Erste Bilder: So soll das neue San Siro in Mailand aussehen
Das San Siro – das eigentlich ja Stadio Giuseppe Meazza heisst – ist eines der ikonischsten Fussballstadien der Welt. Weil es in die Jahre gekommen ist, soll es abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Am Donnerstagabend haben die beiden Mailänder Klubs erste Visualisierungen präsentiert. Mit dem Bau des «Generali Stadium» soll 2028 begonnen werden, fertig sein soll er rechtzeitig vor der EM 2032, die in Italien und der Türkei ausgetragen wird.
Bis dahin spielen die AC Milan und Inter Mailand weiterhin im San Siro. Denn der Neubau, für den Kosten in der Höhe von über einer Milliarde Euro veranschlagt werden, entsteht neben dem bisherigen Stadion, das später abgerissen werden soll. Für die Namensrechte blättert der Versicherungskonzern Generali laut der «Gazzetta dello Sport» rund 650 Millionen Euro für 20 Jahre hin.
Entworfen haben das neue Stadion das britische Büro Foster + Partners und das US-Studio Manica. Stararchitekt Norman Foster sagte gegenüber dem Fachportal «Dezeen», es gehe darum, für zwei traditionsreiche Fussballklubs ein Zuhause zu schaffen, «das die einzigartige Energie der Stadt und ihre unverwechselbaren architektonischen und baulichen Traditionen einfängt».
Charakteristisch ist die Strukturfassade, die die Stadionkuppel und das doppelt gekrümmte Dach tragen wird. «Die Fassade ist das prägende architektonische Konzept des Stadion», erklärte Foster, «ein ganzheitliches und monumentales Infrastrukturbauwerk mit einer Höhe von rund 60 Metern, das aus ineinandergreifenden, kohlenstoffarmen Betonfertigteilsegmenten besteht, die durch sichtbare Konstruktionsfugen miteinander verbunden sind».
Der Architekt betonte, dass im Innern alles um die beiden Fan-Tribünen hinter den Toren geplant wurde: «Wir haben mit dem Erlebnis der Fans begonnen. Die Architektur ist das Ergebnis dieses Leitprinzips.» In den Kurven sollen die Zuschauer nahe am Spielfeld sein. Der Entwurf orientiert sich laut Foster am San Siro. Das legendäre Stadion wird so zumindest ein bisschen weiterleben. (ram)
