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Platini reicht Klage gegen Fifa-Chef Infantino wegen Einflussnahme ein

Platini reicht Klage gegen Infantino wegen Einflussnahme ein

Michel Platini hat am Montag Klage gegen Fifa-Chef Gianni Infantino eingereicht wegen verleumderischer Anschuldigungen und Einflussnahme.
08.06.2026, 21:1321.07.2026, 08:21

Diese Anzeige, die sich auch gegen zwei ehemalige Funktionäre des Weltfussballverbandes (Fifa) richtet, gehe mit einer Zivilklage einher und werde daher zur Bestellung eines Untersuchungsrichters führen, erklärte Platini in einer der französischen Nachrichtenagentur AFP übermittelten Erklärung.

UEFA President Michel Platini, right, speaks with UEFA General Secretary Gianni Infantino , during a press conference, one day prior to the Euro 2016 qualifying draw, at the Acropolis Convention Centr ...
Platini klagt Infantino an.Bild: AP/AP

Er hatte 2018 und 2021 zwei einfache Anzeigen in derselben Angelegenheit erstattet, jeweils wegen falscher Anschuldigung gegen Unbekannt und wegen Einflussnahme gegen Infantino; beide wurden an die Schweizer Justiz weitergeleitet: Die erste wurde als verjährt angesehen, die zweite im vergangenen Oktober eingestellt.

Platini ist überzeugt, dass Infantino, der seine Nummer zwei bei der Europäischen Fussball-Union (Uefa) war, sowie der ehemalige Rechtsdirektor der Fifa, Marco Villiger, und der ehemalige Vorsitzende der Revisionskommission, Domenico Scala, daran gearbeitet haben, ihn mit aus seiner Sicht völlig unbegründeten Anschuldigungen aus dem Rennen um die Präsidentschaft der Fifa zu drängen.

Die Enthüllung im Herbst 2015 einer Zahlung von zwei Millionen Franken, welche die Fifa Platini vier Jahre zuvor geleistet hatte, hatte eine Reihe von Disziplinar- und anschliessend Strafverfahren nach sich gezogen – und dies zu einem Zeitpunkt, als Platini ideal positioniert schien, um die Führung der Fifa zu übernehmen.

Die Entmachtung von Platini hatte den Weg für die Wahl seines Generalsekretärs bei der Uefa, Gianni Infantino, im Februar 2016 geebnet. Der Italo-Schweizer aus dem Oberwallis wurde 2019 und 2023 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt und wird im kommenden März für eine weitere Amtszeit kandidieren. (hkl/sda/afp)

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