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Unmittelbar nach seinem Tor in der 84. Minute war noch alles in Ordnung.
Unmittelbar nach seinem Tor in der 84. Minute war noch alles in Ordnung.
Bild: keystone

Cluj-Torschütze Debeljuh spielte mit Hirnerschütterung: «Er kann sich an nichts erinnern»

11.12.2020, 10:4611.12.2020, 18:03

Beinahe hätte der CFR Cluj gestern die Sensation geschafft, den Rumänen fehlten gegen YB nur wenige Minuten zum Einzug in di K.o.-Runde der Europa League. Bis zur 93. Minute führte Cluj mit 1:0, dann drehte der Schweizer Meister die Partie dank eines schmeichelhaft gepfiffenen Penaltys und eines Konters aber doch noch.

Was für eine Schlussphase! YB dreht Partie gegen Cluj.

Die Schlussphase mit den zwei YB-Treffern, insgesamt drei Roten Karten und vielen Nickligkeiten war äusserst turbulent, Cluj-Torschütze Gabriel Debeljuh kann sich daran aber nicht erinnern. Der 24-jährige Kroate, der in der 74. Minute eingewechselt wurde und 10 Minuten später (wohl aus einer Abseitsposition) das 1:0 erzielte, kriegte kurz nach seinem Treffer in einer harmlos anmutenden Szene von YB-Verteidiger Nicolas Bürgy einen Schlag gegen den Hinterkopf.

Hier erlitt Debeljuh wohl seine Hirnerschütterung.
Video: streamable

Debeljuh ging zu Boden und blieb kurz liegen. Bald rappelte er sich allerdings wieder auf und spielte die Partie auch zu Ende. Nach dem Schlusspfiff konnte sich der Mittelstürmer gemäss der rumänischen Zeitung «Pro Sport» an nichts mehr erinnern und wurde deshalb ins Spital gebracht, wo bei Debeljuh eine Hirnerschütterung diagnostiziert wurde.

«Debeljuh stand unter Schock», erzählte Cluj-Trainer Edi Iordanescu gegenüber «Fanatik». «Er erinnerte sich an nichts und wusste auch nicht, dass er in der Schweiz war.» Auf die Frage, wer Trainer seiner Mannschaft sei, antwortete er Dan Petrescu statt Edi Iordanescu. Petrescu war jedoch am 30. November entlassen worden.

Debeljuh stapft nach dem Schlusspfiff etwas verwirrt über den Platz.
Debeljuh stapft nach dem Schlusspfiff etwas verwirrt über den Platz.
Bild: www.imago-images.de

Debeljuh hatte Glück im Unglück und konnte bald wieder aus dem Spital entlassen werden. Gegenüber «Pro Sport» schilderte er seine Erlebnisse so:

«Jetzt geht es mir wieder gut, aber kurzfristig habe ich mich an nichts erinnert, was in den letzten drei Monaten passiert ist. Mir ging es überhaupt nicht gut. Ich bin im Spital aufgewacht und wusste nichts über die zweite Halbzeit und das Ende des Spiels. Es war sehr seltsam, aber jetzt kann ich mich wieder an alles erinnern.»
Quelle: pro sport

Während Debeljuh sich im Spital erholte, schäumten seine Kollegen wegen des späten Penalty-Geschenks des französischen Schiedsrichters Benoit Bastien vor Wut. Cluj-Trainer Iordanescu sprach von «Diebstahl» und einer «grossen Ungerechtigkeit». Der portugiesische Captain Camora erklärte: «Dieser Schiedsrichter ist eine Schande. Mir fehlen die Worte. So etwas habe ich noch nie erlebt.» Goalie Balgradean witterte gar eine Verschwörung: «Wir Rumänen sind zu klein! Der Schiri wollte wohl, dass die Schweizer weiterkommen.»

Cluj-Trainer Iordanescu und seine Spieler geigen Schiedsrichter Bastien nach Schlusspfiff ihre Meinung.
Cluj-Trainer Iordanescu und seine Spieler geigen Schiedsrichter Bastien nach Schlusspfiff ihre Meinung.
Bild: keystone

Etwas sachlicher blieb der rumänische Ex-Schiedsrichter Cristi Balaj, der mittlerweile bei «Telekom Sport» als TV-Experte arbeitet. Zwar erklärte auch er, dass es keinen Elfmeter hätte geben dürfen, er stellte aber auch klar, dass Clujs Führungstreffer nicht hätte zählen dürfen: «Debeljuh stand ganz leicht im Abseits, aber das war schwer zu erkennen. Das hätte nur der VAR sehen können. Alles in allem war es eine schwache Schiedsrichter-Leistung. Aber ich sehe hier definitiv keine Verschwörung.»

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