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Fussball-Liga sagt Ja: Forest Green Rovers dürfen Stadion aus Holz bauen

Forest Green Rovers Stadion
So soll das neue Stadion der Forest Green Rovers dereinst aussehen.Bild: Zaha Hadid Architects

Dieses Fussballstadion in England wird komplett aus Holz gebaut

Wohl kein anderer Profiklub auf der Welt setzt sich so für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein wie die Forest Green Rovers. Nun ist der englische Viertligist seinem Traum vom eigenen Holzstadion ein grosses Stück näher gekommen.
10.02.2021, 16:5711.02.2021, 09:41

Sportlich läuft es gerade ausgezeichnet. In der League Two belegen die Forest Green Rovers Rang 2, Ende Saison steigen die ersten drei Teams auf. Allerdings ist noch beinahe die Hälfte der Spiele ausstehend und die Teams liegen eng beisammen: Die Rovers haben nur vier Punkte Vorsprung auf das neuntplatzierte Salford City. Es kann also noch viel geschehen.

Der Aufstieg ist das Ziel des Klubs, der sich mittelfristig in der Championship sieht, Englands zweithöchster Liga. Mindestens so wichtig, wenn nicht noch wichtiger, ist den Verantwortlichen aber etwas anderes als der sportliche Erfolg. Die Forest Green Rovers stehen wie wohl kein anderer Verein auf der Welt für Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein.

Die Trikots werden aus Bambusfasern hergestellt, im Stadion wird ausschliesslich veganes Essen und veganes Bier angeboten. Der Platz wird mit einem Solar-Rasenmäher geschnitten, das Spielfeld ohne Pestizide gepflegt. 2018 zeichnete die UNO die Rovers für ihre Bemühungen als ersten klimaneutralen Fussballklub der Welt aus.

Grünes Licht von der Liga

Noch tragen «die Grünen» aus Nailsworth im Westen Englands, nahe an der Grenze zu Wales, ihre Heimspiele im Stadion «The New Lawn» aus, das rund 15 Jahre alt ist. Zwar wurden dort in der Zwischenzeit Solarzellen aufs Dach geschraubt und das Regenwasser wird gesammelt und aufbereitet. Doch das reicht dem Klubbesitzer Dale Vince noch nicht. Der ökologische Fussabdruck soll noch kleiner werden – und das will er mit einem kompletten Stadionneubau erreichen.

«Aus Umweltsicht stammen drei Viertel des CO2-Abdrucks aller Stadien aus den Materialien, aus denen sie gebaut werden. Es geht nicht um die Energie, die für den Betrieb verbraucht wird, sie ist vom ersten Tag an eingebettet», betonte Vince gegenüber «Sky Sports». Holz als natürlicher Werkstoff habe einen kleinen ökologischen Fussabdruck, «so klein, wie er für ein Baumaterial nur sein kann.» Gross ist deshalb seine Freude, dass die englische Fussball-Liga (EFL) vor einigen Tagen grünes Licht für die Umsetzung eines Stadionneubaus gegeben hat.

Forest Green Rovers Stadion
Ein Blick ins Innere des Stadions, das mit dem Holz an das Eisstadion in Davos erinnert.Bild: Zaha Hadid Architects

Einzug in drei bis vier Jahren geplant

Vince plant ein Stadion mit 5000 Sitzplätzen, das komplett aus Holz errichtet wird. Stolz kündigt er an: «Wir werden den geringsten CO2-Abdruck aller Stadien auf der Welt haben, seit die Römer den Beton erfunden haben.» Der Entwurf stammt aus dem Büro der 2016 verstorbenen Star-Architektin Zaha Hadid.

Forest Green Rovers Stadion
Dem Klub zufolge wäre das Stadion das erste auf der Welt, das komplett aus Holz gebaut ist.Bild: Zaha Hadid Architects

Rovers-Boss Dale Vince rechnet damit, dass bald gebaut werden kann und dass sein Klub in drei oder vier Jahren das erste Spiel in der neuen Heimat austragen kann. «Das wird der Ort sein, an dem wir hoffentlich ein Championship-Klub werden und einer bleiben», blickte Vince voraus.

In der zweithöchsten Liga anzukommen, würde dem Thema der Nachhaltigkeit im Fussballgeschäft nochmals einen Schub geben, ist der von der Queen bereits 2004 zum Order of the British Empire ausgezeichnete Vince überzeugt. Schon jetzt erlebe er immer wieder, wie sich auch andere Klubs dafür interessierten: «Ein anderer League-Two-Klub fragte uns an, ob er für seine Spieler eine grosse Menge unserer Burger kaufen könne, weil die ihn so mochten und sie sich gerne vegan ernähren möchten.»

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Stadion na Sihoti, Trencin (Slowakei).
quelle: sportandtravel.de
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Bald spülen wir mit Holzspänen unsere Openair-WCs
Video: srf
Hischier unterschreibt 11-Millionen-Vertrag und sagt: «Geld-Vergleiche haben keinen Platz»
Die letzten Jahre waren für Nico Hischier und die New Jersey Devils weniger erfolgreich als gehofft. Trotzdem verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis 2032 – weil er Vertrauen ins Team und ins neue Management hat.
Nico Hischier, Sie haben letzte Saison mit NHL, Olympia und WM fast 100 Pflichtspiele bestritten. Brauchten Sie längere Ferien, um das zu verarbeiten?
Nico Hischier: Ich habe meinen Sommer eigentlich mehr oder weniger gleich durchgezogen. Natürlich habe ich die letzte Saison gemerkt – sowohl körperlich als auch mental. Aber mit meinen ersten Olympischen Spielen und der Heim-WM waren so viele Highlights dabei, die Spass gemacht haben. Natürlich war die Saison mit New Jersey nicht top. Aber am Ende war ich glücklich, dass ich die ganze Saison ohne Verletzungen absolvieren konnte. Das ist mir zuvor nur in meiner allerersten Saison gelungen.
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