Lobalu verpasst Medaille über 5000 Meter: «Nächstes Mal bleibe ich auch hinten»
Lobalu in taktischem 5000-m-Lauf neben dem Podest
Dominic Lobalu verpasst an den Europameisterschaften im Birmingham die erste Medaille für die Schweizer Delegation. Der St. Galler läuft über 5000 m in den 7. Rang.
In einem taktischen Rennen war der Schweizer oft an der Spitze anzutreffen. Er wollte das Rennen aktiv gestalten, doch die Konkurrenz machte nicht mit. Es kam auf den letzten zwei Runden zu einem erbarmungslosen Steigerungslauf, in der letzten Kurve musste auch Lobalu abreissen lassen. Der Norweger Jakob Ingebrigtsen siegte letztlich überlegen.
2024 hatte der St. Galler Langstreckenläufer in Rom ein Schweizer Sportmärchen geschrieben: Für seine neue Heimat gewann er Bronze über 5000 m und kürte sich nur wenige Tage später als erster Schweizer überhaupt zum Europameister über 10’000 m. Seither wurde Lobalu immer wieder von kleineren Blessuren zurückgebunden.
Nach seinem Sieg beim Diamond-League-Meeting in Monaco am 10. Juli kämpfte der Schweizer Rekordhalter mit muskulären Verspannungen im unteren Rücken, die ins Gesäss und in die hintere Oberschenkelmuskulatur ausstrahlten. In der Folge beendete er das 3000-m-Rennen in Luzern vorzeitig und verzichtete vorsorglich auf einen Start an den Schweizer Meisterschaften in Zürich. Stattdessen arbeitete der letztjährige Cross-EM-Bronzegewinner gemeinsam mit dem medizinischen Team an den Ursachen der Beschwerden.
Im 10'000-m-Lauf erhält Lobalu eine zweite Chance. Er scheint fit zu sein, aber die Top-Form des Jahres 2024 strahlt er nicht aus.
Bertényi im Halbfinal
Larissa Bertényi schaffte im Hürdensprint die Halbfinalqualifikation. Die St.Gallerin lief in ihrem Vorlauf in 13,01 als Dritte über die Ziellinie. Damit qualifiziert sie sich mit der elftbesten Zeit für den Halbfinal vom Dienstag. Die Weltmeisterin Ditaji Kambundji ist als Top 12 der Saisonbestenliste für die Halbfinals vom Dienstagabend gesetzt.
Niederlande eröffnen mit Doppelsieg
Der erste Medaillensatz der EM in Birmingham wurde im Kugelstossen der Frauen vergeben. Die Niederlande holte mit Jessica Schilder und Jorinde van Klinken Gold und Silber. Da die Deutsche Yemisi Mabry auf Platz 3 landete, standen die gleichen drei Frauen in gleicher Reihenfolge wie bei Rom 2024 auf dem Podest. (abu/sda)
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