Ein medizinischer Notfall hat die Vorläufe der Schwimmerinnen über 200 Meter Lagen vor zwei Tagen überschattet. Die slowakische Schwimmerin Tamara Potocká brach nach dem Wettbewerb, den sie als Siebte abschloss, am Beckenrand zusammen.
Bilder aus der Schwimmhalle zeigen die Sportlerin inmitten einer Traube von Sanitätern, die Potocka auf eine Trage legten und aus der Halle transportierten. Wie die ARD berichtet, musste die Schwimmerin kurzzeitig beatmet werden.
Schnell wurden Mutmassungen über die Ursachen des Zusammenbruchs angestellt. Nun meldete sich Potocka via Instagram zu Wort und dementierte die Gerüchte, dass es sich um einen Asthmaanfall gehandelt habe: «Nein, ich bin nicht ausgefallen und hatte keine Asthma-Attacke! Ich konnte einfach nicht mehr atmen und meinen ganzen Körper nicht mehr bewegen.»
Obschon der Schreck tief sitzt, scheint die Slowakin den Humor nicht verloren zu haben: «Ich habe mir gesagt, dass ich alles geben werde und meine Seele im Pool lassen werde und so war es dann auch tatsächlich», schreibt sie auf Instagram und fügt an: «Leider konnte ich wegen der totalen Erschöpfung nicht allein gehen, so dass sie mich auf einer Trage tragen mussten.»
Potocka beschreibt in ihrem Post auch, wie unangenehm es für sie gewesen sei, vor 15'000 Personen in der Schwimmhalle einen Zusammenbruch zu erleiden: «Das passiert, wenn man das bestmögliche Resultat erreichen möchte und seine Liebsten beeindrucken will», und fügt selbstironisch an: «Nun kann ich sagen, ich habe an Olympischen Spielen teilgenommen». (kat)