Revanche nach Brillen-Panne geglückt: Ponti schwimmt über 100 m Delfin zu Bronze
Für Ponti ist es nach der Enttäuschung über 50 m Delfin, als er beim Eintauchen die Brille verlor und Achter wurde, die erhoffte Wiedergutmachung.
Zwar durfte der 25-Jährige nach seinen Bestzeiten im Vorlauf und Halbfinal auch von seiner ersten Goldmedaille auf der Langbahn träumen, dafür fehlten ihm im hochklassigen Final aber die nötigen Hundertstel.
Sieger Milak stellte mit 49,48 Sekunden einen Europarekord auf und blieb nur drei Hundertstel über dem Weltrekord des US-Amerikaners Caleb Dressel, den dieser an den Olympischen Spielen 2021 aufgestellt hatte. Der 26-jährige Ungar hatte in Paris bereits vor zwei Jahren Olympia-Gold über diese Distanz gewonnen.
Der vom Heimpublikum frenetisch angefeuerte Grousset schlug nach 49,70 Sekunden an. Noè Ponti blieb mit 49,93 Sekunden eine Zehntelsekunde über seinem persönlichen Rekord von 49,83, den er vor einem Jahr an der WM in Singapur aufgestellt hatte.
Noè Ponti hat der Schweizer Schwimmszene die 24. Medaille ihrer Geschichte an Europameisterschaften beschert – einem Wettbewerb, der seit 1926 ausgetragen wird.
Djakovic und Löhr scheitern
Antonio Djakovic hat an der EM in Paris den Final über 200 m Crawl verpasst. Der Thurgauer belegte im Halbfinal in 1:46,60 den 14. Rang. Für den Einzug in den Endlauf wäre eine Zeit von 1:45,72 nötig gewesen.
Trotz des verpassten Finals durfte Djakovic mit seinem Auftritt zufrieden sein. Erstmals seit der EM 2024 blieb der vierfache EM-Medaillengewinner in dieser Disziplin wieder unter 1:47 Minuten.
Auch Kay-Lyn Löhr schied im Halbfinal aus. Die 18-jährige Zürcherin belegte über 200 m Brust in 2:28,75 den 13. Rang und verpasste den Final um mehr als vier Sekunden. Für Löhr war es der erste internationale Wettkampf bei der Elite. (abu/sda)
