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Beat Feuz holt sich nach vier zweiten Plätzen dieses Jahr den Sieg in Kitzbühel.
Beat Feuz holt sich nach vier zweiten Plätzen dieses Jahr den Sieg in Kitzbühel. Bild: keystone

Beat Feuz holt sich mit Traumfahrt endlich seinen ersten Sieg in Kitzbühel

22.01.2021, 14:3322.01.2021, 17:43

Beat Feuz ist endlich auch Hahnenkamm-Sieger. Der Emmentaler hat zum ersten Mal die Abfahrt in Kitzbühel gewonnen. Das Rennen wurde nach 30 Fahrern wegen dem stärker werdendem Wind abgebrochen. «Ich bin stolz, wie ich gefahren bin, und dass es mir gelang, ans Limit zu gehen», sagte Feuz im SRF-Interview. «Aber leider gab es wieder Stürze, es dauerte sehr lange, es war ein zäher Tag.»

Der schlimmste Sturz war einer eines Teamkollegens: Urs Kryenbühl. Der Schwyzer kam beim Zielsprung zu Fall. Er erlitt eine Gehirnerschütterung, einen Kreuzbandriss und einen Schlüsselbeinbruch. Über Nacht wird der 26-Jährige noch im Spital in St.Johann im Tirol bleiben, für den Samstag ist der Transport in die Schweiz vorgesehen.

Überfälliger und verdienter Erfolg

Vier Mal war Feuz auf der Streif schon Zweiter geworden, stets musste er einem anderen Konkurrenten mit knappem Rückstand den Vortritt lassen. Vor fünf Jahren war der Italiener Peter Fill etwas schneller, in den vergangenen drei Wintern musste Feuz der Reihe nach dem Deutschen Thomas Dressen, Fills Landsmann Dominik Paris und dem Österreicher Matthias Mayer den Vortritt lassen.

Feuz posiert mit der goldenen Gams.
Feuz posiert mit der goldenen Gams.Bild: EPA

Nun, in der 500. Abfahrt in der Weltcup-Geschichte, komplettierte Feuz seine silberne Gams-Herde, zu der neben den Abfahrts-Trophäen auch ein Exemplar für den vor neun Jahren erreichten zweiten Platz in der Kombination gehört, um ein goldenes «Tier».

Topshots auf dem Podium

Feuz zeigte eine Fahrt, an der es nicht allzu viel auszusetzen gibt. Die (fast) perfekte Vorstellung war aber auch nötig, um diesmal das Duell gegen Mayer für sich zu entscheiden. Der Kärntner, der vor zwölf Monaten 22 Hundertstel schneller war, lag im Ziel 16 Hundertstel zurück. Feuz sorgte für den ersten Schweizer Abfahrtssieg auf der Streif seit neun Jahren. Damals hatte sich Didier Cuche mit seinem fünften Triumph zum alleinigen Rekordhalter gemacht.

Zählen seit Jahren zu den Allerbesten: Mayer, Feuz und Paris (von links).
Zählen seit Jahren zu den Allerbesten: Mayer, Feuz und Paris (von links).Bild: APA

Das Podium komplettierte Paris. Der Südtiroler, der in Kitzbühel schon dreimal die Abfahrt und einmal den Super-G gewann, kehrte als Dritter in grossem Stil an die absolute Spitze zurück. Vor einem Jahr hatte Paris bei der abschliessenden Vorbereitung auf das Rennwochenende am Hahnenkamm einen Kreuzbandriss erlitten.

Zweitbester Schweizer war Carlo Janka. Der Bündner wurde Sechster und war so gut klassiert wie noch nie in diesem Winter. In Gröden war Janka Siebenter geworden. Feuz musste sich den Sieg erdauern. Er musste lange warten, bis er sich seines Sieges sicher sein konnte. Wegen starken Windes, der mehrmals einen Unterbruch erforderte, zog sich das Geschehen sehr, sehr lange hin. (ram/sda)

Der Liveticker zum Nachlesen:

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ziasper
22.01.2021 12:56registriert September 2017
Bereits beim ersten Fahrer konnte man sehen, dass der Zielsprung viel zu weit geht. Warum muss immer zuerst jemand fast sterben, bis etwas passiert? Seit 20 Jahren bekommen sie in Kitzbühel diesen Sprung nicht in den Griff. Langsam sollten die Athleten mal mit einem Boykott drohen.
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DINIMAMIISCHNDUDE
22.01.2021 12:50registriert März 2015
Gute Besserung Urs!
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Licorne
22.01.2021 12:49registriert Januar 2014
Der Zielsprung müsste echt nicht so krass sein.. da ist ja sogar noch ein kleiner Absprung.. das müsste doch echt nicht sein. Sprünge wären meiner Ansicht nach sowieso zu vermeiden im Skisport - es ist so schon gefährlich genug.

Ich drücke Urs die Daumen, dass es viel schlimmer aussieht, als es ist.. :-(
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