Sport
Lara Gut-Behrami

Hählen verliert nach Zeitnahmen-Chaos in Crans-Montana ihren Podestplatz

epa07389848 (L-R) Joana Haehlen of Switzerland, Sofia Goggia of Italy and Nicole Schmidhofer of Austria react after the Women's Downhill race of the FIS Alpine Ski World Cup event in Crans-Montan ...
Ein Siegerfoto für den Kübel: Hählen, Goggia und Schmidhofer (von links).Bild: EPA/KEYSTONE

Hählen verliert nach Zeitnahmen-Chaos in Crans-Montana ihren Podestplatz

Die FIS zieht einen Schlussstrich unter die chaotische Abfahrt von Crans-Montana. Joana Hählen ist ihren ersten Podestplatz im Weltcup los – dafür schaffte die an der WM in Are überraschende Corinne Suter erstmals auch im Weltcup den Sprung in die Top Drei.
26.02.2019, 11:2926.02.2019, 12:59

Das ist bitter! Die Schweizer Skirennfahrerin Joana Hählen steht am Samstag in der Abfahrt von Crans-Montana zum ersten Mal in ihrer Karriere auf dem Weltcup-Podest. Und nun ist ihr der zweite Platz aberkannt worden. Stattdessen ist die Bernerin auf Platz vier zurückgestuft worden. Das Podest verpasst Hählen um zwei Hundertstel.

Das Rennen war chaotisch verlaufen, nachdem die Zeitmessung bei vier Schweizer Fahrerinnen nicht funktioniert hatte. Die zunächst drittklassierte Nicole Schmidhofer wurde nach der Abfahrt zurückversetzt, dafür rückte Lara Gut-Behrami auf Rang drei nach. Doch nun darf sich die Österreicherin freuen: Sie tauscht mit Hählen die Plätze und ist neu Zweite hinter der unbestrittenen Siegerin, der italienischen Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia.

Italy's Sofia Goggia stands at the finish area after completing a women's World Cup downhill, in Crans Montana, Switzerland, Saturday, Feb. 23, 2019. (AP Photo/Alessandro Trovati)
An Goggias Sieg gab es nichts zu rütteln.Bild: AP

Die Zeiten der Fahrerinnen, bei welchen die Zeit nicht automatisch gestoppt wurde, mussten von Hand berechnet werden. Gemäss der FIS wurde dabei ein (ziemlich peinlicher) Fehler begangen: Der Korrekturfaktor von 13 Hundertstel war fälschlicherweise von der handgestoppten Zeit abgezogen statt hinzugerechnet worden.

Neue Dritte ist mit Corinne Suter eine andere Schweizerin. Nach zwei WM-Medaillen in Are ist es der erste Podestplatz der Schwyzerin im Weltcup. Gut-Behrami, zunächst für Schmidhofer aufgerückt, büsst dafür Plätze ein. Die Tessinerin belegt in der offiziellen Rangliste neu Rang sechs.

Das neue Klassement

  1. Sofia Goggia ITA
  2. Nicole Schmidhofer AUT +0,52
  3. Corinne Suter SUI +0,59
  4. Joana Hählen SUI +0,61
  5. Stephanie Venier AUT +0,68
  6. Lara Gut-Behrami SUI +0,71

Anlage falsch aufgebaut

Mittlerweile wurde der Fehler in der Zeitmessanlage gefunden. Sie war laut einem Communiqué des Ski-Weltverbands FIS in zu grosser Höhe montiert. Nach zwei Trainings sei die Schneedecke durch die starke Beanspruchung dünner geworden, auch Sonnenschein habe einen Einfluss für das Verschwinden des Schnees gehabt.

Swiss Timing, die verantwortliche Firma für die Zeitnahme, nahm ihre Aufzeichnungen in der Zwischenzeit noch einmal genau unter die Lupe und stellte Berechnungen an. «Die FIS ist befriedigt, dass die Rangliste nun genau ist und die Zeiten sämtlicher Teilnehmerinnen korrekt sind», heisst es weiter. «Die FIS und Swiss Timing möchten sich bei allen Fahrerinnen, Teams und den Medien für diesen unglücklichen Zwischenfall entschuldigen.»

So bleiben Finnen fit, ohne in die Sauna zu gehen

Video: srf

Die meisten Weltcup-Siege

1 / 29
Die meisten Siege im Ski-Weltcup

Seit 1967 werden Skirennen im Rahmen des Weltcups ausgetragen. Diesen Fahrerinnen und Fahrern gelangen mindestens 30 Siege.

quelle: keystone / gian ehrenzeller
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Verjüngt und noch mehr Romandie: Das ist die neue Schweizer Nati
Am Samstag startet die Schweiz mit dem Auswärtsspiel in Nordmazedonien in die Nations League. Trainer Murat Yakin hat das Team mit neuen Gesichtern ergänzt – teils gewollt, teils erzwungen.
Es begann mit dem Xhaka-Hammer: Durch Recherchen des «Blick» kam heraus, dass der Schweizer Captain vor vier Jahren ein Covid-Zertifikat gekauft hatte. Kurzfristig entschieden der Verband und der Spieler deshalb, dass Xhaka den aktuellen Zusammenzug auslässt. Dass der Rekordspieler dem Team bei den vier Spielen innert elf Tagen sportlich und als Leader fehlen wird, steht ausser Frage. Dennoch scheint der Entscheid der richtige gewesen zu sein.
Zur Story