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Tiger Woods: «Mein oberstes Ziel ist es, alleine laufen zu können»

FILE - In this Feb. 23, 2021, file photo, a crane is used to lift a vehicle following a rollover accident involving golfer Tiger Woods, in the Rancho Palos Verdes suburb of Los Angeles. The Los Angele ...
Das schwer beschädigte Wrack nach dem Unfall, den Woods Ende Februar hatte.Bild: keystone

Tiger Woods nach Raser-Unfall: «Mein oberstes Ziel ist es, alleine laufen zu können»

Tiger Woods dürfte weit über 46 Jahre alt sein, wenn er ins Wettkampfgolf zurückkehrt. Falls er überhaupt zurückkehrt. Während seiner schwierigen Rehabilitation dämpft er alle Erwartungen der Öffentlichkeit.
28.05.2021, 08:1628.05.2021, 14:01

Der Superstar gab dem renommierten amerikanischen Golfmagazin «Golf Digest» das erste längere Interview nach dem schweren Verkehrsunfall Ende Februar in Los Angeles, bei dem er am rechten Bein gravierende Verletzungen erlitt. Woods brach sich das Schienbein und das Wadenbein, und er zog sich komplizierte Brüche im Fuss und im Fussgelenk zu.

Operation und Rehabilitation kennt Tiger Woods wie kein Zweiter. Knieoperationen und Rückenoperationen zuhauf beeinträchtigten die Karriere des weltbesten Golfers ab 2008. Dennoch sagt er: «Der Unfall und was ich jetzt erlebe, ist schmerzhafter als alles, was ich früher mitgemacht habe.» Und die jetzige Reha komme so zäh und schleppend voran wie keine zuvor.

Auch deshalb spricht Woods nicht vom Zeitpunkt eines Comebacks. «Die Physiotherapie hält mich auf Trab. Ich mache jeden Tag meine Übungen und konzentriere mich im Moment auf mein oberstes Ziel: alleine laufen. Ich mache einen Schritt nach dem anderen.»

Oberkörper- statt Golf-Training

Bei der Art der Verletzungen im Fuss dürfte es erstaunlich sein, wenn Woods beispielsweise schon auf das erste Majorturnier 2022, das US Masters in Augusta im April, zurückkehren würde. Der rechte Fuss erfährt bei einem Golfschwung – erst recht bei einem sehr dynamischen wie dem von Woods – eine hohe Belastung, vor allem durch eine Torsion, durch ein Abdrehen zur Seite. Selbst kleine Beeinträchtigungen könnten es dem Spieler verunmöglichen, nach seinen Gewohnheiten und normalen technischen Abläufen zu spielen.

Aufgrund dieser Tatsachen würde es realistisch erscheinen, dass Woods erst viel später in der Saison 2022 ins Turniergolf einsteigen würde. Die lange Zeit der golferischen Untätigkeit nutzt Woods, wie er in dem Interview sagte, mit ausgedehntem, konsequentem Training des Oberkörpers. Er sprach im Scherz vom einen Bild, das ihn an Krücken am US Masters im April zeigt: «Die Krücken lassen meine Schultern mächtig aussehen.» (ram/sda)

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