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US-Freestyler kritisiert MAGA an Olympia: Trump-Freund wird ausfällig

Hunter Hess äussert sich deutlich zur Politik in seinem Herkunftsland.Video: watson/X

US-Freestyler kritisiert MAGA-Politik an Olympia: Trump-Freund wird ausfällig

Ein US-Athlet äussert sich deutlich zur aktuellen politischen Lage in seiner Heimat. Die Reaktion eines Politikers fällt derb aus.
08.02.2026, 05:3708.02.2026, 05:37
David Digili / t-online
Ein Artikel von
t-online

Mit derber Sprache hat ein US-Politiker auf die Kritik eines Sportlers an der derzeitigen Regierung der Vereinigten Staaten reagiert. «Sei still und geh im Schnee spielen», schrieb Tim Burchett am Samstag bei X. Der Republikaner vertritt den US-Bundesstaat Tennessee im Repräsentantenhaus des Landes und gilt als leidenschaftlicher Unterstützer der Politik von US-Präsident Donald Trump.

House Oversight Committee member Rep. Tim Burchett, R-Tenn., comments to reporters after former President Bill Clinton and his wife, former Secretary of State Hillary Clinton, refused to appear for a  ...
Hat er sich die respektvolle Ausdrucksweise von seinem Chef abgeschaut? US-Senator und Trump-Unterstützer Tim Burchett.Bild: keystone

Mit seiner rüden Reaktion äusserte sich der 61-Jährige auf Sätze von Hunter Hess. Der Ski-Freestyler hatte auf einer Pressekonferenz reflektiert über die aktuellen Vorgänge in seinem Heimatland gesprochen: «Es erzeugt in mir gemischte Gefühle, die USA aktuell zu vertreten», sagte Hess.

«Nur, weil ich die US-Flagge trage, bedeutet das nicht, dass ich für alles stehe, das gerade in den USA passiert.»

Grund genug für Burchett und auch den MAGA-Influencer Benny Johnson, Hess rüde anzugreifen. «Die woke Wertevermittlung bei den Olympischen Spielen fängt schon an», entfuhr es Johnson mit Schaum vor dem Mund. Burchett als auch Johnson verfuhren dabei nach dem für das Trump-Lager in den USA längst üblichen Motto: Meinungen werden nur akzeptiert, wenn sie dem verqueren Gedankengut der MAGA-Bewegung entsprechen.

Video: watson/X

Auch Vonn zeigte sich schon besorgt

Dabei hatte Hess nur in klaren Worten seine Meinung zur aktuellen Lage geäussert, wie andere Persönlichkeiten aus dem US-Aufgebot auch. Unter anderem hatte auch Ski-Star Lindsey Vonn über die Geschehnisse in den USA gesprochen und sich besonders besorgt zu den Vorgängen in ihrem Heimat-Bundesstaat Minnesota geäussert.

«Ich habe Familie und Freunde in Minnesota, wo ich aufgewachsen bin.» Sie denke schweren Herzens an all die Menschen zu Hause, so die 41-Jährige auf einer Pressekonferenz vor Beginn der Spiele. In Minneapolis waren bei Einsätzen von ICE-Beamten eine Frau und ein Mann erschossen worden. Dies hatte zahlreiche weitere Protestaktionen ausgelöst, auch weil die US-Regierung zunächst über den Hergang der Vorfälle gelogen hatte.

«Ich glaube, das Beste, was ich tun kann, ist, genau das zu tun, was ich gesagt habe: aufrecht zu bleiben, Hoffnung zu haben und der Welt zu zeigen, was Amerika ist, wer wir als Menschen sind, denn wir sind mehr als das, was gerade passiert», sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 in Vancouver.

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82 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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banda69
08.02.2026 06:19registriert Januar 2020
Soviel zur hoch angepriesenen Meinungs- und Redefreiheit der Rechtspopulisten. Und ja. Rechtspopulisten sind brandgefahrlich und schaden.

Immer.
Und überall.
Und das nachhaltig.
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Hernd Böcke
08.02.2026 05:58registriert Juni 2017
Freedom of speech.
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Korrektorat
08.02.2026 07:52registriert Januar 2025
«Die woke Wertevermittlung bei den Olympischen Spielen fängt schon an»

Lustig, die Feindbilder der Rechtskonservativen scheinen in den USA die Olympischen Spiele zu sein während diese Kreise sich bei uns in Europa auf den ESC eingeschossen haben.
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