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Formel 1: Antonelli gewinnt in Monza vor Teamkollege Russell

Mercedes driver Andrea Kimi Antonelli of Italy crosses the finish line to win the Italian Formula One Grand Prix race, in Monza, Italy, Sunday, Sept. 6, 2026. (AP Photo/Antonio Calanni)
Andrea Kimi An ...
Kimi Antonelli gewinnt in der Formel 1 erstmals in Monza.Bild: keystone

Mit grosser Aufholjagd zum Heimsieg: WM-Leader Antonelli gewinnt in Monza vor Russell

Kimi Antonelli im Mercedes gewinnt nach grosser Aufholjagd den Grand Prix von Italien. Der Italiener siegt von Startplatz 19 aus vor seinem Teamkollegen George Russell, der das Rennen lange angeführt hat.
06.09.2026, 14:0006.09.2026, 17:19

Die Fachwelt war sich einig. Russell war als erster Anwärter auf den Sieg in Monza genannt worden - ungeachtet des Fakts, dass sich der Brite tags zuvor im Qualifying unerwartet vom Franzosen Pierre Gasly im Alpine hatte geschlagen geben müssen.

Russell war deshalb der grosse Favorit, weil Antonelli nach einem Austausch von Antriebsteilen über das erlaubte Kontingent hinaus eine Rückversetzung in der Startaufstellung in Kauf nehmen musste. Los fuhr Antonelli von Platz 19, was im Normalfall einem zu schwer wiegenden Handicap gleichkommt, um in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen zu können.

Doch für den Italiener galten in seinem Heimrennen andere Gesetze. Noch vor dem Unterbruch des Geschehens auf der Rennpiste, der wegen eines Unfalls von Charles Leclerc bereits in der Anfangsphase nötig geworden war, hatte sich Antonelli auf Position 13 vorgekämpft. Der Monegasse hatte die Kontrolle über den Ferrari verloren und war heftig im Reifenstapel eingeschlagen.

Nach der rund 35 Minuten dauernden Zwangspause setzte Antonelli sein Vorpreschen im Rekordtempo fort. Nach einem Drittel der Distanz hatte er zum führenden Russell aufgeschlossen und lieferte sich mit dem Teamkollegen während einigen Umgängen ein Duell auf eine Art, die der Crew am Regie-Pult den Angstschweiss auf die Stirne trieb.

Das Geschehen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs musste nach gut der Hälfte des Pensums ein zweites Mal unterbrochen werden, diesmal durch den virtuellen Safety-Car. Grund für die Neutralisation war der Kanadier Lance Stroll, der im Aston Martin stehen geblieben war. Antonelli nutzte im Gegensatz zu Russell die vorgeschriebene Reduktion der Geschwindigkeit zum zweiten Reifenwechsel.

Antonelli machte den eingehandelten Rückstand wiederum wett - und in Runde 50 war es dann soweit. Er passierte Russell ein weiteres Mal. Nunmehr hatte das Manöver entscheidenden Charakter. Antonelli liess sich die Führung nicht mehr nehmen und sich zum siebten Mal in der laufenden Saison als Gewinner eines Grand Prix ausrufen.

Der in WM-Gesamtwertung führende Antonelli baute nicht nur seinen Vorsprung weiter aus; er liegt nun 66 Punkte vor dem zweitplatzierten Russell. Vielmehr knickte er auf beeindruckende Weise wohl auch die letzten leisesten Hoffnungen des Briten auf den ersten Titelgewinn. Die Art, wie der Italiener der Prüfung im Autodromo Nazionale den Stempel aufdrückte, dürfte auch, oder besser gesagt vorab Russell zu denken geben. (riz/sda)

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