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Nach SUV-Crash: Woods plädiert auf unschuldig

Nach SUV-Crash: Woods plädiert auf unschuldig

US-Golfstar Tiger Woods hat nach seinem Autounfall in Florida auf nicht schuldig plädiert.
01.04.2026, 05:0801.04.2026, 05:08

Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, über die US-Medien berichteten. Zuvor war bekanntgeworden, dass der 50-Jährige gegenüber der Polizei die Einnahme von Schmerzmitteln und die Benutzung eines Handys angegeben haben.

Golfer Tiger Woods stands by his overturned vehicle in Jupiter Island, Fla., on Friday, March 27, 2026. (AP Photo/Jason Oteri)
APTOPIX Tiger Woods Crash Golf
Tiger Woods baute einen Unfall mit seinem SUV.Bild: keystone

Nach übereinstimmenden Medienberichten sagte Woods bei der Vernehmung, dass er kurz auf sein Handy geschaut und den Radiosender in seinem Auto gewechselt habe, bevor er mit seinem Geländewagen den Anhänger eines anderen Fahrzeugs streifte und sich mit seinem Wagen überschlug. Zudem soll er auf die Frage der Beamten, ob er verschreibungspflichtige Medikamente einnimmt, geantwortet haben: «Ich nehme ein paar.»

Woods war am Freitag wenige Stunden nach seiner Festnahme wegen Drogenverdachts auf Kaution aus dem Gefängnis von Martin County freigelassen worden. Ein Atemalkoholtest habe zwar einen Wert von null angezeigt. Einen Urintest habe der 15-malige Major-Sieger aber nicht machen wollen. Er sei wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt worden. Woods' erste Gerichtsverhandlung soll für dem 23. April angesetzt sein.

Beamte stellten «mehrere Anzeichen von Beeinträchtigung» fest

Die Beamten beschrieben in ihrem Bericht Woods' Zustand nach dem Unfall als «lethargisch». Er habe stark geschwitzt, als er auf dem Rücksitz eines Fahrzeugs mit kühler Klimaanlage befragt wurde. Die Beamten stellten im Gespräch mit Woods «mehrere Anzeichen von Beeinträchtigung» fest. «Woods bewegte sich träge und langsam», heisst es im Polizeibericht weiter. Auch von geröteten Augen und glasigem Blick beim Golfstar war die Rede.

Während der Untersuchungen zur Fahrtüchtigkeit habe Woods aufmerksam und kooperativ gewirkt, musste aber wiederholt an die Anweisungen erinnert werden. Nach Einschätzung der Beamten soll Woods nicht in der Lage gewesen sein, ein Kraftfahrzeug sicher zu führen, heisst es in der eidesstattlichen Erklärung. Bei der Durchsuchung des Golfstars wurden zwei weisse Tabletten in seiner Hosentasche gefunden und als Beweismittel sichergestellt. Dabei soll es sich um ein starkes Schmerzmittel gehandelt haben.

Der Vorfall erinnert an ein Ereignis aus dem Jahr 2017, als Woods ebenfalls in Florida wegen des Verdachts auf Drogenmissbrauchs am Steuer festgenommen wurde. Das Polizeifoto des schwer gezeichneten Golfstars schockte damals die Öffentlichkeit. Woods begab sich danach in stationäre Behandlung.

Zuletzt Gerüchte um Masters-Comeback

Woods hatte zuletzt Gerüchte um ein Comeback bei dem ab dem 9. April stattfindenden Masters in Augusta befeuert. Der 50-Jährige hatte nach zahlreichen Operationen und einer langen Verletzungspause am vergangenen Dienstag in der neuen Indoor-Liga Tomorrow's Golf League für Aufsehen gesorgt, als er dort überraschend einige Schläge machte. Mit dem Blick auf das Masters sagte er: «Ich möchte spielen, ich liebe das Turnier.» (sda/dpa)

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