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WM 2026: Celeste Amarilla beleidigte Mbappé – Paraguays Senat reagiert

epa13095427 Paraguayan Senator Celeste Amarilla speaks at a press conference in Asuncion, Paraguay, 07 July 2026. Amarilla addressed controversy over her remarks about French footballer Kylian Mbappe  ...
Die paraguayische Politikerin Celeste Amarilla sieht sich starker Kritik ausgesetzt.Bild: keystone

Sie hat Mbappé rassistisch beleidigt – Paraguays Regierung stellt Senatorin in den Senkel

10.07.2026, 07:4310.07.2026, 07:59

Nachdem Frankreich Paraguay im WM-Achtelfinal in einem hart umkämpften Spiel mit fragwürdiger Schiedsrichterleistung bezwungen hatte, entbrannte auf X eine unerwartete Fehde. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla beleidigte den französischen Starstürmer Kylian Mbappé in einer schriftlichen Schimpftirade rassistisch.

Unter anderem bezeichnete sie Mbappé als «kolonialisierten Kameruner, der krampfhaft vorgibt, Franzose zu sein» sowie «neureich, arrogant und hässlich». In einem weiteren Post schrieb sie, dass Mbappé «statt Muttermilch Kokosnüsse ausgesaugt» habe und «das Gebildetste, was er je gehört hat, Schimpansen» gewesen seien.

Auf die rassistischen Beleidigungen der paraguayischen Senatorin hat dann auch Mbappé reagiert. «Sie sind eine verachtenswerte Frau, die ihres Amtes unwürdig ist», schrieb der 27-Jährige auf X. Amarilla repräsentiere Paraguay nicht, da das Land während der WM «Leidenschaft und Ehre versprüht» habe.

«Durch Ihren unverhohlenen Rassismus hat die ganze Welt bereits den historischen Weg und die Anstrengungen vergessen, die Ihre Spieler während dieser Weltmeisterschaft geleistet haben.» Stattdessen stehe im Rampenlicht nun eine «inkompetente Dame, die das schlechteste Bild ihres Landes vermittelt. Ich werde Menschen wie ihr niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der ganzen Welt zu verbreiten», schloss Mbappé.

Regierung verurteilt Amarillas Aussagen

Das wiederum liess Amarilla nicht auf sich sitzen. Die 61-Jährige bezeichnete Mbappé wegen seines verweigerten Handshakes mit dem paraguayischen Torhüter Orlando Gil als «Sohn einer Hure» und drohte dem Franzosen für seine Aussagen rechtliche Konsequenzen an.

Der Grossteil von Amarillas Kolleginnen und Kollegen im paraguayischen Senat scheint nun aber genug zu haben von den verbalen Ausbrüchen ihrer Kollegin. Am Donnerstag hat der Senat eine Motion gegen die Politikerin eingereicht. Während fünf Stunden wurde über das Thema diskutiert. Senatspräsident Basilio Nunez kritisierte Amarillas Aussagen und legte ihr nahe, «einfach mal ruhig zu sein». Nunez ergänzte: «Für mich sind die Posts der Senatorin schrecklich und repräsentieren nicht das Gedankengut der Paraguayer. Wir müssen dem Rassismus die Rote Karte zeigen.»

Am Ende der Diskussion veröffentlichte die paraguayanische Regierung ein offizielles Statement, in dem sie die Äusserungen Amarillas von sich wies und betonte, dass diese keinesfalls repräsentativ für die Regierung und die Einwohner Paraguays seien. (abu)

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    61 Kommentare
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    Die beliebtesten Kommentare
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    Snowy
    10.07.2026 08:37registriert April 2016
    Ein grösseres Eigentor hätte die Frau für ihr Land und für sich selbst kaum schiessen können.

    Widerlicher Rassismus der allerübelsten Sorte - und dann noch von einer Senatorin .
    Im Jahr 2026… !

    Zeigt aber auch wie stark der Rassismus noch immer ist - gerade auch in Schwellenländern wie Paraguay (in Emtwicklungsländern sowieso).

    Stark haben ihr die Kollegen im Parlament die rote Karte gezeigt.
    Unfassbar, dass die Frau derart rassistisch veranlagt ist, und sogar noch nachgelegt hat.
    Von Entschuldigung und Einsicht keine Spur.
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    KratzAmLack
    10.07.2026 09:12registriert März 2023
    Was sagt das über ein Land aus, in dem solche Personen in der Regierung sitzen? In den Senkel stellen reicht hier nicht, ein Ausschluss aus dem Amt wäre angebracht.
    849
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    Panikmache und Doppelmoral
    10.07.2026 08:21registriert Mai 2026
    Die habe ernsthaft 5 Stunden darüber diskutiert!?

    Ein Einreiseverbot für Europa wäre eigentlich angebracht. Aber unsere Politiker sind beschäftigt und müssen Bestechungen von Lobbyisten sammeln.
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