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Abfahrt Männer, Garmisch-Partenkirchen

1. Thomas Dressen (GER)
2. Aleksander Kilde (NOR), +0.16
3. Johan Clarey (FRA), +0.17
6. Beat Feuz (SUI) +0.35
7. Niels Hintermann (SUI) +0.39
11. Carlo Janka (SUI) +0.55
17. Mauro Caviezel (SUI) +0.97

Switzerland's Beat Feuz competes in an alpine ski, World Cup, men's downhill training, in Garmisch Partenkirchen, Germany, Friday, Jan. 31, 2020. (AP Photo/Marco Trovati)

Beat Feuz verpasste zum ersten Mal in dieser Saison das Abfahrts-Podest. Bild: AP

Thomas Dressen holt sich in Garmisch den Heimsieg – die Schweizer neben dem Podest



Die grossartige Serie von Beat Feuz nahm in Garmisch-Partenkirchen ein Ende. Erstmals in dieser Saison verpasste der Emmentaler das Podest. Als bester Schweizer belegte Feuz Platz 6.

Der Sieg ging an den Deutschen Thomas Dressen, der schon zum Saisonauftakt in Lake Louise gewonnen hatte und seinen vierten Weltcupsieg errang. Dressen verwies den Norweger Aleksander Kilde um 16 Hundertstel auf Platz 2. Dritter wurde der 39-jährige französische Oldie Johan Clarey.

epa08184535 Thomas Dressen of Germany reacts during the downhill race of the FIS Alpine Skiing World Cup in Garmisch-Partenkirchen, Garmisch-Partenkirchen, Germany, 01 February 2020.  EPA/PHILIPP GUELLAND

Sieger Thomas Dressen. Bild: EPA

Auf der wegen Schneemangels verkürzten Kandahar mit Start ab dem Tröglhang beging Feuz keinen gravierenden Patzer, aber, wie er hinterher bekannte, «zu viele kleine». In einem sehr engen Rennen fehlten ihm letztlich 35 Hundertstel auf den siegreichen Dressen, 18 Hundertstel trennten ihn vom Podest. Vor zwei Jahren, als letztmals in Garmisch eine Abfahrt stattgefunden hatte, hatte sich Feuz den Sieg gesichert, aber diesmal war der Berner nicht ganz in der optimalen Verfassung. «In Kitzbühel war ich erkältet und überhaupt waren die letzten Wochen sehr anstrengend, auch neben der Piste», befand Feuz.

Unmittelbar hinter dem Schweizer Abfahrts-Leader schaffte es der Zürcher Niels Hintermann als Siebenter zum dritten Mal in einer Abfahrt in die Top 10. Der 24-Jährige war nur gerade vier Hundertstel langsamer als Feuz. Er entwickelt sich immer mehr zum sicheren Wert, nachdem er in Bormio und in Wengen die Ränge 6 und 8 erreicht hatte. Carlo Janka wurde Elfter, Mauro Caviezel (17.) reichte es nicht in die Top 15.

Switzerland's Niels Hintermann gets to the finish area after completing an alpine ski, men's World Cup downhill, in Garmisch-Partenkirche, Germany, Saturday, Feb.1, 2020. (AP Photo/Alessandro Trovati)

Niels Hintermann kann weiter überzeugen. Bild: AP

Dressen siegt 28 Jahre nach Wasmeier

Thomas Dressen siegte dort, wo es mit am schönsten ist: zuhause. In Mittenwald unweit Garmisch ist er aufgewachsen, er kennt auf der Kandahar jede Welle. Und doch war sein Erfolg in zweierlei Hinsicht ein ganz spezieller. Einerseits bestreitet er seine erste Saison seit dem im letzten Winter erlittenen Kreuzbandriss, und andererseits ist er der erste Deutsche seit Markus Wasmeier 1992, der die Abfahrt von Garmisch gewinnt.

Die Abfahrten in Europa werden ohnehin von Heimsiegen geprägt: In Bormio hatte zweimal der Italiener Dominik Paris triumphiert, in Wengen siegte Beat Feuz, in Kitzbühel bescherte der derzeit an einer Grippe leidende Matthias Mayer den Österreichern einen Erfolg, und nun also holte sich Dressen vor eigenem Publikum Platz 1. (zap/sda)

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