Antonelli ist zurück auf der Siegerstrasse – Bortoleto holt Punkte für Audi
Der Mercedes-Teenager dominierte den GP von Belgien. Am Samstag sicherte er sich die Pole-Position mit 0,317 Sekunden Vorsprung – der deutlichsten Marge in dieser Saison. Auch das Rennen dominierte Antonelli. Zehn Runden vor Schluss überholte Kimi Antonelli den Ferrari von Charles Leclerc, der von einer virtuellen Safety-Car-Phase profitiert und so die Führung übernommen hatte.
Es beeindruckt, wie Antonelli sich von den letzten drei Rennen, die nicht in seinem Sinn verlaufen sind. Es fühle sich toll an, wieder gewonnen zu haben, so Antonelli. Und zu den vorherigen Rennen meinte er: «Das Momentum war immer da - nur die Ergebnisse nicht.»
Tatsächlich lässt sich Antonelli überhaupt nicht aus der Ruhe werfen. In der Fahrerwertung betrug sein Vorsprung auf Teamkollege George Russell nach dem GP von Monaco schon 68 Punkte. In den Grossen Preis von Spa stieg Antonelli noch mit 25 Zählern Reserve. Vor dem letzten Rennen vor der Sommerpause am nächsten Wochenende in Ungarn beträgt der Vorsprung auf Russell nun wieder 50 Punkte.
Denn für Russell, der zuletzt die Plätze 2, 1 und 2 eingefahren hatte, war's ein Wochenende zum Vergessen. In den Trainings verlor er auf den Geraden Zeit. In der ersten Rennrunde wurde er von Lewis Hamilton schon in Kurve 6 ins Kiesbett gedrängt und schied aus.
Hamilton erhielt für das Verursachen des Unfalls eine Fünf-Sekunden-Strafe. Das Podest verpasste er hinter Antonelli (1.), Leclerc (2.) und Max Verstappen (3.) um vier Sekunden. Hamilton behielt so Recht: Er hatte vor dem Rennen angekündigt, dass der Ferrari-Rennstall, der zwei der letzten drei Rennen gewonnen hatte, eher um die Podestplätze denn um den Sieg kämpft.
Für Audi holte Gabriel Bortoleto den 8. Platz heraus – wie schon zuletzt in Silverstone. Für eine Runde arbeitete sich der Brasilianer sogar auf Platz 7 vor. Teamkollege Nico Hülkenberg wurde Dreizehnter. Isack Hadjar (Red Bull) kam auf Platz 6, obwohl er von ganz hinten hatte starten müssen. (abu/sda)
