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Die gute Moral des FCZ heisst Roko Simic – YB gewinnt gegen GC knapp

FC Zuerichs Roko Simic erzielt das 2:2 gegen FC Luzerns Torhueter Marius Mueller im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und dem FC Zuerich am Samstag, 21. Januar 2023  ...
Roko Simic (zweiter von rechts) rettet mit seinen Toren den FCZ in Luzern.Bild: keystone

Die gute Moral des FCZ heisst Roko Simic – YB gewinnt gegen GC knapp

21.01.2023, 20:1621.01.2023, 22:46
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Luzern – Zürich 2:2

Der 19-jährige kroatische Stürmer Roko Simic, eine Leihgabe aus Salzburg rettet dem FC Zürich ein nicht mehr für möglich gehaltenes Remis.

Nach 77 Minuten ins Spiel gekommen, erzielte Simic nach 89 respektive 93 Minuten das 1:2 und das 2:2 im Auswärtsspiel gegen den FC Luzern. Die Luzerner und ihr Trainer Mario Frick müssen sich über den späten Punktverlust masslos ärgern. Sie hatten den Match die meiste Zeit gut im Griff. Nach dem 1:0 traf der spätere Torschütze Sofyan Chader den Posten, und nach dem 2:0 in der 83. Minute hatten die Innerschweizer zwei gute Möglichkeiten für das 3:0, das die Entscheidung bedeutet hätte.

FC Zuerichs Roko Simic, rechts, und Junior Ligue bejubeln das Tor zum 2:2 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und dem FC Zuerich am Samstag, 21. Januar 2023 in der  ...
Traum-Debüt: Roko Simic traf in seinem ersten Pflichtspiel für den FCZ gleich doppelt.Bild: keystone

Die Innerschweizer hatten das Herbstpensum mit zwei Zu-null-Niederlagen gegen Basel und die Young Boys abgeschlossen. Das Führungstor gegen den FCZ erzielten sie mit etwas Glück, nämlich mit einem umstrittenen, von Max Meyer verwerteten Penalty nach 62 Minuten. Schiedsrichter Fedayi San liess das Spiel weiterlaufen. Erst nach dem Videostudium sanktionierte er ein Foul im Strafraum an Pascal Schürpf.

Nach ihrem desaströsen Saisonstart – kein Sieg, sechs Niederlagen in den ersten zwölf Runden - dürfen die Zürcher den unverhofften Punktgewinn in Luzern als weiteren Schritt auf dem Weg der Gesundung betrachten.

Nach der Pause war der Gehalt des Spiels recht hoch. Das interessante Geschehen der ersten Halbzeit dagegen erschöpfte sich mit zwei Paraden von Zivko Kostadinovic, der in Tor der Zürcher den verletzten Yanick Brecher vertrat.

Luzern - Zürich 2:2 (0:0)
13'979 Zuschauer.
SR San.
Tore: 62. Meyer (Penalty) 1:0. 83. Chader (Schürpf) 2:0. 89. Simic 2:1. 93. Simic 2:2.
Luzern: Müller; Dorn, Burch, Beka, Frydek; Beloko (87. Diambou), Jashari; Dräger (72. Abubakar), Meyer, Schürpf; Chader (84. Klidje).
Zürich: Kostadinovic; Omeragic, Katic, Aliti (77. Kamberi); Boranijasevic, Condé, Dzemaili (57. Krasniqi), Guerrero (88. Rohner); Marchesano (88. Junior Ligue); Tosin, Okita (77. Simic).
Bemerkungen: Luzern ohne Sorgic, Kadak und Rupp (alle verletzt). Zürich ohne Brecher, Santini (beide verletzt) und Afriyie (Aufgebot Nationalmannschaft). 71. Pfostenschuss Chader.
Verwarnungen: 4. Jashari, 38. Guerrero, 61. Condé, 69. Beka, 77. Beloko, nach Spielschluss Dzemaili (Reklamieren).

Grasshoppers – YB 1:2

Die Young Boys starten als klarer Leader der Super League auf überzeugende Art in das Restpensum von 20 Runden. Als klar überlegene Mannschaft gewinnen sie bei den Grasshoppers 2:1. Das Resultat fiel zu knapp aus.

YBs 1:0 fiel nach 38 Minuten zu einer Zeit, als die Grasshoppers das 0:0 in die Pause zu bringen schienen. Der Treffer gehörte zur Hälfte dem langen Stürmer Joël Monteiro. Torhüter André Moreira konnte Monteiros Weitschuss nur mit grösster Mühe und unkontrolliert abwehren. Christian Fassnacht verwertete den Abpraller mit einem Flachschuss durch Moreiras Beine. Das 2:0 nach 78 Minuten war die Produktion zweier eingewechselter Spieler. Kastriot Imeri verwertete mit einem Kunstschuss eine weite Flanke von Meschack Elia.

Die Hoppers kamen in dem für sie sehr enttäuschenden Match nie nahe an einen Punktgewinn heran. Es gelang ihnen praktisch nie, gute Angriffe aufzubauen. Zu mehr als zu einer Halbchance von Christian Herc reichte es vor dem 0:2 nicht. Das Anschlusstor erzielte der kurz vorher eingewechselte Filipe de Carvalho erst in der 94. Minute. In den letzten Sekunden sah Meschack Elia die Rote Karte.

YBs Christian Fassnacht, rechts, jubelt mit Lewin Blum nach seinem Tor zum 0:1 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem BSC Young Boys Bern im Let ...
Christian Fassnacht (rechts) brachte YB in Zürich auf Siegeskurs.Bild: keystone

Die Young Boys haben die mit Abstand meisten Tore (36) in der Super League erzielt. Die Basis für den bisherigen Erfolg der Mannschaft von Trainer Raphael Wicky ist jedoch die Defensive. Die bislang zehn Gegentore in 17 Spielen sind ein Rekord in der Zeit der Super League (ab 2003/04).

Für die Hoppers erstreckt sich die lange Zeit der Sieglosigkeit in den Spielen gegen YB weiter. Seit dem 16. April 2017 konnten sie die Berner nicht mehr bezwingen. Im Letzigrund sind sogar seit August 2016 erfolglos. Fünf Heimspiele in Serie gingen verloren, die letzten zwei (seit GCs Wiederaufstieg) brachten Unentschieden, jetzt folgte wieder eine Niederlage.

Grasshoppers - Young Boys 1:2 (0:1)
5181 Zuschauer. - SR Cibelli.
Tore: 38. Fassnacht (Monteiro) 0:1. 78. Imeri (Elia) 0:2. 94. De Carvalho (Dadaschow) 1:2.
Grasshoppers: Moreira; Seko, Loosli, Ribeiro; Bolla (91. De Carvalho), Abrashi (60. Ndenge), Kawabe, Schmid (60. Hara); Pusic (60. Shabani), Herc (76. Jeong); Dadaschow.
Young Boys: Racioppi; Blum, Lustenberger (88. Amenda), Zesiger, Garcia; Niasse (85. Lauper); Fassnacht, Rieder, Ugrinic (74. Imeri); Monteiro, Nsame (74. Elia).
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Momoh, Morandi und Schettine (alle verletzt). Young Boys ohne Itten (gesperrt), Camara, Von Ballmoos und Rüegg (alle verletzt). 1. Kopfball von Nsame an den Pfosten. 98. Rote Karte gegen Elia. Verwarnungen: 37. Lustenberger, 57. Niasse, 86. Dadaschow, 98. Moreira.

(mom/sda)

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