Sport
Super League

Super League: YB schlägt Xamax und macht einen Schritt Richtung Titel

Le milieu bernois Christopher Martins, gauche, et l'attaquant bernois Jean-Pierre Nsame, droite, celebrent le 1 a 0 lors de la rencontre de football de Super League entre Neuchatel Xamax FCS et B ...
Einmal mehr ist es Jean-Pierre Nsame (rechts) der für YB trifft.Bild: keystone

YB schlägt Xamax und macht einen grossen Schritt Richtung Titel

In einem Spiel zum Gähnen errangen die Young Boys einen Sieg, der sie dem dritten Meistertitel in Folge ein weiteres Stück näherbringt. Die Berner gewannen bei Xamax deshalb verdient mit 1:0, weil sie ein Tor erzielten und dem Gegner keine Chance zugestanden.
23.07.2020, 22:3423.07.2020, 22:34

Für die 34. und drittletzte Runde vom Wochenende ergibt sich diese Ausgangslage: Wenn St. Gallen in Zürich nicht gewänne, würde YB mit einem Heimsieg gegen Luzern Meister werden. Wenn St. Gallen gewinnt, wird die Entscheidung auf jeden Fall verschoben.

Wir wollten die drei Punkte holen. Wir sind keine Auswärtsmacht, also sind wir happy, dass wir gewonnen haben. Wir waren heute nicht so gut, aber haben uns die Punkte erkämpft.
Christian Fassnacht, YB

Das Verlusttor der Xamaxiens in der 8. Minute ging von einem Leihspieler der Young Boys aus. Léo Seydoux spielte einen Einwurf Christopher Martins direkt in die Füsse. Der Luxemburg-Portugiese setzte die Neuenburger Abwehr mit einem Pass aus der eigenen Platzhälfte schachmatt, und Jean-Pierre Nsame erzielte sein 29. Saisontor ohne grosse Mühe.

Die Neuenburger bestätigten nur teilweise ihre beeindruckende Leistung, die sie beim jüngsten 2:1-Sieg in Luzern abgeliefert hatten, vollauf. Sie liessen sich zwar – besonders in der ersten halben Stunde – dominieren, aber in der Verteidigung kamen sie nicht oft ins Schwimmen. Die Spieler von Trainer Stéphane Henchoz wirkten anfänglich ängstlich und nervös.

«Es ist schwierig für uns im Moment. Wir hätten unbedingt gewinnen müssen. Wir müssen an den Ligaerhalt glauben und positiv bleiben egal, was passiert. Wir kämpfen gut als Mannschaft, aber es fehlen vorne die Tore.»
Léo Seydoux, Xamax

Ab dem Ende der ersten Halbzeit legten sie den Respekt ein wenig ab und boten dem Meister zeitweise Paroli. Das Manko: Über die 90 Minuten erarbeiteten sie sich keine einzige reelle Torchance, der Berner Goalie David von Ballmoos wurde nie beschäftigt. Dies ist auch ein Indiz dafür, dass YB mit der Wunsch-Innenverteidigung Lustenberger/Camara - die beiden konnten in den letzten Monaten aus verschiedenen Gründen nicht oft zusammenspielen – weiter an Solidität gewonnen hat.

Das Geschehen der ganzen zweiten Halbzeit war unansehnlich. Die Berner gingen mit dem Vorsprung im Rücken keine Risiken ein und hielten andererseits jede Gefahr von ihrem Tor fern.

Neuchâtel Xamax - Young Boys 0:1 (0:1)
1000 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tor: 8. Nsame (Martins) 0:1.
Neuchâtel Xamax: Walthert; Djuric (87. Dugourd), Oss, Xhemajli; Seydoux, Mveng (63. Corbaz), Kouassi, Araz, Kamber (77. Doudin); Nuzzolo, Seferi (46. Sakho).
Young Boys: Von Ballmoos; Lotomba, Camara, Lustenberger, Lefort (86. Janko); Fassnacht (86. Gaudino), Aebischer (73. Sierro), Martins, Sulejmani (65. Zesiger); Nsame, Elia (73. Moumi Ngamaleu).
Bemerkungen: Neuchâtel Xamax ohne Ramizi (gesperrt), Djourou und Gomes (beide verletzt). Young Boys ohne Hoarau, Garcia, Lauper, Sörensen, Mambimbi und Petignat (alle verletzt). Super-League-Debüt des 24-jährigen Dylan Dugourd. Verwarnungen: 50. Aebischer (Foul), 59. Nuzzolo (Foul), 71. Xhemajli (Foul), 77. Nsame (Foul), 79. Fassnacht (Foul), 80. Xamax' Trainer Henchoz (Reklamieren), 92. Lotomba (Spielverzögerung). (abu/sda)

Die Tabelle

Der Liveticker zum Nachlesen

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat
1 / 42
Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat
Meister: FC Zürich. Absteiger: CS Chênois.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Ein wahrer Kommentator eskaliert auch ohne Fussball
Video: watson
Albion, Hajduk, Brann: Was bedeuten diese Klubnamen?
Brighton & Hove Albion, Hajduk Split oder Brann Bergen: Viele Fussballklubs tragen Namen, die auf den ersten Blick rätselhaft wirken. Was steckt dahinter?
Bei vielen Fussballklubs verrät schon der Name, woher sie kommen – wenn man ihn denn versteht. Und manchmal steckt dahinter weit mehr als bloss ein Ortsname. Manche Vereinsnamen verweisen auf die Geschichte einer Stadt. Andere erinnern an historische Persönlichkeiten, nehmen alte Bezeichnungen oder gesellschaftliche Bewegungen auf.
Zur Story