Ganz viel Drama zum Schluss – Basel gewinnt den Klassiker beim FCZ dank einer Wende
Es war eine wilde Schlussphase im Klassiker, die schliesslich mit einem knappen Sieg für Basel endete. Nach dem Führungstreffer des FCB in der 85. Minute kam der FC Zürich zu mehreren Chancen auf den Ausgleich – doch das 2:2 wollte den Zürchern nicht mehr gelingen. So feierten die Basler den sechsten Sieg im Klassiker in Serie. Der letzte Erfolg des FCZ datiert auf den 21. September 2024.
Basel-Trainer Stephan Lichtsteiner ging medial angeschlagen in die Partie. Es sei eine «sehr intensive Woche» gewesen, bilanzierte er im SRF. Trotz des Sieges gelte es demütig zu bleiben, denn «es gibt weiter Arbeit».
Zürich vor der Pause besser
Die Partie hatte für die Zürcher eigentlich optimal begonnen. Nach acht Minuten verwandelte Philippe Kény einen Foulpenalty souverän. Zuvor war Miguel Reichmuth im Duell gegen FCB-Verteidiger Akpe Victory im Strafraum zu Fall gekommen.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit überzeugte der FCZ vor allem defensiv, während Basel lange zu wenig zwingend blieb.
Olaigbes Knaller und Celars Kaltblütigkeit
Der Ausgleich gelang der Mannschaft von Stephan Lichtsteiner in der 62. Minute. Zan Celar lancierte Kazeem Olaigbe, der im Strafraum abzog und via Lattenunterkante wuchtig zum 1:1 traf.
Das entscheidende Tor zum 2:1 fiel dann erst in der 85. Minute. Nachdem Alexander Hack den Basler Victory im Strafraum zurückgehalten hatte, meldete sich der VAR und Schiedsrichter Anojen Kanagasingam sprach den Baslern den Penalty zu. Celar verwandelte souverän zum Endstand.
«Wirklich, wirklich fragwürdige Entscheidung»
In der Nachspielzeit blieben mehrere gute Chancen des FCZ unbelohnt. Auch ein möglicher Penalty für die Zürcher in den letzten Spielminuten wurde durch den VAR aberkannt. Eine «wirklich, wirklich fragwürdige Entscheidung» nannte es Zürichs Torhüter Heinz Lindner im SRF. «Irgendwie ist heute alles gegen uns gelaufen.»
Schiedsrichter Kanagasingam erklärte seinen Entscheid im Anschluss an die Partie: «Auf dem Platz habe ich ein Hands gesehen und dachte, es sei ein FCZ-Spieler gewesen, der geschossen hat. Als ich auf dem Monitor gesehen habe, dass der Ball von einem Basler kam, entschloss ich mich rasch dazu, dass es gemäss Regelwerk kein Penalty sein kann.»
Zürich – Basel 1:2 (1:0)
18'154 Zuschauer. - SR Kanagasingam.
Tore: 8. Kény (Penalty) 1:0. 62. Olaigbe (Celar) 1:1. 85. Celar (Penalty) 1:2.
Zürich: Lindner; Selmin Hodza, Kamberi, Hack, Walker (67. Sauter); Schödler (86. Reverson); Emmanuel, Reichmuth (77. Comenencia), Krasniqi (77. Bangoura), Spadanuda (67. Perea); Kény.
Basel: Salvi; Tsunemoto, Daniliuc, Akpe, Cissé; Metinho (94. Harder), Omeragic, Malachowski (52. Shaqiri); Asane Sow (81. Malouda), Celar, Olaigbe.
Bemerkungen: Verwarnungen: 3. Walker, 7. Akpe, 19. Malachowski, 26. Omeragic, 45. Emmanuel, 75. Kamberi, 76. Perea, 82. Cissé, 84. Hack, 95. Olaigbe, 96. Celar. (ram/sda)
