Sport
WM-Qualifikation

Die Nati schlägt Schweden, doch der Kosovo crasht die Schweizer WM-Party

epa12528571 Switzerland's Breel Embolo (C, with back) celebrates with teammates after scoring the 1-0 goal during the FIFA 2026 World Cup Group B qualifying soccer match between Switzerland and S ...
Schweizer Jubel in Genf – die WM ist ganz nah.Bild: keystone

Die Nati schlägt Schweden, doch der Kosovo crasht die Schweizer WM-Party

Es muss mit dem Teufel zu und her gehen, damit sich die Schweiz nicht für die Fussball-WM 2026 qualifiziert. Nur rechnerisch ist ihr die Teilnahme noch zu nehmen nach dem 4:1-Sieg gegen Schweden und bevor es zum Abschluss gegen den Kosovo geht.
15.11.2025, 18:4616.11.2025, 12:51

Die Schweizer Nationalmannschaft hat das WM-Ticket fast sicher. Dank dem 4:1-Heimsieg gegen Schweden ist ihr erster Platz in der Gruppe nur noch theoretisch zu nehmen.

Wie im Hinspiel war es ein Penalty, der die Schweizer auf Kurs brachte. Und wie im Hinspiel war es Granit Xhaka, der in der wichtigen Situation Verantwortung übernahm. Abgeklärt schob der Captain den Ball in die aus seiner Sicht linke Ecke – sein 16. Treffer im 142. Länderspiel. Mit dem Tor zum 2:1 sorgte der 33-Jährige dafür, dass die Stimmung im Stade de Genève einen neuen Höhepunkt erreichte.

Embolo der Wegbereiter

Bedanken konnte sich Xhaka bei Breel Embolo. Dieser hatte geahnt, dass der Rückpass des eingewechselten Gabriel Gudmundsson zu kurz kommen würde, und eroberte den Ball. Der herausgeeilte Torhüter Viktor Johansson berührte den Schweizer Stürmer darauf zwar nur minimal, aber eben genug, damit der Penalty-Entscheid auch der Videoüberprüfung standhielt.

Embolo war es auch, der das erste Tor des Abends erzielt hatte. In der 12. Minute setzte er sich gegen seine Bewacher durch und verwertete einen Pass von Dan Ndoye zur erstmaligen Führung. Damit besserte der 28-Jährige seine bereits eindrückliche Jahresbilanz weiter auf. Er steht nun bei sieben Treffer in acht Spielen. Insgesamt steht Embolo bei 22 Toren im Schweizer Dress.

Es hätte der Auftakt zu einer weiteren Heim-Gala werden können, nachdem die Schweiz im September gegen Kosovo (4:0) und Slowenien (3:0) schon vor der Pause für den Unterschied gesorgt hatte. Doch dieses Mal fehlte den Schweizern im Angriff häufig die Genauigkeit.

Doch noch ein Gegentreffer

Als Trost konnten die Schweizer konstatieren, dass sie im Defensivspiel weiterhin alles im Griff hatten. Sie unterbanden Gegenangriffe frühzeitig oder liefen die langen Bälle der Schweden locker ab. Dann kam die 33. Minute und für einmal kam eine Flanke der Schweden durch. Die Kopfballabwehr von Ricardo Rodriguez landete unglücklich in den Füssen des 24-jährigen Nygren, der aus kurzer Distanz die Chance nutzte.

Nach fünf Spielen ohne Gegentor wurden die Schweizer wieder einmal bezwungen. Und zu diesem Zeitpunkt begannen sie sogar kurz zu wackeln. Jedenfalls war es Gregor Kobel zu verdanken, dass sie nicht mit einem Rückstand in die Pause mussten. Der Schweizer Goalie wehrte den Schuss des entwischten Alexander Bernhardsson gerade noch ab.

Ein Weckruf, der Wirkung zeigte. In der zweiten Hälfte wirkten die Schweizer wieder entschlossener und suchten den neuerlichen Führungstreffer. Als dieser gelang, war es auch hier wie im Hinspiel: Von den Schweden kam nur noch wenig. Und so machte Dan Ndoye in der 75. Minute alles klar. Der Nottingham-Legionär traf mit einem satten Schuss und sorgte für die beruhigende Zwei-Tore-Führung. Den Schlusspunkt setzte – wie in Stockholm – Johan Manzambi mit einem Treffer in der Nachspielzeit.

Ohne Stress nach Pristina

Den vierten Sieg im fünften Spiel der WM-Qualifikation bejubelten die Schweizer danach ausgiebig – auch wenn die definitive Qualifikation immer noch aussteht. Mit dem Auswärtssieg in Slowenien bleibt Kosovo drei Punkte hinter der Schweiz. Dennoch kann die Schweiz dem Direktduell vom Dienstag in Pristina ruhig entgegenblicken. Um Platz 1 noch zu verlieren, müsste die Schweiz gleich mit 0:6 verlieren.

Schweiz – Schweden 4:1 (1:1)
Genf. - 26'458 Zuschauer. - SR Lambrechts (BEL).
Tore: 12. Embolo 1:0. 33. Nygren 1:1. 60. Xhaka (Penalty) 2:1. 75. Ndoye 3:1. 94. Manzambi 4:1.
Schweiz: Kobel; Widmer, Elvedi, Akanji, Rodriguez (70. Muheim); Aebischer, Xhaka; Vargas (85. Fassnacht), Rieder (70. Sow), Ndoye (90. Zeqiri); Embolo (85. Manzambi).
Schweden: Johansson; Holm (50. Gudmundsson), Lagerbielke, Hien, Svensson; Bernhardsson (78. Lidberg), Karlström, Ayari (63. Zeneli), Elanga (78. Forsberg); Nygren, Svanberg (62. Isak).
Bemerkungen: Schweiz ohne Jaquez und Bajrami (überzählig). Verwarnungen: 19. Ayari, 36. Ndoye. 51. Karlström. 58. Johansson. 92. Forsberg.

Slowenien – Kosovo 0:2 (0:1)
Ljubljana. - SR Turpin (FRA). - Tore: 6. Asllani 0:1. 64. Karnicnik (Eigentor) 0:2. - Bemerkungen: Kosovo mit Saipi (Lugano), ohne Hajrizi (Sion/Ersatz). 53. Gelb-Rote Karte gegen Stojanovic (Slowenien).

(ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese Nationen sind für die WM 2026 qualifiziert
1 / 51
Diese Nationen sind für die WM 2026 qualifiziert

Gewinnt Deutschland zum 5. Mal den WM-Pokal? Es ist an der WM 2026 dabei – mit diesen 47 anderen Nationen.

quelle: keystone / matthias schrader
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Basel hat die tiefste Geburtenrate der Schweiz – Eltern sagen, wieso
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Ailton wettert: «For mi das nicht Profi-Mannschaft, das nicht Profi-Fussball. Unglaublig»
27. September 2008: Ailton hat vieles gesehen. Die schönsten Jahre erlebt der Kugelblitz bei Werder Bremen als Superstar und Publikumsliebling. Danach wird die Karriere turbulent. So auch während der zwölf Spiele beim bescheidenen Altach in Österreich.
Man ahnt es schon, als der ORF nach der Partie zwischen dem SCR Altach und dem SV Ried (0:1) Ailton zum Interview bittet: Das kann heiter werden. Und es wird heiter.
Zur Story