Sie hat Mbappé rassistisch beleidigt – Paraguays Regierung stellt Senatorin in den Senkel
Nachdem Frankreich Paraguay im WM-Achtelfinal in einem hart umkämpften Spiel mit fragwürdiger Schiedsrichterleistung bezwungen hatte, entbrannte auf X eine unerwartete Fehde. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla beleidigte den französischen Starstürmer Kylian Mbappé in einer schriftlichen Schimpftirade rassistisch.
Unter anderem bezeichnete sie Mbappé als «kolonialisierten Kameruner, der krampfhaft vorgibt, Franzose zu sein» sowie «neureich, arrogant und hässlich». In einem weiteren Post schrieb sie, dass Mbappé «statt Muttermilch Kokosnüsse ausgesaugt» habe und «das Gebildetste, was er je gehört hat, Schimpansen» gewesen seien.
Auf die rassistischen Beleidigungen der paraguayischen Senatorin hat dann auch Mbappé reagiert. «Sie sind eine verachtenswerte Frau, die ihres Amtes unwürdig ist», schrieb der 27-Jährige auf X. Amarilla repräsentiere Paraguay nicht, da das Land während der WM «Leidenschaft und Ehre versprüht» habe.
Madame Celeste Amarilla,
— Kylian Mbappé (@KMbappe) July 6, 2026
Vous êtes une femme méprisable et indigne de sa fonction.
Vous ne représentez pas le Paraguay, ce pays qui a transpiré la passion et l’honneur tout au long de la compétition. Par votre inconscience et votre racisme décomplexé, le monde entier a déjà… pic.twitter.com/EnYmgQXvPL
«Durch Ihren unverhohlenen Rassismus hat die ganze Welt bereits den historischen Weg und die Anstrengungen vergessen, die Ihre Spieler während dieser Weltmeisterschaft geleistet haben.» Stattdessen stehe im Rampenlicht nun eine «inkompetente Dame, die das schlechteste Bild ihres Landes vermittelt. Ich werde Menschen wie ihr niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der ganzen Welt zu verbreiten», schloss Mbappé.
Regierung verurteilt Amarillas Aussagen
Das wiederum liess Amarilla nicht auf sich sitzen. Die 61-Jährige bezeichnete Mbappé wegen seines verweigerten Handshakes mit dem paraguayischen Torhüter Orlando Gil als «Sohn einer Hure» und drohte dem Franzosen für seine Aussagen rechtliche Konsequenzen an.
Der Grossteil von Amarillas Kolleginnen und Kollegen im paraguayischen Senat scheint nun aber genug zu haben von den verbalen Ausbrüchen ihrer Kollegin. Am Donnerstag hat der Senat eine Motion gegen die Politikerin eingereicht. Während fünf Stunden wurde über das Thema diskutiert. Senatspräsident Basilio Nunez kritisierte Amarillas Aussagen und legte ihr nahe, «einfach mal ruhig zu sein». Nunez ergänzte: «Für mich sind die Posts der Senatorin schrecklich und repräsentieren nicht das Gedankengut der Paraguayer. Wir müssen dem Rassismus die Rote Karte zeigen.»
Am Ende der Diskussion veröffentlichte die paraguayanische Regierung ein offizielles Statement, in dem sie die Äusserungen Amarillas von sich wies und betonte, dass diese keinesfalls repräsentativ für die Regierung und die Einwohner Paraguays seien. (abu)
