Sport
International

Missbrauch im US-Frauenfussball «tief verwurzelt»

Missbrauch im US-Frauenfussball «tief verwurzelt»

04.10.2022, 09:0104.10.2022, 15:44
FILE - United States players wear a sweater with the slogan "Black Lives Matter" and most take the knee as the national anthem is played prior to the international friendly women's socc ...
Fussballerinnen des US-Nationalteams.Bild: keystone

Sexueller Missbrauch im nordamerikanischen Frauenfussball ist laut einer unabhängigen Untersuchung systembedingt. Betroffen sind mehrere Teams und Spielerinnen.

In der National Women's Soccer League (NWSL) sei Missbrauch «tief verwurzelt». «Er normalisiert verbal missbräuchliches Coaching und verwischt die Grenzen zwischen Trainern und Spielerinnen», schrieb die ehemalige US-Generalstaatsanwältin Sally Q. Yates in ihrem Untersuchungsbericht.

Die Untersuchung war eingeleitet worden, nachdem die ehemaligen Spielerinnen Sinead Farrelly und Mana Shim Vorwürfe gegen den Trainer der Carolina Courage, Paul Riley, wegen Belästigung und sexueller Nötigung erhoben hatten. Riley wurde anschliessend entlassen.

In der Folge wurde bekannt, dass Verantwortliche der NWSL Hinweise darauf ignoriert und unter den Teppich gekehrt hatten. Liga-Chefin Lisa Baird trat zurück. Es wurde deutlich, dass das Problem weitverbreitet ist. Fünf von zehn Trainern in der NWSL wurden wegen Vorwürfen von Fehlverhalten entweder entlassen oder traten zurück. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
SFV-Präsident Knäbel will nach Fall Xhaka klare Leitplanken für Nati-Stars
Das 3:0 in Nordmazedonien zeigt: Sportlich hat die Schweiz die turbulenten Tage erstaunlich gut weggesteckt. Doch während auf dem Rasen vieles stimmt, kündigt SFV-Präsident Peter Knäbel eine Aufarbeitung an. Und es stellt sich die Frage, weshalb der Verband erst jetzt seine Leitplanken definieren will.
Die Szenerie stimmt nachdenklich: Das erste Länderspiel im Herbst steht bevor. Eine neue Kampagne. Viel Hoffnung. Und hat das Land nicht erst vor zweieinhalb Monaten den ersten WM-Viertelfinal der Neuzeit erlebt und nach dem bitteren Aus gegen Argentinien gemeinsam Tränen der Enttäuschung vergossen? Aber statt Aufbruch und Glücksgefühle ist da: Krise. So sehr, dass sich Peter Knäbel, Präsident des Schweizerischen Fussballverbands, genötigt fühlt, zu Beginn der Übertragung Nordmazedonien-Schweiz auf SRF eine Rede zur «Lage der Nation» zu halten.
Zur Story