Sport
Schaun mer mal

Verweigerter Handschlag zwischen Bencic und Kudermetova – so kam es dazu

Kleines Tennis-Drama in Eastbourne – warum Bencic der Handschlag verweigert wurde

25.06.2019, 14:2625.06.2019, 15:58

«Game, Set and Match Miss Bencic», hiess es am Ende. Mit 6:3, 6:4 gewann die 22-jährige Ostschweizerin ihre Startrunde gegen Veronika Kudermetowa (WTA 58) beim WTA-Premier-Turnier im englischen Eastbourne. Es war für die Weltnummer 13 ein lockerer Aufgalopp ins zweite Rasenturnier der Saison, doch am Ende gab es plötzlich böses Blut.

Kudermetowa verweigerte Bencic nach Spielschluss in einer komisch anmutenden Szenerie den Handschlag und beklagte sich stattdessen bei der Schiedsrichterin. Die Russin war der Meinung, dass die Schweizerin beim Matchball schon «Come on!» schrie, bevor sie den Return geschlagen hatte. Im Video ist davon allerdings nichts zu hören.

Bencic hörte sich das Ganze eine Weile lang an, dann hatte sie genug und packte ihre Sachen. Schliesslich kam es zum Handschlag mit Kudermetova und der Schiedsrichterin, doch verduften durfte Bencic auf Geheiss der Unparteiischen noch nicht. Ganz zum Unmut der Schweizerin, die in der nächsten Runde mit Ekaterina Alexandrova (WTA 52) wieder auf eine Russin trifft. (pre)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das Hockey-Wahldebakel beschert Marc Lüthi viel unnötige Arbeit
Eine neue Verwaltungsrätin, gerettete Ehre, aber keine Wiederwahl für Peter Zahner in den Verwaltungsrat und eine politische Charme-Offensive: So wird unter dem neuen Präsidenten Marc Lüthi versucht, die Scherben nach dem historischen Hockey-Wahldebakel zusammenzukehren.
Zur Erklärung: ZSC-Manager Peter Zahner hat den Verwaltungsrat des Verbandes dazu gebracht, ihn statt den bisherigen Amtsinhaber Raëto Raffainer (44) als Kandidaten für die Wahl ins Council des internationalen Verbandes (IIHF) aufzustellen. Er ist 65, wird bald pensioniert und die Wahl ins IIHF-Council wäre die Krönung seiner Karriere gewesen. Er ist kläglich gescheitert (Raffainer hätte die Wiederwahl problemlos geschafft) und nun hat die Schweiz erstmals seit 1986 keinen Sitz mehr im höchsten Gremium des Weltverbandes. Die Kalberei, einen aussichtsreichen Kandidaten zu Gunsten eines aussichtslosen Bewerbers auszutauschen, hat unseren Verband zur internationalen politischen Lachnummer gemacht. Peter Zahner hatte schon wegen seiner Nähe zum ehemaligen Präsidenten René Fasel (bekennender Freund der Russen) nie eine echte Chance.
Zur Story