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Schafft es der SCB dank dem Punkteschnitt in die Playoffs?
Schafft es der SCB dank dem Punkteschnitt in die Playoffs?Bild: keystone
Eismeister Zaugg

Erfüllt der SC Bern den Traum der DDR-Kommunisten?

Die Quarantäne der Zuger kann dem SCB die Pre-Playoffs auf Platz 11 bescheren.
11.03.2021, 21:4612.03.2021, 12:45

«Überholen ohne einzuholen.» Der berühmte Satz aus dem Jahre 1957 stammt vom damaligen DDR-Staatsoberhaupt Walter Ulbrich. Dabei ging es um die Art und Weise, wie die kommunistische DDR die kapitalistische BRD auf wirtschaftlichem Gebiet hinter sich lassen wollte. Wie wir heute wissen, hat es nicht funktioniert.

Auf den ersten Blick scheint es tatsächlich unmöglich, jemanden zu überholen, ohne ihn einzuholen. Aber nun könnte diese Unmöglichkeit Wirklichkeit werden.

Zurzeit liegt der SCB in der Tabelle nach wie vor 5 Punkte hinter Ambri und 7 hinter den Lakers auf dem 11. Platz. Bleibt es so, gibt es für den Meister nicht einmal Pre-Playoffs.

Die aktuelle Tabelle der National League.
Die aktuelle Tabelle der National League.screenshot: sihf

Aber wenn die Meisterschaft jetzt abgebrochen würde, käme der SCB auf Rang 10, ohne Ambri zu überholen. Wegen des besseren Punkteschnittes pro Spiel.

Wenn bis zum 4. April nicht alle 12 Teams 52, aber mindestens 39 Partien bestritten haben, dann zählen nicht die Punkte in der Tabelle. Sondern der Punkteschnitt pro Partie.

Nach dieser Wertung liegt der SCB aktuell mit 1,03 Punkten pro Partie vor Ambri (1,02) auf dem 10. und letzten Pre-Playoffplatz.

Die Tabelle nach Punkten pro Spiel.
Die Tabelle nach Punkten pro Spiel.screenshot: sihf

Wenn am Ende der Qualifikation die Punkte in der Tabelle und nicht der Punkteschnitt zählen sollen, dann müssen die Zuger nach dem Ende ihrer Quarantäne in 17 Tagen 8 Spiele bestreiten. Das ist zwar theoretisch möglich. Aber praktisch sehr schwierig umzusetzen.

  • Erstens haben Zugs Gegner für die Nachholspiele (ZSC, Langnau, Servette, Ambri) auch noch Partien zu bestreiten und womöglich keine freien Daten.
  • Zweitens gibt es gemäss Willi Vögtlin Engpässe bei der TV-Produktion. Deshalb sagt er: «Es wird nun sehr schwierig, doch noch für alle 12 Teams 52 Spiele bis zum 4. April durchzubringen.»
  • Drittens sind weitere Quarantäne-Fälle nicht ausgeschlossen.

Der Spielplan-General lässt sich jedoch nicht mehr stressen. Morgen spielt der SCB gegen Langnau als letztes Team seine 39. Partie. Damit ist klar, dass die Qualifikation zählt. Möge da kommen, was wolle.

Nicht mehr ganz auszuschliessen, dass der SCB am 4. April nach wie vor auf dem 11. Platz liegt. Aber weil dann unter Umständen nicht alle Mannschaften 52 Partien bestritten haben, kann es dank dem besseren Punkteschnitt pro Spiel trotzdem auf Kosten von Ambri zum 10. Rang und die Pre-Playoffs reichen. Ganz im Sinne von Walter Ulbrich hätten die Berner dann Ambri überholt, ohne vorher einzuholen und so den Traum der DDR-Kommunisten erfüllt.

Bleibt noch die Frage zu klären, was bei gleichem Punkteschnitt pro Partie oder bei Punktgleichheit zählt.

Mehr vom Eismeister:

Wenn nicht alle 52 Partien gespielt haben, Anzahl Punkte pro Spiel. Ist der Punkteschnitt gleich, ist das Team besser klassiert, das mehr Spiele bestritten hat.

Wenn alle 52 Spiele ausgetragen haben, zählen die Punkte in der Tabelle. Bei Punktgleichheit zählen zuerst die Direktbegegnungen, dann die Tordifferenz und schliesslich die höhere Anzahl erzielter Tore aus allen Spielen.

Weil es keinen Absteiger gibt, ist für die Teams auf dem 11. und 12. Platz die Saison am 4. April zu Ende.

Der EV Zug wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit Qualifikationssieger.
Der EV Zug wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit Qualifikationssieger.Bild: keystone

Und was ist, wenn die Playoffs abgebrochen werden müssen?

Dann ist der Qualifikationssieger Meister. Aber nur dann, wenn er zum Zeitpunkt des Abbruchs noch nicht aus den Playoffs ausgeschieden ist. Falls der Qualifikationssieger zu diesem Zeitpunkt aus den Playoffs ausgeschieden ist, gibt es auch diese Saison keinen Meister und der SCB, Meister von 2019, bleibt weiterhin Titelverteidiger.

Es ist also noch ganz nicht sicher, dass es einen neuen Meister geben wird.

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quelle: keystone / fabrice coffrini
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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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MrOberland
11.03.2021 22:00registriert November 2020
Es ist einfach lächerlich. Mein favorisiertes Team kann noch Meister werden, obwohl es evtl. auf Rang 11 verbleibt (wenn die Quali abgebrochen wird). Die Zuger werden evtl. Meister ohne Playoffs (was ihnen zwar zu gönnen wäre, aber halt trotzdem kein wirklich "richtig" herausgespielter Titel wäre). Die Quali wird Stand heute zu 99% nicht beendet, was einer sportlichen Fsrce gleichkommt. Und zu guter letzt bleibt die Möglichkeit, dass es wieder keinen Meister gibt. Der sportliche Wert und die Sinnhaftigkeit dieser Saison ist gerade am Tiefpunkt angelangt.
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Liebu
11.03.2021 22:37registriert Oktober 2020
Dass dies der Modus dieser Saison ist, ist schon lange bekannt.
Dass Bern bis 4. April noch 1 Spiel schafft war jetzt auch abzusehen.
Ob am Schluss nach Koeffizienten oder Punkten gewertet wird ist egal, mit diesem Szenario wurde ja gerechnet.
Daher der Jubiläumsbericht zum 39 . Spiel des letzten Clubs der dies erreicht?
Da vor 1/4, 1/2 und Final mit den involvierten Clubs und Liga der Modus neu geregelt wird, werden sie schon einen Modus finden um einen neuen Meister zu küren.
Wenn nötig mit nur einem Superfinalspiel.
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Rodu
12.03.2021 06:53registriert Oktober 2020
.... wenn du als Fan merkst, dass es im Leben noch Anderes als Eishockey gibt, hat Corona und die zweite grasierende "Seuche" genannt "Reformitis" gewirkt. Wie nachhaltig werden die bleibenden Schäden für den Sport wohl sein? Wird das Publikum wieder kommen und wie vorher mitfiebern, oder wird es eher ein " dann gehen wir halt wieder an den Match, aber eigentlich ist mir dieser Sport entfremdet(worden) und ich wäre lieber wo anders" - was sehr schade wäre!
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Aua! Uruguays Federico Valverde nimmt die Gegner einzeln aus dem Spiel🤕
Was du hier findest? Aussergewöhnliche Tore, kuriose Szenen, Memes, Bilder, Videos und alles, das zu gut ist, um es nicht zu zeigen. Lauter Dinge, die wir ohne viele Worte in unseren Sport-Chats mit den Kollegen teilen – und damit auch mit dir. Chat-Futter eben.
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