Sport
FC Barcelona

Lamine Yamal engagierte wohl Kleinwüchsige für Party – Klage droht

epa12164926 Lamine Yamal of Spain walks on the pitch ahead of the UEFA Nations League final match between Portugal and Spain in Munich, Germany, 08 June 2025. EPA/ANNA SZILAGYI
Lamine Yamal wurde am Sonntag 18 Jahre alt – und soll sich bei der Feier einen Fauxpas geleistet haben.Bild: keystone

Barça-Star Lamine Yamal droht wegen Feier zum 18. Geburtstag eine Klage

Seine Volljährigkeit feierte Lamine Yamal mit einer Feier unter dem Motto «Gangster». Nun droht ihm Ärger. Er soll eine bestimmte Gruppe von Menschen diskriminiert haben.
14.07.2025, 17:3314.07.2025, 17:33
Ein Artikel von
t-online

Was als private Feier begann, sorgt nun für eine öffentliche Debatte. Bei der Geburtstagsfeier von Fussball-Europameister Lamine Yamal am 12. Juli in einer Villa soll es laut dem Portal «Todoalicante.es» zu einem Vorfall gekommen sein, der weitreichende Konsequenzen haben könnte. Der Vorwurf an den Star des FC Barcelona: Menschen mit Kleinwuchs sollen gezielt als Unterhaltung engagiert worden sein.

Rund 200 Gäste sollen an dem Abend im spanischen Küstenort Sitges nahe Barcelona den 18. Geburtstag des Ausnahmefussballers gefeiert haben – unter ihnen internationale Künstler, Influencer und bekannte Fussballer. Obwohl das Event laut Bericht ohne Handys stattfinden sollte, tauchten anschliessend in sozialen Netzwerken erste Hinweise auf die Diskriminierung Kleinwüchsiger auf, die für öffentliche Kritik sorgten.

Lamine Yamal teilte von seiner Party lediglich einige Bilder und dieses kurze Video.

Schwere Vorwürfe gegen Yamal

Die spanische Vereinigung für Menschen mit Achondroplasie und anderen Skelettdysplasien (ADEE) reagierte umgehend auf die Berichte. In einem öffentlichen Statement verurteilte die Organisation das Vorgehen scharf und kündigte «rechtliche und soziale Massnahmen» gegen den Profi an.

Die ADEE sieht in dem Vorfall einen klaren Verstoss gegen geltende Gesetze und grundlegende ethische Standards. Auf ihrer Webseite heisst es, dass solche Darbietungen nicht nur gesetzlich verboten seien, sondern auch der Idee einer respektvollen und gleichberechtigten Gesellschaft widersprechen würden.

Carolina Puente, Präsidentin der ADEE, äusserte sich deutlich zu dem Geschehen: Es sei nicht hinnehmbar, dass Menschen mit Kleinwuchs im 21. Jahrhundert noch immer zu Unterhaltungszwecken auf privaten Veranstaltungen auftreten müssten.

Noch keine Reaktion von Yamal

Die ADEE verweist auf das spanische Gesetz über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Dort heisst es: «Verboten sind Aufführungen oder Freizeitaktivitäten, bei denen Menschen mit Behinderungen oder dieser Umstand genutzt werden, um beim Publikum Spott, Hohn oder Gelächter hervorzurufen, was der Menschenwürde widerspricht.»

Puente unterstreicht zudem die Rolle von Persönlichkeiten mit öffentlicher Reichweite: Wer gesellschaftlichen Einfluss habe, trage eine besondere Verantwortung. Denn gerade junge Menschen könnten durch ein solches Verhalten falsche Werte vermittelt bekommen.

Eine öffentliche Stellungnahme von Lamine Yamal oder seinem Management zu den Vorwürfen liegt bislang nicht vor. (nih/t-online)

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30 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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K.A.T.E.R
14.07.2025 17:57registriert Februar 2025
Kleinwüchsige haben an einer Party gearbeitet und der Verband der Kleinwüchsigen klagt jetzt den Veranstalter an?

verstehe ich das richtig?
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Grund—er
14.07.2025 18:49registriert März 2019
Da hat wohl jemand Wolf of Wallstreet geschaut 🙈😅
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Der Micha
14.07.2025 20:07registriert Februar 2021
Bin etwas zwiegespalten. Einerseits haben sie Freiwillig das Engagement angenommen. Andererseits wissen wir zum einen nicht wie dieses Engagement zusammengekommen ist und was im Vorfeld abgesprochen und was danach wirklich passiert ist.

Es ist ein zweitschneidiges Schwert. Es ist nicht das erste mal, dass Menschen unter falschen Vorwand engagiert worden sind. Es wäre aber auch nicht das erste mal, dass aus eine Mücke ein Elefant gemacht wird.
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