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Irland-Trainer fordert von der UEFA keine weiteren Spiele gegen Israel

Ireland's head coach Heimir Hallgrimsson supervises a training session ahead of the Nations League soccer match between Republic of Ireland and Israel in Backa Topola, Serbia, Saturday, Oct. 3, 2 ...
Irlands Trainer Heimir Hallgrimsson will nicht mehr gegen Israel spielen müssen.Bild: keystone

Trainer fordert UEFA-Einschreiten: «Irland und Israel sollten nie gegeneinander spielen»

05.10.2026, 09:0605.10.2026, 09:06

Israel und Irland trennen sich im zweiten Spiel der beiden Mannschaften in der Nations League mit einem 1:1‑Unentschieden. Doch einmal mehr scheint das Resultat des Spiels, das erneut im Exil in Serbien stattfand, nur Nebensache zu sein. Sowohl im Hinspiel vor einer Woche als auch bei der Pressekonferenz vor der zweiten Partie kam es zu Eklats. Und auch das gestrige Spiel ging nicht ohne Kontroverse über die Bühne.

Vor dem Spiel verweigerte Irlands Captain Caoimhin Kelleher seinem israelischen Kontrahenten erneut den Handschlag, wie er es bereits beim Hinspiel vor einer Woche getan hat. Zur Pause kam es zu Scharmützeln. Irlands Athletik-Trainer Damien Doyle behauptete, von einem israelischen Spieler angespuckt worden zu sein. «Ich will gar nicht darüber reden», sagte Irlands Trainer Heimir Hallgrimsson nach der Partie. Die Szene werde wie alles andere in diesen beiden Spielen nochmals angeschaut.

«Ich habe das Gefühl, sie versuchten, uns von Beginn weg einzuschüchtern», analysierte der 59-jährige Isländer. Er müsse seinen Spielern ein grosses Kompliment aussprechen, da sie nicht darauf eingegangen seien. Er sei einfach froh, dass diese beiden Spiele jetzt vorbei sind, sagte der Irland-Coach.

Halgrimsson fordert indes auch ein Umdenken: «Ich glaube, der irische Verband wird seine Lehren ziehen. Aber ich denke auch, dass diese zwei Länder nicht mehr gegeneinander spielen sollten. Da muss die UEFA einschreiten.» Es sei nun mal so, dass in Irland die Unterstützung für Palästina so gross sei wie in kaum einem anderen Land, erklärt der Isländer. Und er wünsche keinem anderen Team, dass es durchmachen müsse, was die Iren gerade durchgemacht hätten.

Israelische Affenlaute im Hinspiel

Während das gestrige Rückspiel ohne Zuschauer stattfand, machten für das Hinspiel einige israelische Fans die Reise nach Serbien mit und fielen negativ auf. Sie pfiffen das irische Team konsequent aus und deckten Irlands Stürmer Adam Idah mit rassistischen Affenlauten ein.

Die Republik Irland gehört seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben. Israels Existenzrecht wird ausdrücklich betont, gleichzeitig hat Dublin 2024 den Staat Palästina offiziell anerkannt. (abu)

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