Sport
FC Barcelona

FC Barcelona wegen Alvarez mit einer Geldstrafe von 602 Euro gebüsst

epa12876095 Atletico de Madrid's Julian Alvarez celebrates scoring the 0-1 goal during the UEFA Champions League quarter-final first leg soccer match between FC Barcelona and Atletico Madrid, in  ...
Julian Alvarez wollte Atlético Madrid im Sommer in Richtung Barcelona verlassen. Bild: keystone

«Lächerlich»: Barça wehrt sich gegen die 602-Euro-Strafe im Fall Alvarez

Der spanische Verband RFEF hat den FC Barcelona im Fall Julian Alvarez mit 602 Euro Busse bestraft – eine Summe, die für einen Klub mit Transferbudgets von rund 100 Millionen ein Witz ist. Trotzdem will Barça nicht zahlen, laut Medienberichten legt der Klub Rekurs ein.
28.10.2026, 11:3328.10.2026, 11:33

Auslöser soll eine Beschwerde von Atlético Madrid sein, das Barcelona vorwirft, den Stürmer Julian Alvarez kontaktiert zu haben, ohne den Klub vorher zu informieren. Das Wettbewerbsreglement der RFEF verlangt von einem Klub, der einen Profi mit gültigem Vertrag verpflichten will, eine schriftliche Mitteilung an dessen Verein, bevor Gespräche beginnen. Alvarez ist bis Juni 2030 an Atlético gebunden.

Barcelona soll im Sommer bis zu 100 Millionen Euro geboten haben und der Argentinier habe seinen Wechselwunsch bereits während der WM deutlich gemacht. Die Rojiblancos wollten ihn allerdings nicht verkaufen und der Transfer kam schlussendlich auch nicht zustande.

Atletico Madrid's Julian Alvarez, front, and Barcelona's Dani Olmo challenge for the ball during the Champions League quarterfinal second leg soccer match between Atletico Madrid and Barcelo ...
Noch im Sommer wollte Julian Alvarez einen Wechsel zum FC Barcelona erzwingen.Bild: keystone

Der Verband stützt die Strafe auf Artikel 133 der Disziplinarordnung, der Verstösse gegen regulatorische Pflichten als «leichtes Vergehen» einstuft. Er sieht als Sanktion neben einer Busse von bis zu 602 Euro auch eine Sperre von bis zu zwei Monaten oder die Schliessung des Stadions für ein Spiel vor. Bereits 2019 hatte Atlético Madrid Barcelona wegen Antoine Griezmann angezeigt, die Strafe betrug damals 300 Euro.

Barça kommt mit dem Mindestmass davon, nämlich mit dem Höchstbetrag der Geldstrafe. Bei einem Transfer in dieser Grössenordnung wirkt die Summe fast schon lächerlich. In den Büros des Klubs hält man die Summe laut «Marca» für eine «Witzstrafe», will sie aber nicht bezahlen, aus einem «moralischen und konzeptionellen Grund». Barcelona ist überzeugt davon, korrekt gehandelt zu haben. Es behauptet, Atlético sei über das Interesse informiert worden.

Das Strafmass erinnert an eine kürzliche Sanktion gegen Cristiano Ronaldo. Der portugiesische Verband verhängte gegen den Star-Stürmer 255 Euro Strafe und eine 30-tägige Sperre, weil er das Nationalmannschaftscamp im Streit mit Trainer Jesus vorzeitig verlassen hatte. Immerhin: Barça muss mit 602 Euro mehr als doppelt so viel wie Ronaldo bezahlen. (car)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Erfolgreiche Trios des FC Barcelona
1 / 9
Erfolgreiche Trios des FC Barcelona
1993/94: 57 Tore des Top-Trios. Romario (30 Tore) und Hristo Stoichkov (16) machen Barcelona zum Meister, drittbester Torschütze ist Ronald Koeman. Der Freistoss- und Penaltyschütze trifft elf Mal.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wawrinka verliert sein letztes Spiel – und wird zum Abschied nochmal emotional
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Federer verabschiedet Wawrinka bei den Swiss Indoors: «Du fehlst mir. Ich liebe dich»
Roger Federer hat sich per Videobotschaft von Stan Wawrinka verabschiedet. Anlass war die Abschiedszeremonie für den dreifachen Grand-Slam-Sieger aus der Romandie an den Swiss Indoors in Basel am Montagabend. Auch andere Tennisgrössen wie Novak Djokovic und Andy Murray, aber auch Martina Navratliva oder John McEnroe richteten noch einige Worte an «Stan the Man».
Zur Story