Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIVBILD ZUR AUSSETZUNG ALLER SPIELE DER SUPER LEAGUE UND CHALLENGE LEAGUE FUER DIE KOMMENDEN DREI WOCHEN, AM MONTAG, 2. MAERZ 2020 - Une vue generale vide du stade de la Maladiere, le stade de football du club Neuchatel Xamax FCS le vendredi 28 fevrier 2020 a Neuchatel. La Swiss Football League (SFL) a reagit a l'ordre du Conseil federal et renvoie tous les matches de la 24eme journee de Super League et de Challenge League de ce week-end, en raison du risque de propagation du coronavirus. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Minestens drei Wochen steht der Spielbetrieb in der Super League still. Bild: KEYSTONE

Super League pausiert bis zum 23. März: «Geisterspiele würden Klubs vor Probleme stellen»



Die Meisterschaften der Super League und Challenge League ruhen wegen des Coronavirus mindestens auch an den nächsten zwei Wochenenden. Dies entschieden die 20 Klubs der Swiss Football League (SFL) bei ihrer ausserordentlichen Versammlung in Bern.

Wenn das vorerst bis am 15. März geltende Veranstaltungsverbot, das der Bundesrat am letzten Freitag verhängt hat, nicht verlängert wird, findet die nächste Runde in der Super League und in der Challenge League am 21./22. März statt.

SFL-CEO Claudius Schäfer:

«Wenn der Bundesrat die Massnahme vor oder am 15. März aufhebt, dann wird auch ab dann wieder gespielt, dann wird die Pause nicht künstlich verlängert bis zur Nationalmannschafts-Pause.»

Bereits am letzten Freitag waren die 24. Runde vom vergangenen Wochenende sowie die Cup-Viertelfinals von dieser Woche verschoben worden. Bis und mit dem Wochenende vom 14/15. März werden nun zwei weitere Runden nach hinten verlegt.

Schäfer erklärt, wieso sich die SFL für die Verschiebung der Spiele entschieden hat. Video: SRF

Zusätzlich erschwert wird die Terminfindung dadurch, dass Liga-Partien gemäss der UEFA nicht zeitgleich mit Europacup-Spielen stattfinden dürfen. Schäfer: «Ich habe sofort bei der UEFA angemeldet, dass diese Regelung ausser Kraft gesetzt wird.»

SFL-CEO Claudius Schäfer:

«Wir sind darauf angewiesen, dass uns Klubs, Behörden und Stadionbetreiber dann entgegenkommen. Wird das Verbot nicht über den 15. März hinaus verlängert, wird die Meisterschaft unmittelbar wieder aufgenommen. Unser oberstes Ziel ist, dass die Saison zu Ende gespielt wird.»

Die Klubs entschieden sich aus wirtschaftlichen Gründen, und auch weil zum jetzigen Zeitpunkt noch genügend Termine zur Verfügung stehen, gegen Geisterspiele. Offenbar haben ausserdem einzelne Kantone signalisiert, dass sie Geisterspiele verbieten würden, wie SFL-Geschäftsführer Claudius Schäfer an einer Medienkonferenz sagte.

SFL-CEO Claudius Schäfer:

«Die Matcheinnahmen machen einen sehr hohen Teil der Einnahmen aus, je nach Klub über 40 Prozent. Geisterspiele würden die Klubs sehr schnell vor finanzielle Probleme stellen. Und es gibt den emotionalen Teil: Wer will Spiele ohne Fans? Wir haben es im Eishockey gesehen, das ist eine triste Angelegenheit. Wir wollen das wenn möglich verhindern.»

Gemäss Schäfer müsse die Situation für die Wiederaufnahme der Meisterschaft im Auge behalten und proaktiv geplant werden. Sollte das Veranstaltungsverbot bis in den April hinein aufrechterhalten werden, müsste auch die Option von Geisterspielen nochmals geprüft werden.

Quality Repeat: Claudius Schaefer, CEO Swiss Football League SFL, informiert waehrend einer Medienkonferenz ueber das weitere Vorgehen in den Fussball-Meisterschaften als Folge des Coronavirus, am Montag, 2. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Claudius Schäfer erklärt in aller Ruhe, wie die SFL weiter vorgeht. Bild: KEYSTONE

Noch weiter in die Zukunft will Schäfer aber nicht schauen: «Was würde es bedeuten, wenn wir im April den Spielbetrieb nicht wieder aufnehmen können? Wenn wir die Meisterschaft abbrechen müssen? Wie soll über Auf-/Abstieg entschieden werden? Aber da sind wir noch nicht so weit, dass wir dazu etwas sagen können.» Klar ist nur, dass die Meisterschaft aufgrund der Vorbereitung auf die EM-Endrunde spätestens am 31. Mai beendet sein muss.

Schäfer graut es vor der Zukunft:

«Es ist eine unglaublich schwierige Situation für die Liga und die Klubs. Denn wenn wir Ende März nicht wieder normal beginnen können, dann kommen die ganz schwierigen Fragen. Wenn wir plötzlich Quarantänefälle in einer, zwei oder drei Mannschaften haben, wird die Frage akut, ob wir die Meisterschaft überhaupt zu Ende spielen können.»

Die SFL und die 20 Klubs aus der Super und Challenge League werden bereits am 13. März ein weiteres Mal zusammensitzen. Eigentlich sollte dabei über eine allfällige Modusänderung entschieden werden sollen. «Grundsätzlich wird entschieden», erklärt Schäfer mit Verweis auf das Wort «grundsätzlich». Gut möglich, dass das Coronavirus der Modusdiskussion aber die Show stiehlt. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Spiele in leeren Fussball- und Eishockey-Stadien

Chefsache: Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

20
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Super8 03.03.2020 11:13
    Highlight Highlight Als Mann sind das harte Zeiten. Wie soll Mann ohne Fussball und Eishockey diese Tage bloss ertragen.

    ;-)
  • pluginbaby 02.03.2020 21:59
    Highlight Highlight Und wenns dann wieder geht gibts nur noch englische Wochen? Na Prost an die Gesundheit der Spieler 🙈

    Aber klar, Gewinn ist wichtiger als die Gesundheit der Angestellten...
  • der prophet 02.03.2020 21:02
    Highlight Highlight die schweizer fussballstadien sind extrem schlecht ausgelastet. das heisst viele clubs verdienen auch mit fans schon sehr wenig. ohne fans wird es dann schnell kritisch was die finanzen anbelangt. im hockey sieht es da besser aus. die auslastung ist prozentual viel höher.
  • Itallion 02.03.2020 21:00
    Highlight Highlight Probleme, höchstens Finanzielle für kurze Zeit. Hooligans Probleme dafür keine....
  • Bavaria 02.03.2020 20:50
    Highlight Highlight Der ganze Hype mit diesem Virus beruft sich auf lauter willkürliche Zahlen...keine Massenversammlungen ab 1000 Personen und Normalbetrieb ab Mitte März...das ist doch lächerlich in einem Land, indem wir den Virus im Griff haben (zudem noch so klein ist im Vergleich zum Verursacherstaat).

    Wenn man bedenkt, dass in gewissen Drittweldländern Krieg herrscht und trotzdem ein normaler Alltag stattfindet, sollten wir uns verwöhnte Schweizer schämen, dass wir so eine Panik verursachen - gesunder Menschenverstand wäre da wieder Mal angebracht...
  • Hier Name einfügen 02.03.2020 19:24
    Highlight Highlight Ist die Ansteckungsgefahr in einem vollbesetzten Zug nicht ungleich höher als in einem offenenen Stadion?
    Dieses ganze Theater ist doch einfach nur noch lächerlich.
    • Darkside 02.03.2020 22:40
      Highlight Highlight Polemisch gesagt: Vergnügen, Freizeit und Ablenkung wird ohne zu zögern verboten, pendeln und schuften sollen wir aber ungeachtet der Ansteckungsgefahr. Nur um ein Beispiel zu nennen: Mein Arbeitskollege ist A-Junioren Fussballtrainer. Alle Spiele wurden wie bei den Profis abgesagt, bzw. verschoben. Obwohl da, auf offenen Plätzen, maximal 50 Nasen dabei sind. Dass er aber zweimal pro Tag, in komplett überfüllten Zügen, über 30 Minuten pro Weg zur Arbeit pendeln muss ist dann aber kein Problem... Unsere Regierung ist nur eine Marionette der Wirtschaft, aber auch das ist ja nichts neues. FTS!
  • Darkside 02.03.2020 19:18
    Highlight Highlight Wieso sollten die Kantone Geisterspiele verbieten? Es ist sowieso ein Witz, dass wieder jeder Kanton meint ein eigenes Süppchen kochen zu müssen was die Anzahl Besucher an zu verbietenden Anlässen betrifft. Sowas muss doch auf Bundesebene geregelt werden und für alle gelten.
  • Baumi72 02.03.2020 18:55
    Highlight Highlight Frage:

    Am Bahnhof Zürich zum Beispiel, verkehren über 400‘000 Zugreisende. Täglich. Am Bahnhof Bern 200‘000.

    Wäre es da nicht sicherer, sich an einem Fussballspiel mit 18’000 Leuten aufzuhalten?
    • xlt 02.03.2020 21:08
      Highlight Highlight Die Dauer des Aufenthaltes ist entscheidend. Und die ist am Bahnhof doch deutlich kleiner.
    • Baumi72 02.03.2020 23:26
      Highlight Highlight Kein Argument.... Ich weiss ja nicht wie Du's hast. Aber ich lümmle selten "einfach so" am Bahnhof umher. Ich fahre irgendwo hin. Und da werde ich über eine längere Zeit jemanden vis-a-vis haben.
  • Johnny_Hoeks 02.03.2020 17:40
    Highlight Highlight Werden die Fussballer jetzt in die Ferien geschickt?
    • gunner 02.03.2020 20:16
      Highlight Highlight Ich hoffe magnin ist schon am packen für ein bevorstehendes, ausserordentliches trainingslager. Obs was nützt ist eine andere frage. Möge diese pause möglichst gut genutzt werden.
      Aber toll dass hier so entschieden wurde, auf geisterspiele hat nun wirklich niemand bock.
  • pnao 02.03.2020 17:26
    Highlight Highlight Wie siehts mit dem EL-Heimspiel Basel-Frankfurt aus?
    • Mr Kakapopoloch 02.03.2020 18:49
      Highlight Highlight Wird wohl ohne Zuschauer stattfinden, ausser das Verbot für Grossveranstaltungen wird bis dann aufgehoben, was nicht sehr warscheinlich wirkt.
    • DerRaucher 02.03.2020 20:04
      Highlight Highlight Wird wahrscheinlich ein Geisterspiel. Glaube kaum das man sich es europäisch leisten kann das Spiel abzusagen während überall anders gespielt wird.
  • OhneMich 02.03.2020 15:00
    Highlight Highlight Hoffentlich erlaubt der SFV die Amateur spiele wieder.
    Vermisse den Sport :(
  • DrLecter 02.03.2020 14:05
    Highlight Highlight Absolut nachvollziehbarer Entscheid und im Moment sicher die pragmatischste Lösung, gut gemacht!
  • Son Doku 02.03.2020 13:49
    Highlight Highlight Guter Entscheid. Abwarten und Tee trinken, und hoffen das es besser wird👍
  • Ig nid är 02.03.2020 13:49
    Highlight Highlight Wann gibts die Watson-Einsicht in die Whatsapp Gruppe der NL-Vereine?

Hühnerhaut garantiert: Hoarau verabschiedet sich mit Büne-Huber-Duett von den YB-Fans

Nach sechs Jahren in gelb und schwarz ist die Zeit des Abschieds gekommen. Guillaume Hoarau hat die Berner Young Boys nach drei Meistertiteln in Folge verlassen. Just an dem Tag, an dem seine Unterschrift beim FC Sion bekannt wird, verabschiedet er sich in den sozialen Medien von den YB-Fans.

Mit Patent-Ochsner-Frontmann Büne Huber hat der Stürmer ein Duett aufgenommen. «Gäub und Schwarz» heisst die angepasste Version von «Scharlachrot» und richtet sich direkt an die Fans des Schweizer …

Artikel lesen
Link zum Artikel