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Schweizer Nati vor Israel-Spiel mit Zeichen gegen Gewalt an Zivilisten

Vor dem Abschlusstraining für das Spiel gegen Israel setzte das Schweizer Nationalteam ein Zeichen für «Frieden und gegen Gewalt gegen Zivilisten».
Vor dem Abschlusstraining für das Spiel gegen Israel setzte das Schweizer Nationalteam ein Zeichen für «Frieden und gegen Gewalt gegen Zivilisten».Bild: swissnatiwomen

Schweizer Nati setzt vor Israel-Spiel Zeichen «gegen Gewalt gegen Zivilpersonen»

08.10.2026, 13:5808.10.2026, 14:25

Das Schweizer Fussballnationalteam der Frauen trifft am Freitag in den Playoffs der WM-Qualifikation auf Israel. Vor dem Abschlusstraining haben sich die Spielerinnen zusammen mit dem Staff zu einer Schweigeminute versammelt.

«Damit möchte das Team der unschuldigen Opfer von aktuellen Konflikten und Kriegen in der Welt gedenken, und ein Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und gegen Gewalt an Zivilpersonen setzen», teilte der Schweizerische Fussballverband (SFV) mit. Die Spielerinnen und der Staff hätten dies gemeinsam beschlossen.

Dem Team sei es wichtig gewesen, eine Form zu finden, die dem menschlichen Leid Rechnung trage, ohne die sportliche Vorbereitung aus dem Fokus zu verlieren. «Die Aktion ist deshalb bewusst als gemeinsames Zeichen des Mitgefühls und des Respekts gedacht», heisst es in der Mitteilung des Verbands. Captain Lia Wälti sagt dazu:

«Wir sind Fussballerinnen, aber zuerst sind wir Menschen. Das Leid der Zivilbevölkerung, insbesondere von Kindern, lässt uns nicht unberührt. Mit dieser Schweigeminute wollten wir einen Moment schaffen, in dem wir gemeinsam innehalten. Unser Zeichen steht für Menschlichkeit, Frieden und gegen Gewalt an unschuldigen Menschen.»

Das Hinspiel der WM-Playoffs findet am morgigen Freitag (15.30 Uhr) aufgrund des Konflikts in Israel auf neutralem Terrain in Ungarn statt. Das Rückspiel ist für Dienstag (19.30 Uhr) in Sion angesetzt. Rund um die Spiele selbst solle es keine Protestaktionen geben. Dies habe das Captain-Team mit Lia Wälti, Noelle Maritz, Ana-Maria Crnogorcevic und Géraldine Reuteler gemeinsam mit Trainer Rafel Navarro, dem Technischen Leiter Johan Djourou und Marion Daube, Direktorin Frauenfussball beim Verband, entschieden.

Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 fährt Israel eine Militäroffensive im Gazastreifen. Die Regierung führte eine Hungernot herbei, wodurch viele Zivilpersonen und Kinder starben. Israel werden deshalb mehrere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen und der Internationale Gerichtshof in Den Haag prüft gar eine Klage wegen Völkermord. (nih)

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