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Hier schaufeln die FCZ-Fans den Schnee vom Rasen im Letzigrund

Nikola Katic (FCZ), links, spielt um den Ball mit Victor Ruiz (FCSG), rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC St. Gallen im Letzigrund, am Sonntag,  ...
Nach fünf Minuten musste der Schiedsrichter das Spiel im Letzigrund wegen zu viel Schnee unterbrechen.Bild: keystone

Hier schaufeln die FCZ-Fans den Schnee vom Rasen im Letzigrund

21.04.2024, 17:3021.04.2024, 17:32

Kuriose Szenen im Zürcher Letzigrund. Wenige Minuten vor Spielbeginn kommt heftiger Schneefall auf, der grüne Rasen ist innert kürzester Zeit in eine weisse Fläche verwandelt. Trotzdem pfeift Schiedsrichter Lionel Tschudi die Partie zwischen dem FC Zürich und dem FC St.Gallen an – allerdings läuft das Spiel nicht lange. Nach fünf Minuten unterbricht der Unparteiische die Partie.

Und während die Mannschaften wieder in den Garderoben verschwinden, tauchen plötzlich Mitglieder der Zürcher Südkurve und andere FCZ-Fans – teilweise auch Kinder – auf dem Spielfeld auf. Mit Schaufeln und Besen bewaffnet beginnen sie, den Rasen vom Schnee zu befreien.

Mit Erfolg: Nach einem etwa halbstündigen Unterbruch ist das Spielfeld im Letzigrund wieder mehrheitlich grün. Schiedsrichter Tschudi kann die Mannschaften wieder auf den Platz beordern und das Spiel fortsetzen.

Zuercher Fans helfen bei der Schneeraeumung im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC St. Gallen im Letzigrund, am Sonntag, 21. April 2024 in Zuerich. (KEYSTO ...
FCZ-Fans befreien den Rasen im Letzigrund vom Schnee.Bild: keystone

Im Studio von Blue Sport herrscht aber nicht nur Freude an der Aktion. «Chapeau vor der Südkurve. Schön, dass das Spiel weitergeht. Aber irgendjemand muss die ja auf den Platz gelassen haben. Wo sind die Sicherheitskräfte? Man darf ja nicht einfach so auf den Platz rennen», wundert sich etwa der Experte und frühere Nationalgoalie Pascal Zuberbühler.

Auch Ciriaco Sforza betont: «Wir wollen da nicht etwas Negatives draus machen. Es ist schön, dass die Südkurve den Platz freischaufelt und so hinter dem Verein steht. Das ist sensationell. Aber trotzdem geht es um die Sicherheit. Darüber muss einfach auch gesprochen werden.»

Was die Aktion noch etwas kurioser macht: Die eigentliche Südkurve ist beim heutigen Heimspiel gegen den FC St.Gallen gesperrt. Als Protest dagegen haben sich über 1000 Fans des FC Zürich haben sich am Sonntagmittag mitten in Zürich versammelt und für Verzögerungen im Tramverkehr gesorgt: Sie zogen danach friedlich zum Stadion Letzigrund, wo sie in anderen Sektoren Platz fanden. (abu/sda)

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