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ARCHIV --- YBs Renato Steffen jubelt nach seinem Tor zum 3:1 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem Grasshopper Club Zuerich, am Sonntag, 4. Oktober 2015, im Stade de Suisse in Bern. Renato Steffen wechselt per sofort von den Young Boys zum FC Basel, wie am Dienstag, 12. Januar 2016 bekannt wurde. Der Mittelfeldspieler unterschrieb beim Schweizer Meister einen Vertrag bis Sommer 2020.  (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Jubel bei Renato Steffen: Nach seinem Wechsel zum FC Basel sind ihm Titel garantiert.
Bild: KEYSTONE

Kommentar

Bickel als Verlierer: Der FCB verleitet YB zu Fehlern

Mit Renato Steffen hat wieder einmal ein Leistungsträger eines Schweizer Vereins zum Ligakrösus Basel gewechselt. Grosser Verlierer ist Fredy Bickel, der Steffen im Sommer nicht in die Bundesliga ziehen lassen wollte.

sebastian wendel / Aargauer Zeitung



Man kann YB-Sportchef Fredy Bickel als schlauen Taktierer betiteln: Seine Massnahme, Renato Steffen vom Trainings- und Spielbetrieb der Berner zu suspendieren, spülte eine mittlere sechsstellige Summe in die Kasse. Weil der FCB, Steffens neuer Arbeitgeber, im Sommer keinen Spieler übernehmen wollte, hinter dem ein halbes Jahr Einzeltraining liegt. Aber letztlich war es Bickels letzte Möglichkeit, in der Vertragsposse nicht komplett das Gesicht zu verlieren, sprich Steffen ablösefrei nach Basel ziehen zu lassen.

Aber die Verlierer im Kampf gegen den FC Basel waren Bickel und YB schon länger: Genauer gesagt seit jenem Zeitpunkt im vergangenen Herbst, als sich Renato Steffen für einen Wechsel zum Ligakrösus entschied. So wie es vor ihm Gilles Yapi (2010) und Raul Bobadilla (2013) taten. Sie waren wie Steffen Leistungsträger im gelb-schwarzen Trikot, auf ihnen lag die Hoffnung der Fans. Aber kaum erfolgte der Lockruf, wären sie alle auf Knien nach Basel gerobbt.

Die Spieler des FC Basel feiern den Meistertitel mit dem Pokal im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 18. Mai 2014. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Da wird jeder Fussballer schwach: Beim FCB winken Titel in Massen.
Bild: KEYSTONE

YB bietet viel: ein schönes Stadion, eine tolle Stadt zum Wohnen und Leben, gute Löhne. In diesen Punkten kann YB mit dem FCB mithalten. Aber nicht mehr, wenn es um Titel und um die Champions League geht. Nach fast 30 Jahren ohne Titel glauben tief im Innern wohl auch die YB-Profis selber an das Image des ewigen Zweiten – und gehen, wenn die Titelsammler aus Basel rufen.

Findest du es gut, dass Steffen zum FCB wechselt?

Für die YB-Bosse ein kaum zu ertragender Zustand. Einer, der zu Fehlern verleitet: Im Sommer gab es für Steffen Angebote aus der Bundesliga. Statt ihn für gutes Geld zu verkaufen und die Ablösesumme in einen sportlich gleichwertigen Ersatz zu investieren, beharrte Bickel auf Steffens Verbleib. Obwohl der erfahrene Bickel da eigentlich schon spüren musste, dass Steffen seinen Vertrag nicht verlängern würde.

Doch Bickel, der als Saisonziel einen Titel ausgab, wollte mit dem Verkauf eines Schlüsselspielers kein falsches Signal aussenden. Dazu sei gesagt: Natürlich fundiert die FCB-Erfolgsstory zu einem grossen Teil auf Gigi Oeris Finanzspritzen. Aber genauso entscheidend ist die clevere Personalpolitik der FCB-Verantwortlichen.

Die meist gehassten Fussballer der Welt

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48
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    Alle Leser-Kommentare
  • Bullet-Tooth-Joni 14.01.2016 06:47
    Highlight Highlight Bickel und YB sind mitnichten die Verlierer des Geschäfts... Ravet ist besser, menschlich wie auch fussballerisch... Freddy zeigts den Bashern und das jetzt zum Glück noch für eine Weile... Allez Freddy und Hopp YB!!!
  • dillinger 13.01.2016 16:40
    Highlight Highlight Ach wie immer alle über Steffen als den grossen Unsympath sprechen, der der immer so unfair spielt. Genau die gleichen freuen sich über die harte Spielweise der Xhaka Brüder. Wer ist denn nun der grössere Treter und der unfairere? Einer der Xhakas oder Steffen? Da kann sich gerne jeder selber eine Meinung bilden...
  • Asmodeus 13.01.2016 12:19
    Highlight Highlight In diesem Fall sind alle Verlierer.

    YB, weil sie einen, für sie wichtigen Spieler, unter Wert verlieren.
    Bickel, weil er sich selbst lächerlich gemacht hat und sich zukünftig Spieler überlegen werden ob sie zu YB wechseln wollen.
    Der FCB, weil sie jetzt diesen Antibreel im Team haben.
    • Albright 13.01.2016 12:29
      Highlight Highlight Antibreel 😂
    • Asmodeus 13.01.2016 12:41
      Highlight Highlight Ich hab die Bezeichnung vor Monaten schon mal erklärt.

      Breel ist fair und liebt den Fussball. Sehr vieles geht ihm Locker vom Fuss.

      Steffen ist ein Krampfer. Im Fussball bleibt kein Platz für Fairness. Man muss gewinnen um vorwärts zu kommen. Egal mit welchen Mitteln.

      Die beiden sind für mich wie Tag und Nacht. Wie Orks und Elfen. (und ja Steffen ist ein Ork)
    • Asmodeus 13.01.2016 15:47
      Highlight Highlight Steffen wurde vom Mannschaftstraining ausgeschlossen. Hätte Basel ihn nicht genommen, wäre er auf die Tribüne verbannt worden.

      Und am Weihnachtsessen einen Spieler denunzieren ist auch ganz grosses Kino vom Monsieur Bickel.

      Sein Umgang mit Spielern/Trainern war schon zu Zürcher Zeiten eine Katastrophe.
  • corona 13.01.2016 11:32
    Highlight Highlight Bickel vor zu werfen, dass er Steffen besser letzten hätte Sommer verkauen sollen zeigt doch nur wie es um den modernen Fussball steht. Bickel versuchte Kontunität in das Team zu bringen. Das erste Vertragsangebot hatte RS schon im März. Nur haben RS und sein Berater YB immer hin gehalten. Es spricht mMn. für Bickel, dass et Schlüsselspieler möglichst lange versucht beim Verein zu halten. Und es spricht für Bickel, dass er immerhin noch Geld für Steffen erhalten hat.
  • Lowend 13.01.2016 10:59
    Highlight Highlight Es gehört halt zum eiskalten Kalkül des FCB, dass man mit hinterhältigen Transferangeboten während der laufenden Saison dem Gegner schaden will, oder warum kauft der FCB sonst dauernd Spieler wie Yapi, Bobadilla, oder Steffen von YB, obwohl diese gar nicht in's Spielkonzept von Basel passen und daher meist auf der Bank sitzen? Im Grunde verfolgt der FCB die gleiche fiese Taktik neben dem Platz, wie Steffen sie auf dem Platz zeigt. Als Berner kann man eigentlich froh sein, dass er, genau wie damals der dauergesperrte Problembär Bobadilla, nun beim FCB für Stunk und gelbe Karten sorgt.
    • ksayu45 13.01.2016 12:30
      Highlight Highlight Da spricht einfach der Neid aus Ihnen. Basel ist nun mal die Beste Mannschaft in der Schweiz und kauft deshalb die besten Spieler der Schweiz. Wieso sollte sie ihn nicht kaufen, wenn er zu ihnen will und dann noch für so wenig Geld? So läuft nun mal das Geschäft
    • Asmodeus 13.01.2016 12:44
      Highlight Highlight "Basel kauft die besten Spieler der Schweiz..... und Renato Steffen.."

      Habs korrigiert ;)
    • Lowend 13.01.2016 12:51
      Highlight Highlight Es ist die Art und Weise, wie der FCB dies tut. Wer einen Spieler kaufen will, soll dies ganz normal in der Transferzeit tun, aber der FCB macht dass jedesmal so, dass diese Wechsel in der gegnerischen Mannschaft möglichst viel Unruhe erzeugen, nur ist dass dank der Reaktion von Bickel dieses Mal nicht gelungen, denn wie wir wissen ersetzt Yoric Ravet von GC Steffen bei YB und dies ohne monatelange Querelen und Zeitungsartikel. So schnell und reibungslos funktioniert eben ein professioneller Transfer unter Fredy Bickel und so läuft das richtige Geschäft! Na, neidisch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • nightsnake 13.01.2016 10:28
    Highlight Highlight Die unsympathische und unsportliche Art von Renato Steffen passt 1 zu 1 zum "grossen" FC Basel. Daher überrascht dieser Wechsel nicht gross!

    Soll der FCB mit Renato glücklich werden. So darf er wenigstens von allen anderen Fans ohne Bedenken gehasst werden.
    • Mate 13.01.2016 12:41
      Highlight Highlight sympathie ist ansichtsache, aber unsportlich? bitte, lass geschwafel ohne fakten aus der diskussion.
    • nightsnake 13.01.2016 12:47
      Highlight Highlight Dann bring doch bitte mal deine Fakten, die gegen eine Unsportlichkeit sprechen?

      Ich frage mich ein bisschen ob du überhaupt mal in einem Stadion warst und Renato "Giftzwerg" Steffen live gesehen hast...
    • Mate 13.01.2016 14:31
      Highlight Highlight nein mein lieber, so läuft das nicht. wenn du so etwas behauptest, solltest du auch erklären können wieso genau. wenn du nur sagen willst, dass du basel nicht magst, kannst du das in deinem vereinsforum tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gibaue 13.01.2016 10:25
    Highlight Highlight Die YB Führung ist notorisch unfähig. Der FCB hingegen in Sachen Führung auf Augenhöhe mit den grossen FCB's. Da liegt der Unterschied. Und Steffen ist und bleibt ein Unsympath.
    • Gibaue 13.01.2016 13:44
      Highlight Highlight Schön, dass Sie über meinen Kommentar wenigstens lachen können, wenn Sie ihn schon nicht verstanden haben. Die nationalen und internationalen Erfolge des FC Basel unterstreichen deutlich (auch auf europäischer Ebene) die hervorragende Arbeit der Clubführung. Dass Geld allein nicht zum Erfolg reicht, beweisen YB und unzählige andere Vereine in Europa tagtäglich.
  • Linus Luchs 13.01.2016 09:25
    Highlight Highlight Im FC Aarau-Fanmagazin wäre dieser Artikel akzeptabel. Da wäre die „Sch… FCB!“-Haltung, die deutlich durchschimmert, halbwegs verständlich. Aber für einen Beitrag in der Aargauer Zeitung ist dieser tendenziöse Text unprofessionell und peinlich.
    Und nein, Sebastian Wendel, der FCB ist auf Gigi Oeris Millionen nicht mehr angewiesen. Sie unterstützt noch die Nachwuchsarbeit. Der Club hat längst gelernt, mit den Erlösen aus sportlichen Erfolgen und aus Transfers klug und weitsichtig umzugehen. Im Gegensatz zu YB, wo ohne die Gebrüder Rihs sehr wahrscheinlich die Challenge League angesagt wäre.
    • SirJoe 13.01.2016 10:41
      Highlight Highlight Wo genau siehst du einen Hinweis im Text, dass der FCB noch auf Gigi Oeris Millionen angewiesen ist? Im Text steht, dass der FCB Erfolg zu einem grossen Teil auf Gigi Oeris Finanzspritzen fundiert - was ja auch stimmt. Es wird aber nirgends gesagt, dass der FCB immer noch darauf angewiesen ist.
    • Linus Luchs 13.01.2016 11:05
      Highlight Highlight "Natürlich fundiert die FCB-Erfolgsstory zu einem grossen Teil auf Gigi Oeris Finanzspritzen", heisst es wörtlich, SirJoe, im Präsens! Die FCB-Erfolgsstory dauert noch an. Weshalb soll der Leser annehmen, dass die Finanzspritzen nicht mehr gesetzt werden?
      "Ligakrösus", "wären sie alle auf Knien nach Basel gerobbt", "wenn die Titelsammler aus Basel rufen" – aus diesen Formulierungen spricht Verachtung, SirJoe, und es geht mir auf die Nerven, wenn Journalisten auf diesem Fankurvenniveau schreiben. Es steht jedem Club frei, dass er so professionell geführt wird, wie es der FCB tut.
    • JKF 13.01.2016 11:21
      Highlight Highlight @LinusLuchs: Fundiert bedeutet für mich, dass etwas darauf fusst oder darin seinen Ursprung fand. Daher ist es auch angebracht zu erwähnen, dass die (unzweifelhaft) Erfolgsgeschichte des FcB auf den erstmaligen Finanzspritzen von Frau Oeri zurückgehen. Natürlich ist dies zum jetztigen Zeitpunkt nicht mehr so, aber die Grundlage des Erfolgs liegt zu einem grossen Teil auch bei diesen. Natürlich ist auch eine fähige Führung notwendig, welche der FcB zweifellos auch aufweist, dass muss ich selbst als GCZ-Fan zugeben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hopper 12.01.2016 23:53
    Highlight Highlight Calla, zuffi, gashi, lang, steffen - schon mal was von ehre und stolz gehört fcb?
    • thedarkproject 13.01.2016 00:34
      Highlight Highlight Hahaha, das solltest du mal deinen Hoppers sagen. Hatten die nicht mal Sommer und Xhaka ausgeliehen?
    • Wud 13.01.2016 04:48
      Highlight Highlight Zuffi? Das ist per Zufall der Sohn von Dario, ein Mann der in den 90ern beachtliches für den FCB geleistet hat in damals schwierigen Zeiten und bis heute Kultstatus in Basel geniesst. Ich finde es sehr schön, dass der Sohn eines meiner Kindheitsidole nun beim selben Verein spielt.
    • monospace 13.01.2016 08:47
      Highlight Highlight @Wud ... und der '86 mit YB Meister geworden ist. Mann, '86 ist gefühlte 1000 Jahre her.
    Weitere Antworten anzeigen
  • smoenybfan 12.01.2016 23:30
    Highlight Highlight Dass Steffen nicht den schönsten Charakter besitzt War ja schon länger klar. Und dass es ein unschöner Abgang wird War auch klar, seit er eine Vertragsverlängerung mit Ausstiegsklausel (Win-Win) abgelehnt hatte.
    Aber lieber in einer Saison, in der wir sowieso weit zurückliegen, als in einer knappen. Und so gibt's immerhin noch ordentlich Bazzeli für YB.
    Hoffe, dafür kann ein neuer Flügelflitzer verpflichtet werden, vorzugsweise ein sympathischerer; -)
    • thedarkproject 13.01.2016 00:35
      Highlight Highlight Ordentlich Bazzeli? 400'000 Franken für einen Nationalspieler mit einem Marktwert von 4 Mio. nennst du ein ordentliches Bazzeli? Kein Wunder müssen die Rihs-Brüder bei euch dauernd Geld reinpumpen...
    • smoenybfan 13.01.2016 01:11
      Highlight Highlight Habs auch gesehen, habe falsche Mund-zu-Mund-Info erhalten ;-)
      Ja nu, immer noch besser als 0 Franken. Und es wird übrigens doch deutlich mehr als 400'000 sein, wenn auch unter Marktwert.
      Und klar, ihn jetzt so verkaufen zu müssen ist ein Fehler. Hätte man ihn aber vor der Saison verkauft, hätte das für einen Angriff auf Basel auch falsche Signale gesendet. Keine einfache Situation für einen Verein. Sie mussten pokern, leider ist es nicht aufgegangen.
    • Rheinpfeil 13.01.2016 09:28
      Highlight Highlight Oh, du hörst mit dem Mund? :-)
  • Phippe 12.01.2016 21:26
    Highlight Highlight Ich bin FcB-Fan und der Wechsel nervt mich... Aber irgendwie habe ich Angst um Steffen, denn er wird mit Xhaka zusammen spielen müssen...
    Ob er da lebendig rauskommt ist ungewiss
    • Mia_san_mia 13.01.2016 06:15
      Highlight Highlight Das sind Profis, da sollte man schon erwarten dass sie zusammen spielen können. Ist ja nicht so dass die Spieler überall 11 Freunde sind.
    • Wud 13.01.2016 09:38
      Highlight Highlight Finde den Transfer auch nicht gut. Aber die beiden sind sich wahrscheinlich ziemlich ähnlich und haben das Potential dickste Kumpel zu werden.... Was sich neckt, liebt sich ;-)
  • Schmiedrich 12.01.2016 20:16
    Highlight Highlight Nun momentan steht er auf der Liste der unbeliebtesten Schweizer Fussballer wohl knapp auf der 1... Würde Gashi allerdings zu YB wechseln, würde er die Spitzenposition wohl mit Bravour zurückerobern.😉
    • monospace 13.01.2016 08:54
      Highlight Highlight Gashi zu YB? Sehr gerne! Wir könnten in Bern DRINGEND unbeliebte Spieler gebrauchen - die dafür Tore schiessen. Ich finde jetzt haben wir's lange genug veryoungboylset. Ich wäre für bös, unsympathisch und unbeliebt - dafür am Ende mit einem Titel.
  • nine 12.01.2016 19:38
    Highlight Highlight A..... zu A..... passt.
    • UncleHuwi 12.01.2016 20:38
      Highlight Highlight A.... zu N..... passt auch
  • Mett-Koch 12.01.2016 19:00
    Highlight Highlight Geht hart in die Zweikämpfe und lässt sich selbst aber besonders schnell fallen. Unsympathisch.

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