Schweizer Nati setzt vor Israel-Spiel Zeichen «gegen Gewalt gegen Zivilpersonen»
Das Schweizer Fussballnationalteam der Frauen trifft am Freitag in den Playoffs der WM-Qualifikation auf Israel. Vor dem Abschlusstraining haben sich die Spielerinnen zusammen mit dem Staff zu einer Schweigeminute versammelt.
«Damit möchte das Team der unschuldigen Opfer von aktuellen Konflikten und Kriegen in der Welt gedenken, und ein Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und gegen Gewalt an Zivilpersonen setzen», teilte der Schweizerische Fussballverband (SFV) mit. Die Spielerinnen und der Staff hätten dies gemeinsam beschlossen.
Dem Team sei es wichtig gewesen, eine Form zu finden, die dem menschlichen Leid Rechnung trage, ohne die sportliche Vorbereitung aus dem Fokus zu verlieren. «Die Aktion ist deshalb bewusst als gemeinsames Zeichen des Mitgefühls und des Respekts gedacht», heisst es in der Mitteilung des Verbands. Captain Lia Wälti sagt dazu:
Das Hinspiel der WM-Playoffs findet am morgigen Freitag (15.30 Uhr) aufgrund des Konflikts in Israel auf neutralem Terrain in Ungarn statt. Das Rückspiel ist für Dienstag (19.30 Uhr) in Sion angesetzt. Rund um die Spiele selbst solle es keine Protestaktionen geben. Dies habe das Captain-Team mit Lia Wälti, Noelle Maritz, Ana-Maria Crnogorcevic und Géraldine Reuteler gemeinsam mit Trainer Rafel Navarro, dem Technischen Leiter Johan Djourou und Marion Daube, Direktorin Frauenfussball beim Verband, entschieden.
Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 fährt Israel eine Militäroffensive im Gazastreifen. Die Regierung führte eine Hungernot herbei, wodurch viele Zivilpersonen und Kinder starben. Israel werden deshalb mehrere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen und der Internationale Gerichtshof in Den Haag prüft gar eine Klage wegen Völkermord. (nih)
- Der schwierige Weg zum Weltcup-Auftakt: Odermatt und Co. fahren dem Schnee hinterher
- Köbi, Kevin, Ruedi und Giovanni – Geschichten aus der Hockey-Provinz
- Baseball-Fan verhindert den Ausgleich – und wird kurz darauf aus dem Stadion geworfen
- SRF-Moderator Schmitz gibt im Fall Fischer Fehler zu – verteidigt seine Enthüllung aber
