Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Moenchengladbach's Marcus Thuram, center, celebrates with Moenchengladbach's Denis Zakaria, left and Moenchengladbach's Breel Embolo after scoring his side's opening goal during the German Bundesliga soccer match between Borussia Moenchenglabach and Eintracht Frankfurt in Moenchengladbach, Germany, Sunday Oct. 27, 2019. (AP Photo/Martin Meissner)

Bei Gladbach verzichten die Profis auf einen Teil ihres Lohns. Bild: AP

Gladbach-Spieler verzichten auf Teil des Lohns – auch Löw und Bierhoff machen mit



Die Fussballer von Borussia Mönchengladbach verzichten in den nächsten Monaten auf einen Teil ihres Lohns. Wie die «Rheinische Post» schreibt, soll der Verein dadurch mehr als eine Million pro Monat einsparen. Die Spieler, darunter die vier Schweizer Yann Sommer, Nico Elvedi, Breel Embolo und Denis Zakaria, wollen dadurch den Klub entlasten sowie die Jobs und das Einkommen der übrigen Mitarbeiter sichern.

epa08277197 Moenchengladbach's Lars Stindl (C) celebrates with teammates after scoring the 1-1 equalizer during the German Bundesliga soccer match between Borussia Moenchengladbach and Borussia Dortmund in Moenchengladbach, Germany, 07 March 2020.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Zusammenhalt bei Borussia Mönchengladbach. Bild: EPA

Auch beim DFB machen sie mit

Deutschlands Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff gehen im Zuge der Coronavirus-Pandemie mit gutem Beispiel voran. Gegenüber DFB-Präsident Fritz Keller haben sie ihre Bereitschaft angedeutet, auf einen Teil ihres Lohns verzichten zu wollen. Notfalls müsse der Verband ausserdem für seine Angestellten auch Kurzarbeit anmelden, das schloss Keller nicht aus.

DFB-Pressesprecher Jens Grittner ergänzte am Ende noch, dass der Verband momentan Hilfsprogramme und gezielte Überbrückungshilfen für die Regional- und Landesverbände sowie die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga prüfe. Man könne und dürfe aber satzungsgemäss keine Verluste von Klubs ausgleichen.

Anfang der Woche hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Solidaritätsbeitrag der Fussball-Profis ins Spiel gebracht. Der CSU-Politiker sagte, er fände es in Ordnung, wenn viele der Spieler, «die ganz grosse Gehälter bekommen», ihren Arbeitgebern gegenüber nun etwas zurückhaltender wären.

Auch Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Bundes, hatte sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie für einen Solidaritätsfonds von Topverdienern im Profisport ausgesprochen. «In einer derartigen Krise, wie wir sie jetzt haben, sind unter anderem auch eine hohe Eigenverantwortung und ein hohes Mass an Solidarität gefragt – insbesondere bei den Vorbildern unserer Gesellschaft.»

Vorbild will auch Hans-Joachim Watzke sein. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund hat gemäss dem Magazin «Kicker» eine Reduzierung seines Lohns von einem Drittel vorgeschlagen – so lange der Ball in der Bundesliga nicht rollt.

In Deutschland war schon zuvor eine Diskussion über die Solidarität der Profis entbrannt. Forderungen, wonach hoch bezahlte Spieler in den aktuell schweren Zeiten auf einen Teil ihres Gehalt verzichten sollen, erregen Aufsehen. «Ich fände es in Ordnung, wenn Spieler, die ganz grosse Gehälter bekommen, zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes gegenüber ihrem Arbeitgeber ein bisschen zurückhaltender wären mit dem Geld», sagte Söder der Zeitung «Bild».

«Was Markus Söder gesagt hat, ist das, was viele Menschen denken», sagte Christian Seifert, der Geschäftsführer der Deutschen Fussball Liga. Er wisse «von Klubs, die längst mit ihren Spielern darüber sprechen und vielleicht schon umgesetzt haben. Viele Akteure müssen ihren Beitrag leisten.»

Die Profis haben die Zeichen der Zeit verstanden. Mehr als zwei Millionen Euro hat die deutsche Nationalmannschaft für soziale Zwecke gespendet – und die Fans aufgerufen, sich ebenfalls zu engagieren. «Wir müssen in solchen Zeiten aufeinander schauen. Wir haben uns auch unsere Gedanken gemacht und spenden für einen guten Zweck zweieinhalb Millionen Euro», sagte Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer in einem Instagram-Video der DFB-Auswahl. (zap/abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Diese Promis, Sportler und Politiker haben das Coronavirus

Coronavirus: Wir erklären dir, warum du jetzt wirklich zuhause bleiben musst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

15
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tinu77 19.03.2020 13:17
    Highlight Highlight Gute Sache und finde ich sollte für uns alle gelten.

    Wir haben im Unternehmen jetzt auch einen Fonds eingerichtet für die Menschen, die weniger gut bezahlte Jobs haben aber trotzdem wichtig sind für die Firma (z.B. in der Putzequipe) und teils im Stundenlohn bezahlt sind und jetzt keine Arbeit mehr haben weil die Büros geschlossen sind.

    Ich bin ehrlich, von den exorbitant bezahlten Fussballern habe ich das erwartet, ich als sehr gut bezahlter Angestellter brauchte auch erst einen Gedankenanstoss um das für mich selbst umzusetzen.
  • DocShi 19.03.2020 11:19
    Highlight Highlight Nun, Fifa und Uefa haben doch genug Geld, Sollen die mal was machen. Steuern zahlen die ja auch als Vereine nicht wirklich!
  • FCK NATO PACT 19.03.2020 10:55
    Highlight Highlight Mal schauen ob Ermotti und & auf ihre Löhne verzichten werden 🤔
  • bokl 19.03.2020 10:31
    Highlight Highlight Warum nur vorübergehend? Spieler- / Managerlöhne kürzen und dafür Platzwart und Co. anständig bezahlen. Dann klappt es auch mit dem finanziellen Polster für die nächste Krise.
  • länzu 19.03.2020 09:26
    Highlight Highlight Das würde ich von unserem Sozialarbeiter auch gerne lesen, dass er auf einen Teil seines fürstlichen Salärs verzichtet und den Betrag spendet.
    • felixJongleur 19.03.2020 10:38
      Highlight Highlight WTF? Du bist sicher einer von denen wo immer die andern Schuld sind.
  • Staedy 19.03.2020 09:03
    Highlight Highlight Wann ziehen Shaqiri, Sommer, Xhaka, Seferovic, Zakaria, Schär, Embolo usw. und der Blogschreiber auf Watson Akanji nach?
    • Staedy 19.03.2020 11:05
      Highlight Highlight Danke für die Blitze, im Gegensatz zu euch haben die Gladbacher bereits bewiesen, dass sie Solidarität zeigen. Kennt man bei uns ja nur vom Namen her......BRAVO! Mal schaun, ob dann die grossen Kicker bzw. Lohnempfänger wie Messi, Neymar, Ronaldo oder die in England, Spanien und sonst wo auch ihren Geldbeutel öffnen.
    • Raembe 19.03.2020 11:12
      Highlight Highlight Artikel gelesen?
    • insomnium 19.03.2020 11:25
      Highlight Highlight Wenn Sie den Text gelesen hätten, hätten Sie gesehen, dass Sommer, Zakaria und Embolo unter den Spendern sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Buchstabe I 19.03.2020 08:18
    Highlight Highlight Dass man überhaupt prüfen muss, ob die Frauenliga unterstützt werden soll finde ich einen Skandal. Auch im Fussball sollte man der Gleichberechtigung endlich einzug gewähren.

    GERADE der Fussball, der er doch immer so auf solidarisch macht.
    • Raembe 19.03.2020 11:14
      Highlight Highlight Jain, die Löhne der Männer sind zu hoch. Aber das sie mehr verdienen als die Frauen ist allein durch die Attraktivität des Männerfussballs schon zu erklären.
    • Hayek1902 19.03.2020 11:49
      Highlight Highlight Nein, die Löhne sind nicht zu hoch (wenn gespielt wird), denn millionen schauen jede woche zu und talent ist rar. Finde einen weg, wie herzoperationen vermsrktet werden können und ein millionenpublikum finden, und Herzchirurgen würden das selbe verdienen.

Kommentar

Stadien als Hochsicherheits-Anlagen oder die verkehrte Welt im Bernbiet

Schreiben, was ist. Verzichten wir also auf jede Form der Polemik und schreiben rund um das Verbot von Grossveranstaltungen im Bernbiet einfach, was ist. Wie der Chronist bisher den Besuch der hochgefährlichen Hockeystadien erlebt hat.

Ich war seit der Einführung der Sicherheitskonzepte diese Saison in Langnau, Biel, Bern und Langenthal in den Hockey-Tempeln und im Zürcher Hallenstadion. Ich bin zwischendurch mit der Eisenbahn gefahren, war beim Einkaufen und in verschiedenen Wirtshäusern. Und auf der Lushütte. Aber das nur nebenbei.

Die Viruskrise verändert nach und nach unser Verhalten im Alltag. Lieber kein Gedränge. Gerne ein Sicherheitsabstand zu den Mitmenschen. Nicht zu «wüst» tun. Und bald haben wir uns so an das …

Artikel lesen
Link zum Artikel