Sport
Premier League

Mesut Özil bezahlt Maskottchen aus dem eigenen Sack, weil Arsenal spart

FILE - In this Saturday, July 18, 2015 file photo, fans pose for pictures with Arsenal's mascot Gunnersaurus ahead of their team's soccer match against Everton for the Barclays Asia Trophy i ...
Fans schiessen Selfies mit dem Gunnersaurus.Bild: keystone

Özil bezahlt Maskottchen aus eigenem Sack, weil Arsenal trotz Millionen-Transfers spart

07.10.2020, 10:3807.10.2020, 13:38

Wegen Finanzsorgen aufgrund der Coronakrise senkt Arsenal seine Kosten. Teil der Sparmassnahmen: Der Gunnersaurus soll nicht mehr weiterbeschäftigt werden. Nach 27 Jahren im Klub und rund 66 Millionen Jahre später als seine Artgenossen verschwindet der Dinosaurier – und mit ihm der Mann, der ihn an Spieltagen zum Leben erweckt.

Seit der Gunnersaurus 1993 erstmals auflief, steckt Jerry Quy im grünen Kostüm. Dass sein Teilzeit-Job nun aus Spargründen verschwindet, während Arsenal gleichzeitig für rund 50 Millionen Franken die Verpflichtung von Atléticos Madrid Thomas Partey bekannt gab, stösst vielen Fans sauer auf.

Und nicht nur den Supportern. Auch Mesut Özil beschäftigt das Thema. Der deutsche Weltmeister, bei Arsenal noch für eine Saison unter Vertrag, nimmt sich Quy an. «Ich war sehr traurig, als ich gehört habe, dass unser berühmtes und treues Maskottchen nach 27 Jahren überflüssig gemacht wurde», teilt Özil mit. Der Grossverdiener öffnet deshalb sein Portemonnaie und kündigt an: «Ich biete an, dass ich seinen Lohn übernehme, solange ich bei Arsenal bin, damit Jerry weiter seinen geliebten Job ausüben kann.»

Özil kann es sich locker leisten: Mit einem Jahreseinkommen von mehr als 20 Millionen Franken gilt er als Arsenals Topverdiener. Eine Lohnkürzung soll er zuletzt im Gegensatz zu anderen Spielern nicht akzeptiert haben, heisst es. Die «Gunners» baten ihre Stars aus dem Premier-League-Kader um eine Gehaltsreduktion von 7,5 Prozent, um die finanziellen Auswirkungen der Pandemie aufzufangen.

Vielleicht ist aber auch Özils Grosszügigkeit für das Maskottchen nicht nötig: Ein Klubsprecher sagte ESPN, der Gunnersaurus sei nicht ausgestorben. Er werde ins Stadion zurückkehren, wenn auch wieder Fans kommen dürfen. Ob dies schon vorher so feststand oder als Reaktion auf Mesut Özils Angebot geschah, ist nicht klar. Die «Daily Mail» jedenfalls mutmasst, Özil könne seine Ankündigung auch deshalb gemacht haben, um Arsenals Führung in ein schlechtes Licht rücken zu lassen. Er scheine entschlossen zu sein, diese in seinen letzten zehn Monaten beim Klub lächerlich zu machen. (ram)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Maskottchen während der Schweigeminute
1 / 17
Sport-Maskottchen während der Schweigeminute

Den Blick starr nach unten gerichtet, wie es sich während einer Schweigeminute gehört.

quelle: twitter.com/mascotsilence / twitter.com/mascotsilence
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Jogger wird von Dinosaurier gejagt
Bayern gegen Dortmund – oder der Spitzenkampf, der keiner ist
Bayern München ist in der Bundesliga Serienmeister, Borussia Dortmund sein grösster Herausforderer. Am heutigen Samstagabend kommt es zum Duell der bisher ungeschlagenen Spitzenteams – ein Spitzenkampf auf Augenhöhe ist es aber schon lange nicht mehr.
Eigentlich stehen die Vorzeichen vor dem Duell vom heutigen Samstagabend (18.30 Uhr, hier im Liveticker) hervorragend für einen spannenden Spitzenkampf in der Bundesliga. Bayern München als Leader und Borussia Dortmund als erster Verfolger stehen nach sieben Runden ungeschlagen und mit je 17 Punkten da. Die Bayern stellen mit 25 Treffern die beste Offensive, der BVB mit nur vier Gegentoren die beste Defensive der Liga.
Zur Story