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FC Zürich

FCZ stellt neuen Trainer vor und Magnin erklärt seine Philosophie

Cheftrainer Ludovic Magnin spricht zu seinen Spielern im Training vom FC Zuerich auf der Brunau in Zuerich vor, aufgenommen am Mittwoch, 21. Februar 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Ludovic Magnin hat heute morgen bereits sein erstes Training als FCZ-Chefcoach geleitet.Bild: KEYSTONE

Magnin erklärt seine Philosophie: «Der Gegner soll nie wissen, was auf ihn zukommt»

Einen Tag nach dem Trainerwechsel von Uli Forte zu Ludovic Magnin erklärt die Klubführung des FC Zürich die Rochade. Sportchef Thomas Bickel vermisste unter Forte die «stete Veränderung».
21.02.2018, 16:5321.02.2018, 17:53

Forte raus, Magnin rein – beim FC Zürich haben sie sich mit dem Entscheid für den Trainerwechsel schwergetan. «Es geht immer auch um Menschen. Deshalb wollten wir nicht in der Winterpause einen Schnellschuss machen», sagte Sportchef Thomas Bickel. Es hat in den letzten Wochen offenbar eine Abwägung stattgefunden. Auf der einen Seite waren die Ergebnisse, die in der Vorrunde zufriedenstellend gewesen seien, wie Präsident Ancillo Canepa sagte. Auf der anderen Seite war die spielerische Stagnation oder wie Canepa sagte: «Wir waren berechenbar geworden.»

Cheftrainer Ludovic Magnin, rechts, laeuft zur Medienkonferenz vom FC Zuerich in der Saalsporthalle in Zuerich, aufgenommen am Mittwoch, 21. Februar 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Da kommt der neue Trainer: Ludovic Magnin.Bild: KEYSTONE

Sie hätten auf Besserung nach der Winterpause gehofft, beteuerte der Präsident. «Wir setzten darauf, dass im Trainingslager einiges ausprobiert würde. Dass die Mannschaft taktisch variabler auftreten würde», so Canepa. Nach drei Spielen in der Rückrunde haben sie gemerkt: Es wurde nichts besser. Und vor allem: «Es ist der richtige Zeitpunkt für den Trainerwechsel gekommen. Wir haben keinen Druck, denn wir sind als Dritter der Super League nicht in einer Notlage», sagte Canepa.

Nach dem Abstieg hatten sie im FC Zürich im Sommer 2016 die Säulen für die Zukunft definiert. «Die wichtigste ist, dass stetig Veränderung stattfinden muss. Die Veränderung muss unsere Konstante sein», erklärte Bickel. «Diese hat nicht mehr stattgefunden, deshalb konnten wir nicht mehr zu 100 Prozent hinter Forte stehen.»

Mutig und variabel

Canepa und Bickel sind überzeugt, dass Magnin ihre Vorgaben erfüllen wird. Der neue Trainer selbst sagt über seine Philosophie: «Ich lasse mutig spielen. Das Team soll variabel sein und auch während des Spiels das System wechseln können. Der gegnerische Trainer soll nicht wissen, was am Wochenende auf ihn zukommt, wenn er gegen mein Team antritt.»

Das sind philosophische Ansätze. Als U21-Trainer konnte Magnin Philosophien und Grundsätze verfolgen. Als Trainer in der Super League wird er auch (und extern vor allem) an den Resultaten gemessen. Das gilt gerade für seine ersten Spiele mit dem FCZ. Am Sonntag kommt es in der Super League zum Derby, drei Tage später steigt der Cup-Halbfinal – wieder gegen die Grasshoppers und dann kommt es zum Duell mit Meister FC Basel.

Vor diesem Kaltstart ist Magnin jedoch nicht bange. «Es ist ein grosses Geschenk für mich, dass wir auf Platz drei klassiert sind und im Cup-Halbfinal stehen. Ich übernehme kein Team, das am Boden ist. Fürs Erste muss ich nur an wenigen Stellen den Hebel ansetzen.»

Reger Austausch mit Förderer Favre

Geht es nach der Vorstellung der FCZ-Verantwortlichen, hat mit der Beförderung von Magnin eine neue Ära begonnen. Attraktiver Fussball von einer jungen Mannschaft mit einigen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs soll es sein. Man könnte es auch so umschreiben: Die langsam verblassende Erinnerung an die Zeiten von Lucien Favre (2003 bis 2007) soll wiederbelebt werden.

Zuerichs Ludovic Magnin begruesst Lucien Favre auf der Tribune . (KEYSTONE/EQ IMAGES/)
Mit Ex-FCZ-Trainer Favre kann es Magnin sehr gut.Bild: EQ IMAGES

Da trifft es sich gut, dass Magnin im regen Austausch mit dem einstigen FCZ-Meistertrainer steht. «Als ich am Dienstag auf dem Weg zu meinen Eltern war, habe ich am Telefon kurz mit Lucien gesprochen, denn er ist wie ein zweiter Vater für mich.» Vom aktuellen Coach von Nice hat Magnin Vieles mit auf seinen fussballerischen Weg mitbekommen. Unter Favre schaffte Magnin bei Yverdon Ende der Neunzigerjahre den Einstieg in den Profifussball. (pre/sda)

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