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Gianni Infantino will FIFA verkaufen und Chef der neuen Firma werden

FIFA President Gianni Infantino arrives for the ceremony of the Best FIFA Football Awards in the Royal Festival Hall in London, Britain, Monday, Sept. 24, 2018. (AP Photo/Frank Augstein)
FIFA-Präsident Gianni Infantino: Was führt er im Schilde?Bild: AP

Infantino soll Verkauf der FIFA planen und Chef der neuen Firma werden

Das ist dicke Post! FIFA-Präsident Gianni Infantino plant, den Fussball-Weltverband radikal umzukrempeln. Deutschen Medien zugespielte Dokumente offenbaren sein Vorhaben.
16.11.2018, 17:4817.11.2018, 09:49

Es ist ein Bericht, der die Fussballwelt ins Beben bringen wird. Die «Süddeutsche Zeitung» zitiert aus Dokumenten, welche ihr exklusiv vorliegen würden und eine gehörige Sprengkraft besitzen. Demnach beabsichtigt FIFA-Präsident Gianni Infantino im Geheimen den Verkauf sämtlicher wichtigen Rechte der FIFA an ein Konsortium mit Verbindungen nach Saudi-Arabien. Er selber soll anschliessend dessen Boss werden.

Seit Monaten wird über ein Angebot geheimer Investoren diskutiert, welche 25 Milliarden Dollar einschiessen wollen. Angeblich soll mit dem Geld eine Weltliga für Nationalteams und eine auf 24 Teams ausgeweitete Klub-WM finanziert werden. Infantino drängte im FIFA-Vorstand auf einen Abschluss des Deals, kam damit aber nicht durch. Wer die Investoren sind, verschwieg der Walliser beharrlich.

Die FIFA – eine leere Hülle?

Wie die «Süddeutsche Zeitung» nun berichtet, soll das Geld für weit mehr als diese beiden Wettbewerbe fliessen. Geplant ist laut einer geheimen Absichtserklärung, dass die FIFA fast sämtliche Rechte verkauft. Das Blatt, welches die Dokumente gemeinsam mit dem TV-Sender WDR ausgewertet hat, zählt auf: Digital- und Archiv-Rechte, Filme und Videos, Satelliten- und Netzübertragungen, Merchandising und Spielrechte, jede Produktion in High Definition und 3D-Format, Computerspiele, alles «Virtuelle und jedes andere Format, das noch weltweit entwickelt wird».

Und: Auch Rechte an zukünftigen Fussball-Weltmeisterschaften sind mit einbezogen. Das Blatt fällt sein Urteil: «Würde der Ende März ausgearbeitete Plan umgesetzt, hätte in Zukunft ein Finanzkonsortium das Sagen über die Vermarktung des Weltfussballs – die FIFA bliebe als leere Hülle zurück.»

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Hausjuristen warnen vor Umsetzung

Bei den möglichen FIFA-Partnern handelt es sich um zwei britische Investmentfirmen. Beide sind dem Bericht zufolge mit Saudi-Arabien verbandelt. Das lege den Verdacht nahe, dass es den Investoren nicht nur um die Vermarktung des Fussballs gehe, sondern dass auch geopolitische Motive hinter dem Angebot stecken würden.

Gegenüber SZ und WDR teilte die FIFA mit, dass das Dokument veraltet sei «und nur eines von vielen Hunderten», die beim Weltverband im Umlauf sind. Dagegen spricht laut der Zeitung, dass der langjährige Hausjurist und sein Stellvertreter eine vernichtende Analyse gefällt und in einem Memo vor der Umsetzung der Pläne gewarnt hätten. In der Zwischenzeit hätten die zwei Juristen die FIFA verlassen. (ram)

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Video: watson/nfr

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