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WM 2026: Bewerte die Schweizer Nati-Spieler nach dem 2:0 gegen Algerien

Algeria's goalkeeper Luca Zidane (23) makes a save against Switzerland's Fabian Rieder (22) during the second half of a World Cup round of 32 match, in Vancouver, on Thursday, July 2, 2026.  ...
Fabian Rieder trifft das leere Tor nicht. Bild: keystone
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Einer ist froh, wird er nicht bewertet – welche Note gibst du den Nati-Spielern?

Wer hat beim ersten WM-K.o.-Sieg seit dem Zweiten Weltkrieg überzeugt? Wer muss sich im Achtelfinal steigern? Hier gibt es unsere Noten – und auch du darfst die Nati-Spieler bewerten.
03.07.2026, 09:4903.07.2026, 09:49
stefan wyss, etienne wuillemin, françois schmid-bechtel / ch media
Inhaltsverzeichnis

Unsere Noten

Gregor Kobel – Note 4,5

Er kann sich eigentlich nicht auszeichnen in diesem Spiel. Denn bei den beiden einzigen gefährlichen Abschlüssen treffen die Algerier das Tor nicht. Doch solche Spiele können auch heikel sein für einen Keeper. Stichwort: Konzentration. Kobel meistert das mit Bravour, ist jederzeit hellwach und aufmerksam. Zu bemängeln sind einzig seine (bekannten) Defizite mit dem Ball am Fuss. Einen Angriff sauber auszulösen, muss er seinen Vorderleuten überlassen.

Denis Zakaria – Note 5,5

Rutscht in die Startformation, weil Luca Jaquez verletzt und Silvan Widmer angeschlagen ist. Doch dann zeigt er sein wohl bestes Länderspiel. Mit viel Druck über die rechte Seite – gekrönt mit der Vorarbeit zum 2:0. Und hinten? Ist er auch Gold wert. Nie ist er das mehr als in der 50. Minute, als er den sicheren Anschlusstreffer Algeriens durch Riyad Mahrez mit einem Block verhindert.

Nico Elvedi – Note 5

Ein Auftritt, der in einer Reihe steht mit den souveränen Darbietungen der Vorrunde. Leistet sich nur einen ganz kleinen Wackler: Bei der ersten Chance Algeriens in der Startphase ist er etwas weit weg von seinem Gegenspieler Houssem Aouar.

epa13082291 Nico Elvedi of Switzerland in action during the FIFA World Cup 2026 Round of 32 match Switzerland against Algeria, in Vancouver, Canada, 02 July 2026. EPA/BOB FRID
Spielt eine starke WM: Nico Elvedi.Bild: keystone

Manuel Akanji – Note 5

Bei einem Innenverteidiger ist es manchmal wie beim Schiedsrichter: Wenn man ihn nicht wahrnimmt, kann das auch ein gutes Zeichen sein. So war das bei ihm in diesem Spiel. Kein schlechtes Zuspiel, kein falsches Stellungsspiel. Ruhig und fehlerlos spielt er gegen Algeriens Mittelstürmer Ibrahim Maza seine körperliche Überlegenheit aus.

Ricardo Rodriguez – Note 5,5

Der ewige Rodriguez? Ja! Aber vor allem auch: der ewig starke Rodriguez. Mit 34 Jahren beeindruckt er in seinem 141. Länderspiel mit einer vollkommenen Leistung. Macht alles richtig, besetzt den Raum, trifft am Ball stets den richtigen Entscheid. Möge er noch lange der ewige Rodriguez bleiben.

Granit Xhaka – Note 5,5

Der Captain absolviert sein 150. Länderspiel für die Schweiz. Es ist nicht sein auffälligstes. Aber das macht nichts. Weil Xhaka eine Ruhe ausstrahlt, die sich auf das ganze Team überträgt. Er gewinnt die wichtigen Zweikämpfe. Er macht die kleinen Dinge richtig. Ja, ein paar Pässe kommen nicht an. Aber es sind keine schlimmen Fehlpässe. Im Gegenteil. Xhaka trifft stets den richtigen Entscheid. Kein Zufall darum auch, dass er das 1:0 einleitet.

Remo Freuler – Note 4,5

Es ist eines dieser typischen Remo-Freuler-Spiele. Er ist nicht der Spieler, der am meisten auffällt im starken Kollektiv. Aber er ist der Spieler, der immer gerade da ist, wo es ihn braucht. Kleines Beispiel: Wer ist es, der den Ball erobert vor dem 1:0? Richtig, Freuler. Seine Zweikampfstärke ist längst bekannt. Und wieder einmal sehr wertvoll. Fussball-Deutschland würde so einen Spieler im Zentrum mit Handkuss nehmen.

Dan Ndoye – Note 5,5

Was für eine Erlösung, sein Treffer zum 2:0 nur 47 Sekunden nach der Pause. Im Startspiel gegen Katar (1:1) lässt er drei Top-Chancen liegen. Gegen Bosnien-Herzegowina (4:1) hätte er auch zweimal treffen können, treffen müssen. Klar, es ist nichts Neues, dass Dan Ndoye Defizite im Abschluss hat. Aber nachdem er an der EM gegen Deutschland in seinem 13. Spiel sein erstes Länderspieltor erzielt hatte, schienen die Ladehemmungen behoben. Erst recht, nachdem er in den ersten vier Länderspielen dieses Jahres dreimal traf. Aber an der WM tauchten die alten Schwächen wieder auf. Trotzdem hält Murat Yakin an ihm fest. Auch weil Ndoye stets wertvolle Defensivarbeit leistet und zusammen mit Luca Jaquez der schnellste Spieler im Kader ist.

Johan Manzambi – Note 5

Wir kommen nicht aus dem Schwärmen heraus. So viel Tempo, so viel Kreativität, so viel Übersicht. Was der 20-Jährige an dieser WM leistet, ist grosses Kino. Mit dem Dribbling vor dem 1:0 zieht er Algerien gefühlt bereits den Zahn. Dass er im Verlauf des Spiels etwas weniger konkret wird, darüber schauen wir gerne hinweg. Die Erinnerungen an Xherdan Shaqiri werden immer blasser. Und blasser werden wohl auch die vielen Kauf-Interessenten. Weil der Marktwert des Freiburg-Juwels nach diesem Spiel weiter steigt und der Kreis jener Klubs, die ihn sich leisten können, immer kleiner wird.

Ruben Vargas – Note 5

Wie sein Antipode auf der rechten Seite, Dan Ndoye, leistet er enorm viel Arbeit in der Defensive. Und er lässt sich immer wieder ins Mittelfeld zurückfallen, um eine Anspielstation anzubieten, weil die Algerier Granit Xhaka zustellen. Aber natürlich messen wir einen Offensivspieler nicht primär daran, wie viele Löcher er stopft, wie viele Räume er zuläuft. Vargas, so hat man das Gefühl, wird mit jedem Spiel an dieser WM besser. Oder zumindest gelingt es ihm, sein sehr hohes Niveau, das er als matchentscheidender Joker gegen Bosnien-Herzegowina erreichte, zu halten. Berauschend seine Einzelleistung in der 32. Minute, als er es mit drei, vier Gegenspielern aufnimmt, aber leider nicht zum Abschluss kommt.

Breel Embolo – Note 5

Manzambolo. Unser neues Traumduo in der Nati. Nachdem Embolo seinem Kumpel Johan Manzambi gegen Kanada das 2:0 aufgelegt hatte, revanchierte sich nun der Shootingstar für die formidable Vorarbeit. Embolo tut, was er besonders gut kann. Dorthin zu gehen, wo es weh tut, sich gegen zwei Gegenspieler durchzusetzen und die atemberaubende Vorleistung Manzambis zum 1:0 über die Linie zu drücken. Neun Minuten sind zu diesem Zeitpunkt erst gespielt. Eine weitere Chance hat der Sturmtank in der 39. Minute. Aber Bensebaini blockt seinen Abschluss. Nach der Pause hat der Rennes-Stürmer keine auffällige Aktion mehr.

Zu kurz für eine Bewertung:

Wer mindestens 30 Minuten spielt, erhält eine Note. Darum verzichten wir bei allen fünf Schweizer Jokern auf eine Bewertung. Insbesondere Fabian Rieder ist froh darum. Denn eigentlich müsste er das 3:0 erzielen, verpasst aber das leere Tor. Wir sehen es positiv: Er hat sich den Treffer für später aufgespart.

Noah Okafor (in der 71. Minute für Vargas eingewechselt)
Fabian Rieder (in der 71. Minute für Manzambi eingewechselt)
Zéki Amdouni (in der 83. Minute für Embolo eingewechselt)
Michel Aebischer (in der 87. Minute für Ndoye eingewechselt)
Silvan Widmer (in der 87. Minute für Zakaria eingewechselt)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Franky Neal
03.07.2026 10:08registriert Februar 2026
Die Schweiz gewinnt auf souveräne Art und Weise gegen einen unbequemen Gegner und der Dank dafür ist eine knappe 4,8 im Durchschnitt der Startelf von der Watson-Community.
Kobel eine 4,3, was stimmt mit euch nicht?
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Helmholtz Watson
03.07.2026 10:08registriert Juni 2016
Rieder hat eigentlich ein sehr gutes Spiel gemacht in den Minuten die er auf dem Platz stand. In Erinnerung bleibt nun einfach der Fehlschuss vor dem leeren Tor.

Okafor hat auch endlich ein paar Minuten erhalten. Nach dem Schlusspfiff hat er allerdings nicht all zu glücklich ausgesehen und als einziger auch nicht mitgefeiert vor den Fans. Was war da los?
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