Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
St. Gallen's headcoach Peter Zeidler, left, cheers with St. Gallen's midfielder Betim Fazliji, right, after the first Super League soccer match after the Coronavirus lockdown, between FC Sion and Sankt-Gallen, at the Stade de Tourbillon in Sion, Switzerland, Saturday, June 20, 2020. To prevent a second wave of Covid-19 infections, the match takes place without spectators. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Alles wie vor Corona: Am Ende jubelt der FC St.Gallen. Bild: keystone

Der Schweizer Fussball ist zurück! Diese 7 Dinge sind uns besonders aufgefallen

Seit Freitag laufen nach fast vier Monaten Corona-Pause Super League und Challenge League wieder. Wir haben aus den ersten Spielen des Restarts einige Erkenntnisse gezogen.



Aus drei mach zwei

Und plötzlich ist der Dreikampf nur noch ein Zweikampf. Während St.Gallen (sehr souverän) und YB (mit Ach und Krach) zum Restart der Super-League-Saison Siege feierten, gab es für den FC Basel eine bittere Niederlage in Luzern. Das Team von Marcel Koller liegt nun bereits acht Punkte hinter dem Spitzenduo.

Zwar sind noch satte zwölf Runden zu spielen, in denen viel passieren kann. Doch die jüngsten Leistungen der Basler dürften den Fans kaum Hoffnung machen, dass es noch für einen titelwürdigen Endspurt reicht. Zumal es beim einstigen Serienmeister zu viele Nebenschauplätze und Störgeräusche gibt. So gab FCB im Geschäftsbericht kürzlich einen Millionenverlust bekannt. Und wenig später forderte die Muttenzerkurve den Rücktritt von Präsident Bernhard Burgener.

Die Mannschaft wirkt derweil ratlos ob den eigenen Leistungen. Routinier Fabian Frei antworte im SRF-Interview auf die Frage, wo denn die Probleme lägen: «Ich stehe jedes Mal hier und versuche zu erklären, woran es hapert. Jetzt bin ich hier und ich weiss es nicht.»

Fehler über Fehler

Nach fast vier Monaten Zwangspause bot die Super League ziemlich gute Unterhaltung. Das lag aber vor allem auch daran, dass sich die Spieler den hohen Rhythmus nicht mehr gewohnt waren und deshalb teilweise haarsträubende Fehler produzierten. Das wiederum führte zu Chancen und Toren.

Zum Beispiel so:

Die FCB-Verteidigung lässt Luzern einfach gewähren. Video: SRF

Man darf erwarten, dass in den kommenden Runden das allgemeine Spielniveau wieder etwas ansteigt und dafür das Spektakel zurückgeht.

Luzern ist das Team der Stunde

Seit Fabio Celestini den FC Luzern Anfang Januar übernommen hat, geht es steil aufwärts. In den sechs absolvierten Partien der Rückrunde haben die Innerschweizer noch kein einziges Mal verloren und neben YB (2:0) und St. Gallen (1:0) nun also auch noch den FC Basel geschlagen.

Der FCL kann mit Marius Müller auf einen starken Rückhalt zählen. Unter Celestini haben sich aber auch die Vorderleute des deutschen Keepers endlich gefunden und treffen nun das Tor. So nähern sich die Luzerner mit schnellen Schritten den europäischen Plätzen.

Der Trainer des FC Luzern, Fabio Celestini beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Basel vom Sonntag, 21. Juni 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Fabio Celestini hat beim FC Luzern für eine Trendwende gesorgt Bild: keystone

Der dreifache Nsame

Jean-Pierre Nsame ist der gefährlichste Spieler der Liga. Das hat der Kameruner auch beim Restart gegen den FC Zürich einmal mehr bewiesen. Zwar war das Spiel von Meister YB alles andere als perfekt, lange lag man im Rückstand. Doch die individuelle Klasse von Nsame setzte sich am Ende durch. Gleich drei Mal netzte der 27-Jährige ein und sicherte den Young Boys so doch noch drei Punkte.

Nsame nicht zu stoppen: seine Triplette gegen den FCZ. Video: SRF

Damit hat Nsame nun in 22 Spielen bereits 21 Tore auf dem Konto. Das sind satte zehn Treffer mehr als der nächstbeste Torschütze der Liga, St.Gallens Cedric Itten.

Die Torschützenliste der Super League

  1. Jean-Pierre Nsame (YB) – 22 Spiele, 21 Tore
  2. Cedric Itten (FCSG) – 23 Spiele, 11 Tore
  3. Ermedin Demirovic (FCSG) – 17 Spiele, 9 Tore
  4. Jordi Quintilla (FCSG) – 22 Spiele, 9 Tore
  5. Pajtim Kasami (SIO) – 23 Spiele, 9 Tore

VAR noch im Corona-Schlaf

In der ersten Runde nach vier Monaten Corona-Pause kam der Videoassistent (VAR) noch kein einziges Mal zum Einsatz. Dabei hat es doch die eine oder andere strittige Szene gegeben. Im Spiel gegen St.Gallen forderte Sion gleich mehrfach einen Penalty, bekam diesen aber erst kurz vor Schluss.

Und beim Duell zwischen Luzern und Basel gab es auf beiden Seiten ungeahndete Regelverstösse, bei denen man durchaus auf Penalty hätte entscheiden können. Der VAR blieb dabei aber genauso stumm wie die Pfeife des Schiedsrichters auf dem Platz.

Diverse strittige Strafraumszenen bei Luzern – Basel. Video: SRF

Sion im freien Fall

Wann der FC Sion zum letzten Mal ein Spiel in der Super League gewonnen hat? Am 30. November 2019. Ein 2:1-Sieg über den FC Thun. Gut, das mag jetzt etwas unfair erscheinen, denn da lagen ja noch vier spielfreie Monate dazwischen. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Walliser nun schon acht Pflichtspiele in Serie nicht mehr gewonnen haben.

Sion's headcoach Paolo Tramezzani during the first Super League soccer match after the Coronavirus lockdown, between FC Sion and Sankt-Gallen, at the Stade de Tourbillon in Sion, Switzerland, Saturday, June 20, 2020. To prevent a second wave of Covid-19 infections, the match takes place without spectators. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Wie lange hält sich Tramezzani dieses Mal beim FC Sion? Bild: keystone

Auch mit dem neuen Trainer Paolo Tramezzani wollte den Sittenern gegen St.Gallen wenig bis gar nichts gelingen. Der Italiener, der 2017 schon einmal an Sions Seitenlinie stand, dürfte bereits wieder den Atem von Präsident Christian Constantin im Nacken spüren. Die Walliser rutschen den abstiegsgefährdeten Plätzen immer näher. Das ist dieses Jahr besonders schlecht, denn es droht ...

Gefahr von unten

Lausanne-Sport ist mit 13 Punkten Vorsprung auf das zweitplatzierte Vaduz schon so gut wie Aufgestiegen. Dass die Waadtländer bereits jetzt in der Super League gut mithalten könnten, haben sie bei der äusserst knappen Cup-Niederlage gegen Basel bewiesen. Nun hat sich aber auch ein andere Aufstiegsanwärter eindrucksvoll aus der Corona-Pause zurückgemeldet.

«GC isch jetzt de FC Barcelona!»

Ein watson-Mitarbeiter ist begeistert ob des Auftritts gegen Aarau.

GC fertigte Aarau gleich mit 5:0 ab. Die junge Truppe des neuen Trainers Zoltan Kadar überzeugte mit viel Spielwitz, Tempo und Kaltblütigkeit. Wenn die Hoppers dieses Level halten können und auf den Barrage-Platz klettern, werden sie dem Super-League-Trio mit Sion, Xamax und Thun noch Kopfschmerzen bereiten.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Europas Rekordmeister im Fussball

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

30
Bubble Diese Diskussion wurde geschlossen.
30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jonaman 22.06.2020 17:43
    Highlight Highlight Vor allem in der Bundesliga gibt es immer wieder so haarsträubende VAR-Fehlentscheide, dass dieser wieder abgeschafft gehört!
    Kürzlich kriegte in der Bundesliga Hübner eine rote Karte, weil sein Gegner Hübners Hand in sein eigenes Gesicht schlug und dann ganz theatralisch zu Boden fiel. Das war einfach lächerlich und auf dem Video gut zu sehen, aber der Schiri hatte da Tomaten auf den Augen oder so.
  • dillinger 22.06.2020 16:49
    Highlight Highlight Also bei YB-FCZ war der VAR nicht im Tiefschlaf und kontrollierte die Abseitsstellung vor dem nicht gegebenen Fassnacht-Tor relativ lange würde ich meinen. Wofür man aber den VAR eingeführt hat, wenn man ohne kalibrierte Linien und ohne geeignete Kameraeinstellung nur erahnen kann, ob es überhaupt ein Abseits war oder ob Fassnacht auf der gleichen Höhe war, erschliesst sich mir nicht ganz. Gerade beim Abseits gibt es eigentlich keinen Ermessensspielraum wie bei Fouls im Strafraum, wo die bisherige Linie des Schiedsrichters durchaus einen Einfluss auf die Entscheidung hat.
    • Bullet-Tooth-Joni 22.06.2020 17:13
      Highlight Highlight Und ob Mambimbi oder Fassi das aberkannte Tor gecshossen hat ist ebenfalls nicht ersichtlich gewesen...
    • Jonaman 22.06.2020 17:33
      Highlight Highlight Doch auch beim Abseits ist die Entscheidung nicht klar, da der VAR gar nicht den exakten Moment der Ballabgabe festhalten kann. Schon eine Hundertstelsekunde macht mehrere cm aus, und so knapp die Entscheidung bei Abseits häufig ist kann gar nicht die korrekte Hundertstelsekunde festgehalten werden. Deshalb auch hier nur wenn's ein klarer Fehlentscheid ist das Video anschauen, wenn nicht laufen lassen!
    • Madiba 22.06.2020 17:53
      Highlight Highlight Auch das Abseits hat einen Ermessensspielraum. Und zwar wann das Bild gestoppt wird.

      Denn um den genauen Zeitpunkt bestimmen zu können, müsste mit mehreren Super-slo-mo cams gearbeitet werden... Und auch dann würde es wahrscheinlich noch eine kleine Toleranz geben (genau wie bei der Torlinientechnik).
    Weitere Antworten anzeigen
  • jjjj 22.06.2020 14:36
    Highlight Highlight Sorry GC. Leider kommt Kriens in die Barrage... ;-)
    • Fly Boy Tschoko 22.06.2020 16:27
      Highlight Highlight Glaube nicht, dass dies unmöglich ist. Ich glaube aber kaum, dass Kriens aufsteigen würde, die haben doch nichtmal eine Lizenz beantragt.
      Ich glaube auch nicht, dass das für Kriens Sinn machen würde. Jetzt mal 5 Saisons solide in der Nati B spielen und dann kann man weiterschauen.
    • jjjj 22.06.2020 16:38
      Highlight Highlight aber was wäre, wenn sie auf Rang zwei bleiben und nicht aufsteigen wollen?

      Rückt der nächstbeste der aufsteigen will und kann in die Barrage nach?
    • Kak Attack 22.06.2020 19:06
      Highlight Highlight Kriens hat nach meinen Informationen die SuperLeague-Lizenz beantragt und dann im Rahmen der "Pauschalen Lizenzerteilung aufgrund Corona" auch bekommen ;-)

      Reglementarisch wäre es so, dass die Barrage entfällt, falls der 2. Platzierte nicht aufsteigen dürfte.
      Falls aber der 1. Platzierte nicht aufsteigen dürfte, dann würde der 2. direkt rauf und der 3. Platzierte käme in die Barrage... Schräge Regelung, aber in dieser Saison hinfällig

      Come on Kriens!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phil Wild 22.06.2020 14:08
    Highlight Highlight Von wegen Trendwende durch Celestini beim FCL. Er baut auf dem auf was Häberli bereits geleistet hatte!
  • Eyeore 22.06.2020 13:37
    Highlight Highlight Die Gesiterspiele sind für GC ein Riesenvorteil, sie haben nun in jedem Spiel egal ob zu Hause oder auswärts Heimvorteil!
    • LarsBoom 22.06.2020 23:12
      Highlight Highlight Nicht ganz. Und ohne Zuschauermagnet GC wären wohl Winti und Aarau auch hinter den Grasshoppers.
      Benutzer Bild
  • Troxi 22.06.2020 13:21
    Highlight Highlight Bezüglich der Gefahr von unten, hätte man ruhig noch einen weiteren Punkt anfügen können. Nämlich gibt es ein kleines Team, das den grossen GC und Vaduz mächtig Dampf macht und es ein sehr interessanten Dreikampf um den Barrageplatz im B gibt. Mäge die tolle Entwicklung belohnt werden und zu einem sehr lange nicht mehr gesehenem Stadtderby führen. Hopp Chriens!
  • TanookiStormtrooper 22.06.2020 13:13
    Highlight Highlight Zu Punkt 4:
    Klar Nsame schiesst sehr viele Tore, aber wenn man sieht, dass die nächsten 3 Plätze in der Torschützenliste von Spielern aus SG belegt werden und bei YB lange nichts mehr kommt, ist das eigentlich ein Vorteil für die St.Galler. Die nächsten Wochen werden für die Spieler härter als sonst und man wird wohl öfters rotieren müssen, wenn man nur einen Spieler im Kader hat, der die Tore schiesst könnte es eng werden. Ich glaube nicht, dass Nsame diese Leistung bis zum Ende der Saison durchhalten kann. Torschützenkönig wird er wohl, aber Tore ≠ Siege.
    • Bullet-Tooth-Joni 22.06.2020 14:04
      Highlight Highlight Nun stimmen tut das nur bedingt... YB hat over all 12 verschiedene Torschützen (dabei Moumi mit 5 und Fassi mit 4), Gui und Zuki sind nach langer Verletzungsmisere erst gerade wieder fit, Meschak neu dabei usw.

      Grad alles hängt auch nicht an JP...
    • Zecke 22.06.2020 14:11
      Highlight Highlight Schreibt niemand was anderes …
    • Phallumegaly 22.06.2020 14:25
      Highlight Highlight Schämpu ist ja auch nicht der einzige bei YB, der Fussbal spielen und Tore schiessen kann. Von dem her ist dieser „Vorteil“ von mir aus gesehen nahezu vernachlässigbar!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Illuminati 22.06.2020 12:54
    Highlight Highlight Zu Punkt 2: Teilweise einverstanden.
    Allerdings scheinen einige Teams (zb Luzern, aber auch Zürich trotz Niederlage) körperlich sehr bereit zu sein! Könnte ein grosser Pluspunkt werden, dass diese sehr fit zu sein scheinen.
    St. Gallen war auch bereit, aber klar war auch, dass sie ihr Monsterpressing von vor Corona wohl noch nicht ganz durchziehen mochten. Für den Sieg hatts ja aber trotzdem gut gereicht.
  • Madiba 22.06.2020 12:00
    Highlight Highlight Auch Positiv: Das SRF berichtet endlich auch wieder über die Challenge League. Bitte so beibehalten und jeweils (zumindest kurze) Spielberichte zeigen. Fehlt mir seit Jahren.
    • Glenn Quagmire 22.06.2020 13:16
      Highlight Highlight Würde auch das Interesse gegenüber der ChL fördern
  • Glenn Quagmire 22.06.2020 11:39
    Highlight Highlight Basel zu früh abschreiben ist gefährlich, es sind "nur" 8 Punkte. Die können schnell mal veryoungboyst und verbratwurstet werden. Zumal sich YB und St. Gallen noch gegenseitig Punkte abnehmen werden.
    • Madiba 22.06.2020 12:04
      Highlight Highlight Sehe ich schon auch so, 8 Punkte sind nix. Aber, wenn du den Zustand der Teams betrachtest, eher unrealistisch. Dis hat Fabian Frei's Interview deutlich gezeigt.

      SG und YB sind deutlich stabiler und gefestigter als Team.

      Glaube eher an einen Zweikampf mit dem hoffentlich besseren Ende für meinen FCSG!
    • Entenmann 22.06.2020 12:15
      Highlight Highlight Grundsätzlich einverstanden. Wobei es freilich schwieriger ist, acht Punkte gegenüber zwei Teams wettzumachen als gegenüber einem.
    • Bullet-Tooth-Joni 22.06.2020 12:41
      Highlight Highlight Oder sie verbaselns einfach weiterhin...
    Weitere Antworten anzeigen

Liveticker

Pence sieht trotz Höchstwerte Erfolge beim Kampf gegen Corona ++ BAG meldet 58 neue Fälle

Artikel lesen
Link zum Artikel