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epa07975233 Inter's head coach Antonio Conte reacts during the UEFA Champions League group F soccer match between Borussia Dortmund and Inter Milan in Dortmund, Germany, 05 November 2019.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Conte ist nach dem 2:3 in Dortmund ziemlich bedient. Bild: EPA

Inter-Trainer Conte mit Wutrede nach Wende des BVB: «Haben eine zu limitierte Mannschaft»



Vom 2:0 zum 2:3 – Inter Mailand hat gestern in der Champions League bei Borussia Dortmund eine Zweitore-Führung fahrlässig aus der Hand gegeben und damit eine hervorragende Ausgangslage im Hinblick auf die Achtelfinal-Qualifikation in der Hammergruppe B verspielt.

Trainer Antonio Conte war nach der bitteren Pleite total bedient und holte zum Rundumschlag aus. «Wir haben eine zu limitierte Mannschaft, um in dieser Saison sowohl in der Serie A als auch in der Champions League erfolgreich zu spielen», wütete der 50-Jährige gemäss dem Corriere della Sera. «Mit limitiert meine ich bei der Qualität und bei der Breite. Einige Spieler müssen ständig auf dem Platz stehen, auf lange Sicht muss man dafür bezahlen.»

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An der Pressekonferenz schlug Conte leisere Töne an. Video: YouTube/Sport-Live e.V. Dortmund

Seine Spieler hätten ausserdem zu wenig internationale Erfahrung. «Wir reden von einer Gruppe von Spielern, in der ausser Diego Godin keiner etwas gewonnen hat», erklärte Conte. Gerade in schwierigen Situationen fehle es seinem Team deshalb an der nötigen Abgebrühtheit. «An wen sollen wir uns dann wenden? Nicolo Barella, den wir von Cagliari geholt haben? Stefano Sensi, der von Sassuolo gekommen ist? Ich kann mich bei ihnen nur bedanken, weil sie stets das Beste geben.»

Inter Milan's head coach Antonio Conte gives instructions during the Champions League group F soccer match between Borussia Dortmund and Inter Milan, in Dortmund, Germany, Tuesday, Nov. 5, 2019. (AP Photo/Martin Meissner)

Conte gibt Anweisungen, doch es nützt nichts mehr. Bild: AP

Dass Inter Alexis Sanchez und Romelu Lukaku von Manchester United und Valentino Lazaro von Hertha BSC geholt hatte, verschwieg der «Mister» dabei wohl nicht ohne Hintergedanken. Conte wollte mit seiner Wutrede nämlich nicht die Spieler kritisieren, sondern die Vereinsführung in die Pflicht nehmen.

Zwar betonte Conte, dass er keine Forderungen stellen wolle, gleichzeitig bemängelte er aber «schwere Fehler in der Planung». «Unsere Position in der Liga darf uns nicht vergessen lassen, dass wir grosse Probleme haben.» In der Serie A liegt Inter hinter Serienmeister Juve auf Rang 2.

Contes Probleme haben sich gestern gar noch verschlimmert. Rechtsaussen Matteo Politano verletzte sich gestern bei einem Zweikampf mit Dortmunds Nico Schulz und verliess den Signal-Iduna-Park an Krücken. Er ist der fünfte Ausfall in dieser Saison. Erst im Januar haben die «Nerazzurri» die Chance, ihr Kader in der Breite zu stärken. Doch dann ist es vielleicht schon zu spät und der Meister- sowie der Champions-League-Zug abgefahren.

«Ich ärgere mich masslos, dass wir die Qualifikation für die nächste Runde in Gefahr gebracht haben», klagte Conte nach dem Spiel in Dortmund und stellte die nächste indirekte Forderung an die Klubleitung. «Der Abend ist für mich wie eine Wunde. Ich hoffe, so wie ich fühlen sich auch alle anderen. Dann sind wir schon auf einem guten Weg.» (pre)

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Das sagte Lucien Favre nach dem Sieg gegen Inter. Video: YouTube/Borussia Dortmund

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zahlenheini 06.11.2019 14:22
    Highlight Highlight Hatte Ajax Amsterdam letzte Saison "erfahrene Spieler"? Die Eredivise ist nicht dasselbe wie die Serie A, aber CL ist CL. Auch die AS Monaco hat es in der CL weit gebracht und auch mal den Nimbus von PSG gebrochen, ohne international bekannte Spieler.
    Einen Top-Trainer erkennt man vor allem daran, dass er unbekannte Spieler zu Topstars entwickelt und nicht einfach mit fertigem Spielermaterial den Status Quo verwaltet und schaut, dass jedes Sternchen zu genügend Spielzeit kommt.
    • luegeLose 06.11.2019 16:41
      Highlight Highlight Aus dem Grunde finde ich Pep auch nicht so toll. Er hatte immer sehr gutes Spielermaterial.
    • TWilli 06.11.2019 17:53
      Highlight Highlight @luegeLose
      Man muss aber immer sehen, dass auch Pep zuerst zeigen musste was er kann. Einfach so wird man nicht Trainer von Barcas 1. Mannschaft.
    • Zahlenheini 06.11.2019 22:17
      Highlight Highlight Diego Simeone kann man da nur bewundern, auch wenn seine Art grenzwertig ist. Aber er holt regelmässig aus auf dem Papier mittelmässigen Spielern das Maximum heraus. Griezmann kannten wohl nur Insider, bevor er zu Atlético kam. Jan Oblak ebenso. Pep Guardiola, José Mourinho haben auch einige Spieler deformiert (Götze, Salah, De Bruyne).
  • beautyq 06.11.2019 13:53
    Highlight Highlight Eine beeindruckende Leistung der Borussen, Speed und Wille zur Perfektion kombiniert. So am Schluss sicher der verdiente Sieger.

    Ein bisschen zu viel Speed&Wille zeigte Schulz bei seinem überharten Foul gegen Politano. Da stand es noch 2-2. Nach gewohntem UEFA-Standard eine dunkelgelbe bis rote Karte. Ob es dann auch gereicht hätte?

    Hätte, hätte, Fahrradkette - vielleicht wäre auch ein Unentschieden korrekt gewesen. Inter begeistert mit taktisch herausragendem Fussball. Am Ende waren es individuelle Highlights, die den Unterschied ausmachten.

    Inter ist wieder mit bei den Grossen.
    • Zaungast 06.11.2019 16:47
      Highlight Highlight Schulz spielt in dieser Aktion den Ball und trifft danach den Gegenspieler total unglücklich und sicher ohne jegliche Absicht am Knöchel. Für mich in dieser Szene nicht mal ein Foul, da Politano sich sozusagen selber dazwischenmanövriert... klassischer Fall von "dumm gelaufen".

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