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Super League: GC-Rettung wäre etwas Einmaliges

Grasshopper Goalie Heinz Lindner, links, und Cedric Zesiger, nach dem Fussballspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Thun, am Samstag, 20. April 2019, im Stadion Letzi ...
GC taumelt scheinbar ungebremst dem Abstieg entgegen.Bild: KEYSTONE

Eine GC-Rettung wäre etwas Einmaliges – doch drei Umstürze geben leise Hoffnung

26.04.2019, 20:3926.04.2019, 20:39

Trotz eines Rückstands von neun Punkten vor den letzten sechs Runden nicht abzusteigen – das hat in den 15 Saisons der Super League noch kein Tabellenletzter geschafft. Sollten die Grasshoppers den Kopf aus der Schlinge ziehen, wäre dies etwas Einmaliges.

Der Abstieg des Rekordmeisters wäre der spektakulärste Abstieg im Schweizer Fussball, spektakulärer noch als der Doppelabstieg des FC Basel und des FC Zürich vor 31 Jahren. Denn GC ist das mit Abstand dienstälteste Mitglied im Oberhaus. Die Zürcher stiegen vor 60 Jahren ab und zwei Jahre später auf. Seither sind sie oben. Noch ist der Fall in die Challenge League nicht besiegelt. Aber welche Hoffnung gibt es noch?

Die Tabelle:

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bild: screenshot srf

Alles, wirklich alles spricht gegen die Mannschaft von Trainer Uli Forte. Sogar der Spielkalender: Die Hoppers müssen als einzige Mannschaft der Liga in den verbleibenden sechs Runden viermal auswärts spielen. Mit nur acht Punkten aus 14 Spielen (1 Sieg, 5 Unentschieden) sind sie auf fremden Plätzen die mit Abstand schwächste Mannschaft.

Restprogramm von Xamax und GC:

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bild: screenshot srf

Der Strohhalm der Hoppers heisst Neuchâtel Xamax. Neun Punkte beträgt der Rückstand. Jedoch: Die Leistungsvektoren der beiden Mannschaft müssten ab sofort in die Gegenrichtung zielen, damit GC noch eine Chance hätte. Seit Stéphane Henchoz das Szepter übernommen hat, haben die Xamaxiens aus 11 Spielen 19 Punkte akquiriert.

Die Neuenburger sind in diesem Abschnitt der Saison die drittbeste Mannschaft (nach YB und Basel), die Grasshoppers mit 6 Punkten (0 Siege, 6 Remis) dagegen die schlechteste. Für die mindestens drei Siege, die sie noch bräuchten, müssten Fortes Spieler vermutlich eine Reihe von Toren schiessen. In den letzten elf Runden brachten sie es auf 0.58 Tore pro Spiel. Sie müssten die Produktion bestimmt verdoppeln, wenn sie die Siege einfahren wollen.

Grasshopper Trainer Uli Forte, rechts, spricht mit Aimery Pinga im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Thun im Letzigrund, am Samstag, 20. Ap ...
Tore, GC braucht dringend Tore!Bild: KEYSTONE

Drei Umstürze als leise Hoffnung

Auch die Statistik scheint die Grasshoppers schon jetzt zu verurteilen. In der Geschichte der Super League ist es – ironischerweise – nur Neuchâtel Xamax gelungen, trotz eines beträchtlichen Rückstands vor den letzten sechs Runden nicht abzusteigen. Im Frühling 2006 lagen die Neuenburger sieben Punkte hinter dem damaligen Drittletzten Yverdon. Zuletzt liessen sie die Waadtländer um einen Punkt hinter sich. Xamax machte damals also acht Punkte gut.

Die zweite erwähnenswerte Aufholjagd gelang dem FC Vaduz 2016. Die Liechtensteiner lagen nach 30 Runden vier Punkte hinter dem FC Zürich und verwiesen diesen zuletzt um zwei Punkte auf den Abstiegsplatz. Vaduz verbesserte sich also gegenüber dem FCZ um sechs Punkte.

Die Zuercher Spieler zeigen Enttaeuschung nach dem Super League Fussballspiel zwischen dem FC Zuerich und dem FC Vaduz im Letzigrund, am Mittwoch, 25. Mai 2016 in Zuerich. Der FCZ steigt zum ersten Ma ...
Vor drei Jahren: Vaduz blieb oben, der FCZ musste runter.Bild: KEYSTONE

Einen Umsturz schaffte auch Aarau 2007. Die Aargauer lagen allerdings nach 30 Runden nur gerade einen Punkt hinter Schaffhausen – und zuletzt einen Punkt vor Schaffhausen. In allen übrigen Saisons der 2003 eingeführten Super League war der Letzte nach 30 Runden auch der Letzte nach 36 Runden. (pre/sda)

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