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Chinesen sind weiter sauer auf Mbappé – Meme-Schöpfer tut es leid

Nach Mao-Meme-Skandal: Mbappé-Werbung in China wird überklebt.
Eine Mbappé-Werbung in China wird überklebt. Bild: screenshot reddit

China bleibt gegenüber Mbappé weiterhin hart – Meme-Schöpfer tut es leid

29.10.2026, 10:5329.10.2026, 10:53

Die Aufregung in China rund um Fussball-Superstar Kylian Mbappé geht weiter. Nach dem Spieler und der spanischen Liga hat sich gestern auch Real Madrid offiziell beim chinesischen Volk entschuldigt. All dies, weil Mbappé erklärte, dass sein Lieblings-Meme eines sei, bei dem sein Gesicht auf den Körper von Mao Zedong montiert wurde. Mbappé sprach nicht explizit vom ehemaligen chinesischen Staatschef, sondern sagte einfach, dass es sich dabei um «einen Typen, ich glaube, einen chinesischen Diktator» handle.

Diese Aussage – aus einem mehrere Monate alten Video – löste in China derart grosse Empörung aus, dass gleich drei chinesische Sponsoren die Zusammenarbeit mit dem Franzosen sofort beendeten. Gemäss einem Bericht der französischen Zeitung «L'Équipe» belaufe sich der Wert dieser Verträge auf fast sieben Millionen Euro jährlich. Die Chinese Media Group, die auch das chinesische Staatsfernsehen China Central Television (CCT) beinhaltet, kündigte an, sämtliche La-Liga-Spiele und Werbungen mit Mbappé per sofort nicht mehr auszustrahlen, bis sich Liga, Klub und Spieler ausreichend entschuldigt haben.

Nun sind diese Entschuldigungen erfolgt, scheinen China aber noch nicht zufriedenzustellen. Zumindest gibt es aus dem Reich der Mitte noch keine Meldungen, wonach die Mbappé-Verbannung wieder aufgehoben ist. Stattdessen kursieren im Internet Bilder und Videos von Mbappé-Werbungen, die überdeckt wurden, von Trinkflaschen, deren Mbappé-Etikett abgerissen wurde, oder auch von einzelnen Chinesen, die ihre Mbappé-Trikots anzünden oder Werbefiguren des Franzosen zerstören.

Meme-Schöpfer: «Wenn du mich verklagst, bin ich ruiniert»

Das Meme, das Mbappé in die Bredouille gebracht hat, ist ein einminütiges Video, in dem das Gesicht des Fussballers mit Deepfakes auf diverse Fotos von Mao Zedong montiert wurde. Als Schöpfer des Videos gilt ein X-Account mit dem Namen @frenchaicovers. Nachdem die Krise mit China losging, schrieb er auf Twitter: «Ich stehe auf und sehe, dass ich einen diplomatischen Vorfall ausgelöst habe. Wenn du mich verklagst, Mbappé, dann bin ich finanziell ruiniert.»

Dieser User gilt als Schöpfer des Mbappé-Mao-Memes.

Mittlerweile hat er gegenüber der französischen Fussballplattform «So Foot» auch Auskunft gegeben. Er habe sich schon gefragt, ob das Video für ihn rechtliche Konsequenzen haben könnte. Aber er habe sich erkundigt und mache sich nun keine Sorgen mehr. Er sagte auch: «Es tut mir Leid, was nun mit Mbappé passiert. Niemand hatte böse Absichten und ich habe nicht erwartet, dass es jemals dieses Ausmass erreicht.» (abu)

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