Sport
Roger Federer

«Habe hart dafür gearbeitet» – Roger Federer steht nach 5-Satz-Krimi im Achtelfinal

Australian Open, Achtelfinals
R. Federer – K. Nishikori 6:7,6:4,6:1,4:6,6:3
S. Wawrinka – A. Seppi 7:6,7:6,7:6
J. Tsonga – D. Evans 6:7,6:2,6:4,6:4
A. Murray – M. Zverev 5:7,7:5,2:6,4:6
epa05741268 Roger Federer of Switzerland celebrates after winning his Men's Singles fourth round match against Kei Nishikori of Japan at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbou ...
Federer zeigt sich nach dem Matchball sehr emotional.Bild: FILIP SINGER/EPA/KEYSTONE

«Habe hart dafür gearbeitet» – Roger Federer steht nach 5-Satz-Krimi im Viertelfinal

Roger Federer steht zum 13. Mal im Viertelfinal des Australian Open. Nach Tomas Berdych schlägt der 35-jährige Basler im Viertelfinal mit der Weltnummer 5 Kei Nishikori einen weiteren Top-Ten-Spieler.
22.01.2017, 13:2922.01.2017, 16:27

Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

In 3:24 Stunden setzte sich Federer nach einem 0:4-Rückstand zu Beginn 6:7 (4:7), 6:4, 6:1, 4:6, 6:3 durch. Der Schweizer feierte seinen 25. Sieg in einem fünften Satz, so weit hätte es aber gar nicht kommen müssen. Im ersten Satz gewann er vom 2:5 bis zum 6:5 vier Games in Folge, verlor dann aber doch das Tiebreak.

«Ich habe hart dafür gearbeitet, die Möglichkeit zu haben, einen solchen Match zu spielen. Dass sich das im fünften Satz ausbezahlt, ist wunderschön.»
Roger Federer im SRF-Interview

Nachdem er sich den zweiten und dritten Satz mit annähernd perfektem Tennis und vor allem einer Rückhand, wie er sie noch selten derart präzis und druckvoll gezeigt hat, geholt hatte, verpasste Federer im vierten Durchgang zwei Breakchancen zum 3:2. Im nächsten Game musste er – wie aus heiterem Himmel – seinen Aufschlag abgeben. Das Handicap konnte er zwar nicht mehr wettmachen, dafür schlug er gleich zu Beginn des Entscheidungssatzes zu. Nach dem 0:3 musste sich Nishikori zudem an Hüfte und Rücken behandeln lassen.

Tennis - Australian Open - Melbourne Park, Melbourne, Australia - 22/1/17 Mirka Federer, wife of Switzerland's Roger Federer, celebrates after he won his Men's singles fourth round match aga ...
Ehefrau Mirka ist entzückt.Bild: THOMAS PETER/REUTERS
«Ich bin jetzt doch müde, spüre die Beine. Es ist höchst interessant zu sehen, wie ich mich morgen und übermorgen fühlen werde.»
Ein ausgelaugter Roger Federer

Der Japaner fand danach kein Mittel zurück und kam zu keiner Breakchance mehr. Im letzten Game schlug Federer zwei Servicewinner, sein 24. Ass und schliesslich einen Smash zum Sieg. In den knapp dreieinhalb Stunden gelangen ihm gegen den wieselflinken und in der Defensive starken Nishikori 83 Winner (bei 47 unerzwungenen Fehlern). Ein wahrhaft starke Statistik, vor allem nach einer Verletzungspause von sechs Monaten. Trotz seiner 35 Jahre wirkte der vierfache Australian-Open-Champion am Ende auch physisch frischer als Nishikori.

Es wartet Murray-Bezwinger Zverev

«Es war ein grossartiger Match», freute sich Federer. Zur heiklen Startphase meinte er: «Auf diesem schnellen Platz kann es sehr rasch gehen. Es hätte wenig gefehlt, und ich hätte den ersten Satz 0:6 verloren. Ich sagte mir einfach: Schlechter kann es ja nicht mehr kommen.» Er sei auch nach dem vierten Satz ruhig geblieben. «Ich habe gezeigt, dass ich fit bin. Das ist ein grosser Sieg.»

«Das heute war eine Topleistung, ich bin mega happy, wie ich gespielt habe.»
King Roger

Einen Viertelfinal hat der Grand-Slam-Rekordsieger im Melbourne Park noch nie verloren. Auch diesmal ist er am Dienstag gegen den Murray-Bezwinger Mischa Zverev (ATP 50) der Favorit. Federer hat beide bisherigen Partien gegen den Deutschen ohne Satzverlust gewonnen, die letzte 2013 in Halle mit der Höchststrafe eines 6:0, 6:0. (sda)

Die vielen Gesichter des «Maestros»: So hat sich Roger Federer über die Jahre verändert

1 / 102
Die vielen Gesichter des «Maestros»
Nicht drängeln, es hat genügend Bilder für alle! Roger Federers Werdegang vom Talent zum Superstar in 100 Fotos.
quelle: x90003 / issei kato
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Fribourg dreht auf + Davos feiert Heimsieg + Servette gewinnt nach Penaltyschiessen
Ein Schützenfest in Lausanne, Drama in Bern, eine Auferstehung in Lugano und ein neues Schlusslicht. Das sind die wichtigsten Fakten der fünf Spiele vom Freitag.
Goalie Robert Mayer macht sich in Bern zum Buhmann und zum Matchwinner für den Tabellenzweiten Servette. Im Penaltyschiessen provoziert er mit Mätzchen, verzögert das Spiel, kassiert dafür sogar eine Zweiminutenstrafe - und hält vor allem sämtliche Versuche der Berner. Da für die Genfer der Amerikaner Jimmy Vesey einmal trifft, entführen die Grenat auch ohne den gesperrten Jesse Puljujärvi zwei Punkte aus der Hauptstadt. Der SCB führte 2:1, der Ausgleich durch Dave Sutter, der im zweiten Spiel in Folge eines seiner seltenen Tore schoss, fiel in der 45. Minute.
Zur Story