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Der Grasshopper Ricardo Cabanas freut sich ueber sein Tor zum 1-0, im Fussball Meisterschaftsspiel der Axpo Super League zwischen dem FC Zuerich und dem Grasshopper Club Zuerich, am Samstag, 5 Dezember 2009, im Zuercher Letzigrund Stadion. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Ricardo Cabanas: «Rekordmeister!» Bild: KEYSTONE

Unvergessen

Cabanas fordert Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

30. April 2011: Die Grasshoppers schlagen den FC Luzern mit 2:1. Friede, Freude, Eierkuchen im Letzigrund? Nix da! Die verletzte GC-Ikone Ricardo Cabanas ärgert sich furchtbar über den Schiedsrichter. Zu unserem Glück hält eine Kamera den Ausraster fest.



Der ruhmreiche Grasshopper Club Zürich steckt im Frühling 2011 im Abstiegssumpf. Nur zwei Punkte trennen ihn vom letzten Platz. Geschieht tatsächlich das Undenkbare und GC steigt ab? Noch bleiben Trainer Ciriaco Sforza und seinem Team einige Runden Zeit, um den Absturz zu verhindern. Klar, dass ein 2:1-Sieg gegen den FC Luzern in dieser Situation ein grosser Befreiungsschlag ist.

Und ebenso klar, dass die Nerven im Überlebenskampf blank liegen. Der Erfolg gegen die Innerschweizer ändert dies nur unwesentlich. GC ist hässig auf den Basler Schiedsrichter Adrien Jaccottet, weil der Davide Callà nach einer Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz stellt.

Besonders einem Zürcher brennen nach der Partie die Sicherungen durch: Dem Ur-Hopper Ricardo Cabanas. Er ist verletzt und flucht schon auf der Tribüne. «Puta madre» habe er gerufen, weiss der «Blick». Nach dem Spiel stapft der 1,73 m kleine Mittelfeldspieler in die Katakomben, um dem Schiri die Meinung zu geigen.

Zum Auswendiglernen für jeden GC-Fan:

«Das isch GC! Rekordmeister! Was meinsch eigentlich, wer du bisch, he? Rekordmeister! Rekordmeister! Dir isch gar nöd bewusst, um was es gaht da! Das isch Super League vom Rekordmeister! Än Institution, hey! Hey, chli Konzentration, he! Mir gähnd alles für dä Klub und du … läck du mir hey! Chli Respekt!»

GC steigt im Frühling 2011 nicht ab. Dieses Schicksal ereilt den Rekordmeister erst im Frühsommer 2019. Nach 70 Jahren in der höchsten Liga ist es erst der zweite Abstieg dieser Institution des Schweizer Fussballs.

Ricardo Cabanas

ist heute 41 Jahre alt. Er absolvierte 51 Länderspiele, nahm an der WM 2006 teil, wo er im Penaltyschiessen gegen die Ukraine aus elf Metern versagte. Cabanas wurde mit GC drei Mal Schweizer Meister und spielte in Frankreich (Guingamp) und beim 1. FC Köln. Legendär war seine Fehde mit Mario Cantaluppi, nachzulesen bei den Kollegen des Magazins «Zwölf».

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Auch dieser Basler hatte zu wenig Respekt: Ricardo Cabanas wird vom Schweizer Fernsehen verarscht. Video: YouTube/Dux201918

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Weil wir Respekt haben: ein Best-of-Video von GC-Fans über ihren Liebling Ricardo Cabanas. Video: YouTube/GCZ 1886 News/Videos

Unvergessen

In der Rubrik «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angus 30.04.2020 09:27
    Highlight Highlight Auch ihn sollten wir nicht vergessen
    Play Icon
  • Seebarsch 30.04.2020 07:51
    Highlight Highlight Cabanas Legende!
  • Walter Röhrich 30.04.2019 15:38
    Highlight Highlight Man kann über Cabanas lachen oder auch nicht. Er war aber ein Spieler, welcher immer für seinen Club Vollgas gegeben hat. Heute sucht man dieses Herzblut vergebens.
    • tinu77 30.04.2020 21:20
      Highlight Highlight Mir fällt da aus anderen Ligen gerade Serigio Ramos ein. Auch nicht gerade unbestritten aber auch einer der immer alles für seinen Club gibt.

      Stimmt leider, solche treuen Vereinsikonen gibt es immer weniger.
  • Zeitreisender 30.04.2019 11:46
    Highlight Highlight «Isch einfach truurige Fussball in Schwiiz»
    Play Icon
    • jimknopf 30.04.2019 13:46
      Highlight Highlight "Heb de Schlitte du huere Schissdräck!"

      - Carlos Varela
    • Zeitreisender 30.04.2019 15:02
      Highlight Highlight «Okay Carlos, merci viu mau»
  • fandustic 30.04.2019 10:47
    Highlight Highlight Hahaha, der Ricci😂 Die Duelle mit Cantaluppi waren wirklich legendär...der absolute „Hass“ zwischen den beiden...solche Affichen gibt es heute leider nicht mehr🤷🏼‍♂️
  • Glenn Quagmire 30.04.2019 10:35
    Highlight Highlight Nun ja, immerhin einer der für seinen Verein lebte und mit stolz das Trikot trug. Ein Idol für die Fans, eine Reizfigur für die gegnerischen Fans. Schade gibt es nicht mehr von dem Kaliber, welche von der einen Kurve geliebt und von der anderen gehasst werden. Spontan fällt mir nur Stocker ein, von denen, die noch aktiv sind.

    One-Club-Players (bei CHlern mal vom Auslandeinsatz abgsehen) gibt es einfach zu wenige.
    • Seebarsch 30.04.2020 07:50
      Highlight Highlight Viel zuwenige
    • Switch_on 30.04.2020 09:31
      Highlight Highlight Ja solche Leute fehlen nicht nur bei der eigenen Mannschaft, sondern auch bei den Gegnern.

      Zu Stocker: Er hat in Basel in den letzten Wochen einiges verspielt. Von Herzensverein und so schwatzen und dann nicht mal auf 20% des Lohnzu verzichten bei 1 Mio Jahreslohn. Das kommt bei vielen nicht gut an...
    • Schlingel 30.04.2020 09:38
      Highlight Highlight Schönbächler beim FCZ wäre auch noch so einer, nur ist der leider öfters im Lazarett als auf dem Platz.
  • Maria Cardinale Lopez 30.04.2019 08:41
    Highlight Highlight Sehr geehrter Herr Meile
    Liebes Watson Team
    Schön das Sie zur Zeit wirklich keine Schlagzeile auslassen um GC noch mehr und noch weiter in den Dreck zu ziehen. Das zeugt von hoher Fachkompetenz. Schön das auch diese Geschichte nochmals hervorgeholt wurde.
    Damit wir auch alle Verbindungen zur GC Misere haben.
    • c-bra 30.04.2019 13:31
      Highlight Highlight «Ja Herr Meile, also wirklich! Das isch GC! Rekordmeister! Was meinsch eigentlich, wer du bisch, he? Rekordmeister! Rekordmeister! Dir isch gar nöd bewusst, um was es gaht da! Das isch Super League vom Rekordmeister! Än Institution, hey! Hey, chli Konzentration, he! Mir gähnd alles für dä Klub und du … läck du mir hey! Chli Respekt!»
    • Militia 30.04.2020 07:19
      Highlight Highlight Selektive Wahrnehmung? Also ich habe schon seit Wochen nichts mehr über GC gelesen. Aber das wäre wahrscheinlich auch nicht recht...
    • FehrEnough 30.04.2020 11:16
      Highlight Highlight Alte Geschichten rauszuholen ist das Konzept des Formates und der Ausspruch ist halt schlicht legendär.
      Wäre es das Ziel, einen in Niederhasli beheimateten Challenge League Verein mit chinesischer Sugar Mama in den Dreck ziehen, würde man sich anderer Mittel, etwa der klaren Benennung von Tatsachen, bedienen ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cachesito 30.04.2019 06:40
    Highlight Highlight "Hey das isch GC en Institution...." jetzt den i de Challange League. MADE MY DAY. 🖕
    • Troll Mc Clur formerly known as Harvey Dent 30.04.2019 12:41
      Highlight Highlight 🤷🏻‍♂️
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