sklavin: Warum sich der HCD von Stadionsponsor Buser trennen muss

Peter Buser, der neue Stadionsponsor des HC Davos, schockiert im «Sportpanorama» mit sexistischen Aussagen. Es ist Zeit, dass der Hockeyklub darauf reagiert.
16.12.2019, 15:3917.12.2019, 11:28

Es sind verstörende Aussagen, die im sonntäglichen «Sportpanorama» beim SRF über den Sender gehen. Die Sendung porträtiert Peter Buser, der mit seinem Buser World Music Forum neuer Stadionsponsor beim HC Davos ist. Der 82-jährige Kulturmäzen wird als Exzentriker beschrieben. Als «Playboy». Als «schräger Vogel».

Eine Verniedlichung sondergleichen. In Tat und Wahrheit präsentiert sich Peter Buser als Sexist mit einem besorgniserregenden Frauenbild. Für ihn scheinen Frauen nicht mehr als Spielzeuge zu sein. Das zeigen die Szenen im «Sportpanorama» deutlich.

Während sich Buser am Klavier zu schaffen macht, verlangt er von seiner Partnerin, dass sie sich neben ihn auf den Fussboden setzt – «Sklavenposition» nennt er das.

Als ihn die SRF-Reporterin nach dem Grund fragt, erwidert Buser: «Sie muss in einer untertänigen Stellung sein. Ich bin der Herr und sie ist ... früher war sie Sklavin, jetzt ist sie eine untergebene Frau.»

Wow. Erst Sklavin. Dann untergebene Frau.

Wie die Hockeyklubs im ganzen Land versucht auch der HC Davos, vermehrt auch Frauen in die Stadien zu bringen. Im Bündnerland gab es Anfang Dezember einen eigens organisierten Ladies-Day (der mit Beautyprodukten und Cüplibar reichlich tief in die Klischeeschublade griff).

Wie glaubwürdig ist eine solche Aktion, wenn sich der Verein gleichzeitig mit Personen wie Peter Buser einlässt?

Gaudenz Domenig, Verwaltungsratspräsident beim HC Davos, versucht sich gegenüber dem SRF zu erklären: Er sagt, er habe solche Szenen von Buser vorher nie gesehen. Aber man habe sich nicht auf die Person Buser, sondern auf eine klassische Musikpartnerschaft mit ihm eingelassen.

Diese Aussagen wirken haarspalterisch. Der Name Busers und damit auch seine Person sind eng mit der Stiftung verknüpft – und neu auch mit dem HC Davos. Das Logo mit dem Namen Buser wird gut sichtbar am Davoser Eisstadion montiert sein.

Klar ist viel Geld im Spiel. Buser spricht von einem Vertrag über acht Jahre und einem jährlichen Betrag «im siebenstelligen Bereich». Doch wenn der Bündner Traditionsverein seinen Ruf nicht beschädigen will, distanziert er sich besser schnell von Buser und dessen Aussagen und Aktionen.

Frauenverachtung und Sexismus haben nirgends Platz. Auch im Eishockey nicht.

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102 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Blitzmagnet
16.12.2019 15:46registriert Juni 2015
Mh das klingt mir eher nach BDSM Praktiken.. sofern sie safe, sane and consensual sind ist es eine Sache des Paars.. wieso das im TV gezeigt wird ist eine andere Frage.
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Füdlifingerfritz
16.12.2019 15:54registriert März 2018
Scheint mir ein sehr unsympathischer Geselle zu sein. Peinlich, verstörend und himmeltraurig dieses Verhalten.
Ob der HCD deswegen aber auf zig Millionen verzichtet...? Ich weiss nicht. Würde watson es tun? Jetzt mal rein hypothetisch. Würde man einen solchen Geldsegen wirklich ausschlagen, weil der Typ dahinter ein Frauenbild von anno xy hat? Oder würde man auch ein wenig relativieren, die "Privatperson Buser" vom Geschäftsmann trennen etc.? Es ist halt schon immer leichter sowas zu schreiben solange man selber nicht in so einer moralischen Zwickmühle steckt...
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bokl
16.12.2019 15:56registriert Februar 2014
"Aber man habe sich nicht auf die Person Buser, sondern auf eine klassische Musikpartnerschaft mit ihm eingelassen."

Oder kurz gesagt "Geld stinkt nicht!"
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