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Veloprofis bestreiten virtuelle Tour de Suisse – SRF überträgt live

Ein virtueller Velofahrer strampelt den Nufenenpass hinauf.
Ein virtueller Velofahrer strampelt den Nufenenpass hinauf.bild: rouvy

Profis bestreiten virtuelle Tour de Suisse auf dem Hometrainer – SRF überträgt live

Die Coronakrise produziert ohne Zweifel vor allem Verlierer. Aber einem Genre könnte sie zum Durchbruch verhelfen: Virtuellen Velorennen. Weil die Sportwelt still steht, kann von einer Win-Win-Situation für den Radsport und das Fernsehen gesprochen werden.
27.03.2020, 16:1429.03.2020, 17:41

Das Schweizer Fernsehen (SRG) und die Firma «Cycling Unlimited» planen digitale Radrennen. Die ersten Rennen sollen Ende April stattfinden. Weil die Sportwelt still steht, will die SRG auch auf virtuelle Sport-Events setzen. Der Vertrag über die Ausstrahlung des neuen Rennformats «The Digital Swiss 5» läuft bis 2022.

Beim Rennen handelt es sich um fünf Eintagesrennen in der Schweiz. Vom 22. bis 26. April treten Fahrer an fünf Tagen auf ausgewählten Etappenabschnitten der Tour de Suisse virtuell gegeneinander an. Jedes Rennen dauert eine Stunde.

So funktioniert Rouvy, der Anbieter mit dem die Tour de Suisse kooperiert.Video: YouTube/DC Rainmaker

Die Radprofis sind auf ihren Rennrädern zu Hause mit Smart-Trainern miteinander verbunden. Während die Fahrer auf ihren Monitoren die Original-Streckenteile der Tour de Suisse und ihre jeweilige Position im Rennen in Echtzeit als Videobild vor sich sehen, gibt das Programm den jeweiligen Widerstand auf die Pedale – angepasst an die echte Topografie der Strecke. Ergänzt wird die virtuelle Streckensimulation mit realen Livebildern und Leistungsdaten der Profis.

Küng: «Spannende Ergänzung»

Grégory Rast, Sportlicher Leiter des Teams Trek-Segafredo, spricht von einer «grossartigen Idee». Sie sei für die Fahrer ein Ansporn, motiviert zu bleiben und ein Ziel zu haben, das einem tatsächlichen Rennen ähnlich sei.

Der Kürzest-Teaser für das digitale Rennen.Video: YouTube/Tour de Suisse

Am ersten digitalen Pro-Cycling-Rennen nimmt eine grosse Anzahl Fahrer aus World-Tour-Teams teil, unter ihnen auch einige der besten Schweizer Radprofis wie der WM-Dritte Stefan Küng. «Eigentlich liebe ich den Radsport, weil er draussen und bei jedem Wetter stattfindet», liess der Thurgauer verlauten.

«Aber in dieser aussergewöhnlichen Zeit, in welcher einige meiner Teamkollegen nur noch in den eigenen vier Wänden trainieren können und alle Rennen bis auf Weiteres abgesagt sind, sind solche neuartigen digitalen Rennen sicher eine spannende Ergänzung.» Sie seien zudem auch für die Sponsoren attraktiv, da sie dadurch wieder Aufmerksamkeit erlangten.

SRF überträgt live im TV

Die Profis verbringen ohnehin viele Stunden auf dem Heimtrainer, besonders jene, die in Ländern leben, in denen es momentan eine Ausgangssperre gibt. Er fahre häufig auf dem Smart Trainer, sagt etwa der Holländer Bauke Mollema, «aber ich habe noch nie an einem virtuellen Rennen teilgenommen. Es scheint eine grossartige Möglichkeit zu sein, fit zu bleiben und meinen Zustand gegen andere Profis zu testen.» Der australische Sprinter Michael Matthews spricht von einer Motivation, die das Rennformat gebe, «wenn alles andere im Moment so unsicher ist». Der Rad-Weltverband UCI hat im vergangenen Jahr beschlossen, 2020 erstmals ein WM-Rennen in dieser Disziplin (E-Sport) durchzuführen.

SRF wird den Fans ihre Lieblingsteams live im TV und via Livestream auf den Onlineplattformen auf allen Sprachkanälen präsentieren. Die «richtige» Tour de Suisse soll in diesem Jahr vom 7. bis 14. Juni ausgetragen werden. Die Austragung ist allerdings wegen der Coronakrise ungewiss. (ram/sda)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Delos
27.03.2020 19:12registriert August 2016
Coole Idee! Im Winter fahre ich regelmässig ein paar Rennen auf Zwift. Auch als Trainingsmöglichkeit gerade im Winter oder an nassen und kalten Tagen eignet sich ein solcher Smart Trainer hervorragend.

Zwift organisier seit längerem Rennen bei denen manchmal auch Profis teilnehmen. Das finde ich oftmals noch spannend, vorallem da man als Amateursportler ebenfalls teilnehmen kann.
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