Diese Länder sind für und diese gegen Infantino – hier behältst du den Überblick
Gianni Infantino gerät derzeit heftig unter Druck. Er wollte über eine neue Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise Anteile an den WM-Rechten an private Investoren verkaufen. Berichten zufolge mit Beteiligung von Geldgebern aus dem Umfeld von US-Präsident Trump.
Die UEFA reagierte scharf und drohte mit einem Komplettboykott aller FIFA-Turniere. Auch die Asiatische Fussball-Konföderation (AFC) und die Nord-, Zentralamerikanische und Karibische Fussball-Konföderation (CONCACAF) lehnten das Vorhaben ab.
Unter diesem geschlossenen Widerstand knickte Infantino ein und begrub das Projekt. Der Rückzug beruhigt die Lage aber nicht. Auch nicht in Bezug auf die FIFA-Wahlen 2027: Mehrere Verbände fordern einen Wandel im Weltverband. Einige stellen sich demonstrativ hinter Infantino. Eine Übersicht über die aktuellen Meinungen:
Der Auftakt: So verteilen sich die ersten Stellungnahmen
Mittwoch, 5. August 2026
Nachdem Infantino das Investoren-Projekt beerdigt hatte, sicherten ihm mehrere Länder ihre Unterstützung zu: Katar äusserte sich als eines der ersten Länder positiv, kurz darauf lobte auch Sri Lanka Infantinos Rückzieher.
Die Vereinigten Arabischen Emirate stellten sich ebenfalls hinter ihn, während gleich mehrere afrikanische Verbandschefs nachzogen – Marokko, Ägypten, Mauretanien, Niger und die Demokratische Republik Kongo veröffentlichten ähnlich lautende Erklärungen und sicherten ihm ihre Treue zu. Auch der Libanon und Kuwait zählen zu seinen Unterstützern.
Auf der Gegenseite wächst die Riege der Kritiker weiter an: Wales, England und Serbien kündigten an, Infantino bei der Wahl im März 2027 nicht mehr zu wählen. Kurz danach zog Schweden nach und entzog ihm ebenfalls das Vertrauen. Verbandschef Simon Aström warf ihm anhaltende Mängel bei Transparenz und Führung vor.
Jordaniens Verbandspräsident warf dem FIFA-Präsidenten gar Erpressung vor. Die Schweiz hält sich vorerst zurück und sucht das Gespräch mit dem FIFA-Boss, bevor sie sich festlegt. (olj)
