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FC Thun

Gerber über Ausverkauf beim FC Thun: «Wir sind doch kein Trostpflaster»

Andres Gerber, Praesident FC Thun, posiert in der Stockhorn Arena kurz vor einem Interview, am Mittwoch, 30. April 2025, in Thun. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Andres Gerber im Thuner Stadion.Bild: keystone

Präsi Gerber über Ausverkauf beim Meister: «Der FC Thun ist doch kein Trostpflaster»

Anfang Woche haben zwei weitere Meisterhelden den FC Thun verlassen. Damit sind es sechs – und mehr sollen es auch nicht mehr werden.
26.08.2026, 09:4826.08.2026, 10:19

Nun auch Michael Heule und Valmir Matoshi. Sie waren am Montag die bislang letzten Spieler, die den FC Thun verliessen. Verteidiger Heule unterschrieb bei Heidenheim in der 2. Bundesliga, Offensivmann Matoshi bei Sturm Graz. Nachdem schon Leonardo Bertone, Ethan Meichtry, Elmin Rastoder und Christopher Ibayi das Weite suchten, fielen damit weitere Schlüsselspieler des Meisters weg.

Leonardo Bertone (FCT), links, jubelt mit Elmin Rastoder (FCT), mitte, und Michael Heule (FCT), rechts, nach seinem Tor zum 1:1 im Fussball Meisterschaftsspiel der Swiss Super League zwischen dem FC Z ...
Alle weg aus Thun: Bertone, Rastoder und Heule (von links) im Frühling.Bild: keystone

Nun reicht es Thuns Präsident. Im «Blick» sagte Andres Gerber, man gebe keine Leistungsträger mehr ab, «schon gar nicht zur direkten Konkurrenz». Dabei sprach er wohl über das Gerücht, wonach sich St.Gallen um Fabio Fehr bemühe. Auch über den Abgang von Jan Bamert (Bochum?) wurde zuletzt gemunkelt.

«Sind kein Selbstbedienungsladen»

Gerber schiebt Abwanderungsgelüsten einen Riegel vor. «Die Spieler haben gültige Verträge, wir spielen europäisch und sind eine interessante Adresse – wir sind kein Trostpflaster!» Wenn der Klub kurz vor Ende des Transferfensters «Nein» sage, müsse man das akzeptieren und weiter Vollgas geben. Vor allem auch an die Spielerberater gerichtet, betont Gerber: «Der FC Thun ist kein Selbstbedienungsladen.»

Die Liste der Abgänge dürfte nach der präsidialen Ansage damit nicht mehr länger werden. Anders sieht es bei den Neuzgängen aus. Hier will Thun nachlegen. Gerber verspricht: «Es wird garantiert noch Zugänge geben. Aber wir bleiben unserer Arbeitsweise treu und wollen Spieler, die zum FC Thun wollen und hierhin passen.»

Vor einer Mission Impossible

Den Berner Oberländern ist der Start in die Saison nach dem sensationellen Meistertitel mittelprächtig gelungen. In der Super League stehen die Thuner mit einem Sieg aus drei Spielen auf Rang 9.

Europäisch steht die Qualifikation für die Ligaphase der Conference League bevor. In die Europa League schafft es Thun nach dem 0:7 im Hinspiel gegen Lech Posen nur noch mit dem grössten Wunder der Fussballgeschichte. Das Rückspiel ist am Donnerstag um 20 Uhr in Thun. (ram)

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quelle: keystone / alessandro della valle
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So ausgelassen feiert Thun den Meistertitel
Video: ch media
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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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jaähä
26.08.2026 11:42registriert April 2015
Letztes Jahr war ein Fussballwunder, Thun wurde Meister weil alles gepasst hat, nicht weil sie so ein tolles Kader hatten. Nun kann man Geld aus Spielern machen, welches es so in einem Jahr kaum mehr gegeben hätte. Thuns Ziel kann es nicht sein regelmässig oben mitzuspielen, das Ziel ist, sich langfristig in der Super League zu etablieren. Dafür brauchts kohle. Der "Ausverkauf" ist angesichts dieser Umstände eine verständliche Strategie. Geht Thun am Ende mit Rang 10 und finanziellen Reserven, von denen sie noch Jahrelang leben können, aus der Saison, hat man alles richtig gemacht.
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Thomas Meister
26.08.2026 10:40registriert April 2019
Mir gefällt die Denkweise von Gerber. Letztes Jahr wurden sie sensationell Meister. In dieser Saison machen sie richtig Geld mit Transfers und Spielen in Europa. Die Verteidigung des Titels war in Thun nie ein Thema, sowas hätten sie auch nicht hingekriegt wenn die Mannschaft zusammen geblieben wäre. Jetzt kann Thun noch den einen oder anderen Spieler holen und dann eine ordentliche Saison spielen in der sie nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Bleibt der FC Thun oben hat Gerber alles richtig gemacht. Und wenn man so die Konkurrenz ansieht sollte das möglich sein.
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