Zwei Helikopter kollidieren am Mount Everest – 1 Toter und mehrere Verletzte
Am Dienstag (Ortszeit) sind etwas unter dem Base Camp des Mount Everest zwei Helikopter miteinander kollidiert. Sie waren auf dem Weg, Bergsteiger abzuholen, die es aufgrund starker Schneefälle nicht mehr alleine ins Base Camp geschafft hätten. Schau dir die Kollision im Video an:
Bei dem Unfall kam ein 47-jähriger indischer Tourist ums Leben. Ein weiterer neuseeländischer Tourist wurde schwer verletzt ins Spital nach Kathmandu gebracht. Die Piloten beider Hubschrauber seien in Sicherheit. Auch einer der Piloten wurde verletzt, wie die Zeitung «The Kathmandu Post» berichtete. Wie viele Personen bei dem Unfall in den Helikoptern waren, ist bis anhin nicht klar. Wie es zur Kollision kam, war zunächst unklar. Wie die «Kathmandu Post» unter Berufung auf Beamte berichtete, gab es vermutlich bei der Kommunikation zwischen beiden Piloten ein Missverständnis.
Der Unfall ereignete sich im Ort Pheriche, der auf 4.371 Metern Höhe als beliebter Zwischenstopp für Trekker und Bergsteiger auf dem Weg zum Base Camp des Everest gilt. Das Camp ist sowohl Ziel von Trekkingtouren als auch der Ausgangspunkt für Expeditionen zum Gipfel des mit 8.849 Metern höchsten Bergs der Erde. Das Base Camp am Mount Everest liegt auf etwa 5364 Metern, dort bleiben die Bergsteigenden meist mehrere Tage, um sich an die Luft und das Klima zu gewöhnen, bevor sie den Berg erklimmen. Der Unfall geschah auf etwa 4500 Metern.
Debatte um Hubschrauber-Rundflüge
Seit Jahren wird der Zeitung zufolge eine hitzige Diskussion zwischen Anbietern von Hubschraubertouren in der Everest-Region und lokalen Gemeinden geführt. Die Gemeinden sehen in der zunehmenden Zahl von Hubschrauberflügen in der Region eine Bedrohung für das empfindliche Ökosystem. Auf der anderen Seite werde argumentiert, die teuren Rundflüge in der Region seien wichtig für den einheimischen Tourismusmarkt.
Die beste Zeit, den Mount Everest zu besteigen, liegt im Frühling, zwischen den Monaten April und Mai. Auch zwischen den Monaten September und November besteigen Bergsteiger gerne den 8848 Meter hohen Berg. Im Herbst hat es weniger Bergsteiger, die Gefahr von Wetterumschlägen ist höher. (nib/sda)
