Wirtschaft
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Anti-government protesters block streets in Santiago, Chile, Wednesday, Oct. 30, 2019. Chilean President Sebastián Pinera cancelled two major international summits after nearly two weeks of nationwide protests over economic inequality that have left at least 20 dead and damaged businesses and infrastructure around the country. (AP Photo/Esteban Felix)

Gespenstische Szenen spielen sich in den Strassen von Santiago ab. Bild: AP

Analyse

Warum es in Südamerika nach Revolution riecht

Während sich der Norden im Impeachment suhlt, geht im Süden des amerikanischen Kontinents die linke Post ab.



Eigentlich müsste sich Chile derzeit herausputzen: Ein Gipfeltreffen der Asia-Pacific Economic Cooperation war für Anfang November geplant, gefolgt von der Klimakonferenz der Uno. Beste Gelegenheit also, sich im internationalen Glanz zu sonnen und Investoren die Vorzüge des Landes schmackhaft zu machen.

Beide Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Chile befindet sich seit Wochen im Ausnahmezustand. Millionen protestieren gegen die neoliberale Politik von Präsident Sebastian Pinera. Bei den gewalttätigen Demonstrationen sind bisher 17 Menschen ums Leben gekommen.

Dabei gilt Chile – seit es den blutrünstigen Diktator Pinochet losgeworden ist – als Modelldemokratie in Südamerika. Jahrelang war es von der gemässigten Sozialdemokratin Michelle Bachelet regiert worden. Die Wirtschaft boomte, es herrschte für südamerikanische Verhältnisse Ruhe.

An anti-government protester prepares to throw a stone at a police water cannon vehicle in Santiago, Chile, Wednesday, Oct. 30, 2019. Chilean President Sebastián Pinera cancelled two major international summits after nearly two weeks of nationwide protests over economic inequality that have left at least 20 dead and damaged businesses and infrastructure around the country. (AP Photo/Esteban Felix)

Gewalt und Zerstörung haben bisher 17 Menschenleben gekostet. Bild: AP

An einer läppischen Erhöhung der Ticketpreise für die Untergrundbahn in Santiago hat sich der Protest entzündet. Zuerst waren es bloss Studenten, inzwischen sind es Millionen, die gegen die Regierung von Pinera aufbegehren. Und sie denken nicht daran, aufzugeben. «Wir werden weitermachen, bis es strukturelle Veränderung gibt», so die Studentin Juan Torres gegenüber dem «Wall Street Journal».

Chile ist kein Einzelfall. Südamerika wird von einem revolutionären Erdbeben erschüttert. In Argentinien ist am vergangenen Wochenende eine neoliberale Regierung in die Wüste geschickt und durch eine linkspopulistische Regierung ersetzt worden.

epaselect epa07955531 President-elect of Argentina Alberto Fernandez celebrates with his supporters after winning the first round of the Argentine general election, in Buenos Aires, Argentina, 27 October 2019. Fernandez , the leader of the Frente de Todos movement, said that he will meet with the current president, Mauricio Macri, to talk about the political transition, prior to his taking office on 10 December.  EPA/ENRIQUE GARCIA MEDINA

Der frisch gewählte argentinische Präsident Alberto Fernandez feiert seinen Sieg. Bild: EPA

Der bisherige Amtsinhaber Mauricio Macri, ein erfolgreicher Geschäftsmann, wollte Argentinien mit einem harten Sparprogramm für Investoren wieder salonfähig machen. Er ist kläglich gescheitert: Die Armutsrate hat in den letzten vier Jahren um 10 Prozent zugenommen, die Inflation liegt bei über 50 Prozent und die Staatsschulden bei 100 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

In Ecuador musste Präsident Lenin Morena kurzzeitig aus der Hauptstadt Quito fliehen und die Militärs zu Hilfe rufen. Er hatte zuvor die Benzin-Subventionen gestrichen und damit Massenproteste ausgelöst.

In Peru befindet sich Präsident Pablo Kuczynski, ein ehemaliger Ökonom des Internationalen Währungsfonds, wegen Korruptionsverdachts unter Hausarrest. Selbst Brasiliens rechtsextremer Hardliner Jair Bolsonaro scheint die Gunst seiner Bürger zu verlieren.

epa07919298 Protesters celebrate the agreement reached between the government and indigenous peoples that ends the protests in the country; in Quito, Ecuador, 13 October 2019. The government and the indigenous Ecuadorians reached an agreement through which decree 883 will be repealed. The decree eliminated a popular 40-year-old fuel subsidy and caused the current wave of protests in Ecuador. The wave of protests in Ecuador, led by the indigenous movement with the support of other social organizations, began on 03 October when an executive decree came into effect that eliminated the subsidy on the price of gasoline, one of the measures established in an agreement loan worth 4.2 billion US dollar with the (International Monetary Fund) IMF.  EPA/BIENVENIDO VELASCO

In den Strassen von Quito feiern Demonstranten, dass sie Präsident Morena gezwungen haben, die Benzinpreiserhöhungen wieder zurückzunehmen. Bild: EPA

Für die revolutionäre Welle in Südamerika gibt es eine naheliegende Erklärung: Venezuela und Kuba würden dahinterstecken. «Diese sozialistischen Diktaturen seien wild entschlossen, die Demokratien zu destabilisieren und so von der eigenen Misere abzulenken», fassen Moises Naim und Brian Winter die gängige Verschwörungstheorie im Magazin «Foreign Affairs» zusammen.

Das ist jedoch wenig wahrscheinlich. Beide Länder haben derzeit alle Hände voll zu tun, selbst über die Runden zu kommen und haben daher weder Lust und schon gar nicht die Kapazitäten für revolutionäre Abenteuer im Ausland.

Der Grund für die revolutionären Erschütterungen lässt sich jedoch tatsächlich mit der klassisch-marxistischen Theorie erklären: Das Sein bestimmt das Bewusstsein, und das wirtschaftliche Sein der Südamerikaner ist derzeit lausig.

In den Nullerjahren hat Südamerika einen kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. Grund dafür war ein Rohstoff-Boom, von dem der gesamte Kontinent profitieren konnte. «Die lateinamerikanischen Volkswirtschaften sind zwischen 2003 und 2013 – was das Pro-Kopf-Einkommen betrifft – jährlich um 2,5 Prozent gewachsen, ihre beste Leistung seit mindestens einem halben Jahrhundert», so Naim/Winter.

Sojabohnen-Ernte im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Genmanipulierte Sojabohnen der Bayer-Tochter Monsanto dürfen weiterhin in der EU verkauft werden. Sie werden vor allem in Südamerika angebaut. (Archivbild)

Sojabohnen-Ernte im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Bild: AP

Handelskriege und Protektionismus haben diesen Rohstoff-Boom zum Erliegen gebracht. Die Preise sind in den Keller gefallen, die Wirtschaft abgestürzt. Im laufenden Jahr werden die südamerikanischen Volkswirtschaften um 0,2 Prozent zulegen. Das ist selbst für Schwellenländer mickrig.

Rund 100 Millionen Südamerikanerinnen und Südamerikaner sind in den Boomzeiten in den Mittelstand aufgestiegen. Erstmals konnten sie sich ein eigenes Auto, eine Waschmaschine und einen Flachbildschirm-TV leisten. Die aktuelle Wirtschaftsflaute bedroht diese Errungenschaften.

Dazu kommt, dass die Südamerikaner dank Internet und Smartphone erstmals das dekadente Treiben ihrer schmalen Oberschicht beobachten können. Sie sind nicht mehr gewillt, weiterhin tatenlos zuzusehen.

«Während den Boomzeiten legte der Mittelstand eine gewisse Gelassenheit an den Tag in der Hoffnung, selbst diesen hohen Lebensstandard zu erreichen», so Naim/Winter. «Doch mit dem Abschmelzen der wirtschaftlichen Aussichten ist auch diese Hoffnung geschwunden.»

Hinter der aktuellen revolutionären Welle in Südamerika stecken deshalb nicht marxistische Agitatoren. Es sind die Wut des Mittelstandes und die Angst, die wenigen Errungenschaften der letzten Jahre wieder zu verlieren, welche die Menschen auf die Strasse treiben.

Proteste in Chile

Chile brennt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Auric 31.10.2019 20:53
    Highlight Highlight Seltsam, Das man nichts davon liesst WARUM die ÖV Tickets teurer geworden sind (die ja unbestritten die Ursache für die Ausschreitungen sind) Nein es ist nicht die böse Neoliberale Politik, es die Klimapolitik! sie betreiben die U-Bahn jetzt mit Öko Strom! und der ist teurer...
    https://www.theepochtimes.com/expensive-climate-policies-sparked-the-chile-riots-just-like-the-yellow-vest-protests-in-france_3127717.html?utm_source=CCNet+Newsletter&utm_campaign=75fe79809c-EMAIL_CAMPAIGN_2019_10_26_11_43&utm_medium=email&utm_term=0_fe4b2f45ef-75fe79809c-36447965&mc_cid=75fe79809c&mc_eid=08ba9a1dfb
    • Amöbe 01.11.2019 16:27
      Highlight Highlight So ein Mist. Die haben soviel Solarstrom dort unten, dass die Preise teilweise in den negativen Bereich fallen. Kohlestrom ist dort unten viel teurer.
    • Auric 02.11.2019 10:19
      Highlight Highlight @Amöbe:

      Also genau so wie in Deutschland??

      Dank reichlich Wackelstrom stieg der Strompreis in Deutschland von 14ct/kWh im Jahr 2000 auf heute 30.5 ct.
      Und auch in D gibt es ab und zu negative Preise
  • B-Arche 31.10.2019 19:34
    Highlight Highlight Auch hier auch Watson scheint es nur knallharten ungebändigten Kapitalismus oder Sozialismus à la Nordkorea oder Venezuela zu geben.

    Wo bleibt Ludwig Erhards soziale Marktwirtschaft? Deutschland wurde gross damit und auch die Schweiz hat sehr viel davon übernommen.

    Was in Südamerika fehlt sind diese Marktwirtschaften mit sozialer Sicherung.
    Investoren sagen "wenn ihr nicht knallharten Manchester-Kapitalismus fahrt investieren wir nicht weil Eure Arbeiter dann zu teuer sind".

    PS: Die Schweiz macht dasselbe mit wohlhabenden "Investoren". Steuern zahlen soll gefälligst die Mittelschicht.
    • Philipp Löpfe 31.10.2019 21:12
      Highlight Highlight Erhard Marktwirtschaft war leider alles andere als sozial. Zeit, sich von diesem Märchen zu befreien.
    • DerewigeSchweizer 31.10.2019 22:45
      Highlight Highlight hmm... Herr Löpfe
      Verglichen mit dem Kapitalismus in den USA und Südamerika,
      ist unser europäischer Kapitalismus sehr wohl "sozial".
      Vielerorts in Südamerika, ist das was die sog. "Sozialisten" fordern, bei uns Standard
      ... und das ganz ohne dass wir irgendwie "links" wären.
      Daher z.B. die Mähr, in Venezuela herrsche Sozialismus und der Kapitalismus sei abgeschafft. Totaler Unsinn. Venezuela ist kapitalistisch, freie Marktwirtschaft.
      Wie wir.
      Bei uns ist z.B. der Staat Hauptaktionär der Energiebetriebe. Dasselbe Ansinnen wird drüben als sozialistisch und kommunistisch gebrandmarkt.
    • tagomago 01.11.2019 07:09
      Highlight Highlight @derewigeschweizer. Das stimmt. Frankreich z.B. ist viel sozialistischer als Venezuela.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nimmersatt 31.10.2019 19:20
    Highlight Highlight el pueblo unido jamas sera vencido
  • Glenn Quagmire 31.10.2019 18:44
    Highlight Highlight Herr Löpfe, ich schätze ihre Artikel meist. Aber dieser hier ist extrem arm an sachlichem Inhalt, oder südamerikanisch: Empanadas ohne Füllung und Teig
  • Glenn Quagmire 31.10.2019 18:37
    Highlight Highlight An einer läppischen Erhöhung der Ticketpreise für die Untergrundbahn in Santiago hat sich der Protest entzündet

    Dank der Preispolitik der SBB und den (fast) jährlichen Erhöhungen, müsste die Schweiz brennen wie ein Höllenfeuer
    • simei 31.10.2019 20:05
      Highlight Highlight Entzündet ist das Stichwort. Er hat ja nicht geschrieben das sei der einzige Grund gewesen, nur der berühmte Tropfen..

      In der Schweiz geht es uns wirtschaftlich wesentlich besser, sodass uns eine Ticketpreiserhöhung nicht grad ruiniert. Ausserdem hat das Volk hier genügend Möglichkeiten um gewaltfrei ein Stückchen mitzureden.
  • Huckleberry 31.10.2019 17:49
    Highlight Highlight Das Problem in Südamerika ist, dass es fast keine Mitte Parteien gibt. Es pendelt immer hin und her zwischen extrem links und extrem rechts.
    Eine Tendenz die leider auch in Europa und den Vereinigten Staaten immer mehr am aufkommen ist.
    • Roman Loosli 31.10.2019 20:25
      Highlight Highlight Auf dem mittelstreifen liegen die Kadaver...
    • Garp 31.10.2019 21:02
      Highlight Highlight Extrem links in der USA und Europa? Sie belieben zu scherzen.
  • Raphael Stein 31.10.2019 17:48
    Highlight Highlight gegen die neoliberale Politik....

    Sagen wir das mal so, in Südamerika kocht das Blut etwas schneller als hier wo alle noch vollgefressen sind.

    Möglichweise ändert sich mit leerem Bauch auch hier dann mal was.
    Möglicherweise dauert das aber noch lange.
    Und wenn die neoliberalen etwas lernen, dann bleibts hier still.
  • cal1ban 31.10.2019 16:30
    Highlight Highlight Der Betrieb von U-Bahnen mit erneuerbaren Energien kostet nun mal mehr. Bei einem Mindestlohn von 400 Dollar bekommt man selbst die kleinste Preiserhöhung zu spüren über. Meinen Sie folgenden Satz ernst: An einer läppischen Erhöhung der Ticketpreise für die Untergrundbahn in Santiago hat sich der Protest entzündet.

    https://www.google.com/amp/s/www.trendsderzukunft.de/die-u-bahn-von-santiago-de-chile-faehrt-zukuenftig-mit-erneuerbaren-energien/amp/
  • MaskedGaijin 31.10.2019 16:27
    Highlight Highlight Kuczynski? Der ist doch schon lange nicht mehr Präsident.
    • Altweibersommer 31.10.2019 17:47
      Highlight Highlight Das hat mich auch irritiert...und im Hausarrest sitzt er meines Wissens auch nicht. Das Problem Perus ist eine Machtblockade zwischen dem korrupten Parlament und dem (mittlerweile auch bereits wieder ex-) Präsidenten Vizcarra.
  • Huckleberry 31.10.2019 16:17
    Highlight Highlight Sehr einseitiger Artikel.
    Bolivien mit seinem sozialistischen Präsidenten Evo Morales erlebt seit den von Anfang an sehr umstrittenen Wahlen Massenproteste mit seit Gestern zwei Toten. Morales will sich im Amt verewigen Analog Maduro in Venezuela.
    Chile wurde in den letzten Jahren abwechslungsweise von Bachelet (links) und Piñera (rechts) regiert. Wenn da was nicht richtig läuft, ist das die Schuld beider Lager!
    Macri in Argentinien hat ein von den Kirchners (Peronistas - links) ruiniertes Land geerbt.
    Das gleiche gilt in Ecuador das bis vor kurzem vom Linken Correa regiert würde.
    • kosmonautilus 31.10.2019 17:22
      Highlight Highlight Meine Gedanken (der erste Absatz)!
    • ostpol76 31.10.2019 18:22
      Highlight Highlight Etwas gegen den Sozialismus zu schreiben kommt eben bei watson nicht so gut an.
    • loquito 31.10.2019 18:58
      Highlight Highlight Peronistas=links und von Kirchner runiert... Da musste ich nicht weiterlesen... So wenig Ahnung zu argentinien ist fats beängstigend... Was Macri gemacht hat ist beschämend... 30%+ in armut gab es nicht unter Kirchner...
      Benutzer Bild
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  • Biotop 31.10.2019 16:09
    Highlight Highlight Um den Geruch nach Revolution zu neutralisieren ist eine Mauer zwischen Südamerika und Nordamerika (USA) zwingend notwendig.
    • Mein Name ist Hase 31.10.2019 17:04
      Highlight Highlight Geruch nach Revolution zu neutralisieren??
      Was ist mit ihnen bloss schiefgelaufen??
    • Biotop 31.10.2019 17:36
      Highlight Highlight @Hase: Schlagzeile Watson: "Warum es in Südamerika nach Revolution riecht"? Gegenfrage: Was läuft denn diesbezüglich aktuell global nicht schief?
    • Mein Name ist Hase 31.10.2019 17:56
      Highlight Highlight hobälaa 🤣 nicht geschnallt
  • ostpol76 31.10.2019 15:34
    Highlight Highlight Entweder bringen die von den USA installierte Regierungen Unruhe in die Region oder es ist der Sozialismus welche die Länder ins elend stürzt.

    Schade dass man es nicht schaft diesen schönen Kontinenten zu stabilisieren.
  • El Mac 31.10.2019 15:26
    Highlight Highlight Also Herr Loepfe, normalerweise lese ich ihre Artikel, weil sie gut recherchiert erscheinen und obwohl ich nicht mit Ihnen übereinstimme. Leider setze ich mich sehr mit diesem Thema auseinander und finde ganz grundsätzliche Probleme mit diesem Artikel.

    Die Situation in Chile haben Sie falsch geschildert. Die Proteste richten sich nicht gegen eine Partei oder einen Präsidenten. Sie richten sich gegen alle Parteien und die Politiker.

    Wenn Sie die Verschwörungstheorie schon ansprechen, schreiben Sie bitte auch über den Sao Paulo Gipfel.

    Schwellenländer wachsen schneller als Industriestaaten.
    • Philipp Löpfe 31.10.2019 16:05
      Highlight Highlight #El Mac: Gemäss «Foreign Affairs» wachsen die südamerikanischen Staaten derzeit eben nicht schneller als Industriestaaten. Sie liegen weit unter dem Durchschnitt der Weltwirtschaft.
    • SJ_California 31.10.2019 17:46
      Highlight Highlight Im Artikel wird immer wieder dieselbe Quelle zitiert - leider. Wäre wünschenswert verschiedene Quellen als Basis für so ein komplexes Thema zu finden.
    • El Mac 01.11.2019 12:40
      Highlight Highlight @Phillip Löpfe
      Ja aktuell mag das stimmen, aber wenn Sie sagen „sogar Für Schwellenländer“ ist der Wachstum zu tief, ist es schlicht und einfach falsch.
  • estrujen 31.10.2019 15:22
    Highlight Highlight Warum wird die Situation in Bolivien hier eigentlich seit Tagen und Wochen konsequent ignoriert? Chile hier, Ecuador da... In Bolivien brennt es! Und dort scheint dem Volkszorn ein echter Skandal und Betrug vorauszugehen mit der (vermeintlichen) Wiederwahl von Evo Morales, die erst oder nur dank der „Intervention“ des Verfassungsgericht überhaupt möglich wurde. Das ganze Land steht still, der Notstand wurde ausgerufen und die eigene Regierung droht mot der Belagerung der Städte, sollte die Wahl nicht anerkannt werden!
    • P. Silie 31.10.2019 16:02
      Highlight Highlight "Warum wird die Situation in Bolivien hier eigentlich seit Tagen und Wochen konsequent ignoriert?"

      ...warum wohl... 😂

      Das sind nur Fakenews die Sie hier bringen - sowohl in Venezuela als auch Bolivien läuft alles Bestens.
    • Equity 31.10.2019 16:42
      Highlight Highlight Haiti wäre auch noch so ein Beispiel das ignoriert wird, genauso wenig wie über Puerto Rico berichtet wurde. Die Bewegungen in Latein Amerika sind sehr viel breiter als medial dargestellt. Ausserdem laufen in verschiedenen anderen Ländern Vorbereitungen für ähnliche Proteste, zum Beispiel in Kolumbien. Vom Erwachen von Latein Amerika werden wir noch einiges hören.
    • estrujen 31.10.2019 18:19
      Highlight Highlight @P. Silie: Fake News??
      Meine Verwandten in La Paz und Cochabamba erzählen und schicken mir andere Realitäten...
  • P. Silie 31.10.2019 15:06
    Highlight Highlight Gut so! Viel Glück den Chilenen und allgemein Zentral- und Südamerika.

    Korruption und Nepotismus sind Krebsgeschwüre welche es zu bekämpfen gilt!
    • ostpol76 31.10.2019 18:25
      Highlight Highlight Sie haben den Sozialismus vergessen an dem in Venezuela täglich hunderte Leute zu Grunde gehen.
  • Zeit_Genosse 31.10.2019 14:47
    Highlight Highlight ◾️Wer nichts zu verlieren hat, kämpft.

    ◾️Wer etwas zu verlieren hat, kämpft.

    ◾️Wer profitiert wenn gekämpft wird?

    ◾️Wer würde von einem linkeren Lateinamerika profitieren?

    ◾️Welche weltweit wichtigen Ressourcen sind in Lateinamerika zu verorten?

    Die beste Methode Lateinamerika vom Einfluss der USA zu entziehen ist eine Destabilisierung mit linksdrall.

    Die beste Methode Lateinamerika klein zu halten, ist eine Destabilisierung durch die USA durch wirtschaftliches Chaos.

    Viele Akteure.
  • NacBo 31.10.2019 14:45
    Highlight Highlight Ein Prozent der Bevölkerung Chiles besitzt fast ein Drittel des Reichtums.

    Die Hälfte der Bevölkerung verdient weniger als 540 Franken im Monat.

    Chile ist das OECD-Mitgliedsland mit der grössten sozialen Ungleichheit.

    Strom, Wasser, Bildung, das Gesundheits- und Rentensystem – alles ist fast komplett privatisiert.

    Das neoliberale Märchen von 'Unsichtbare Hand und Trickle-Down' wird entlarvt als das, was es schon immer war: Ein System von und für Reiche.

    Es ist Zeit für Neues!

    https://www.ted.com/talks/george_monbiot_the_new_political_story_that_could_change_everything?language=de

    • simiimi 31.10.2019 16:04
      Highlight Highlight Hoffe Du denkst dabei nicht an den Sozialismus, denn der ist weder neu, noch hat er jemals Wohlstand für alle generiert.
    • Seth 31.10.2019 16:29
      Highlight Highlight Guter TEDtalk da! :) Danke für den Link
    • Don Alejandro 31.10.2019 17:36
      Highlight Highlight Trickle-down, wenn ich das nur schon höre😤
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andreas Karz 31.10.2019 14:40
    Highlight Highlight Südamerika steht auf - und das ist gut so. Die ganzen funktionierenden Regierungen wurde durch die USA und den CIA torpediert und durch "liberale" Präsidenten ersetzt. Mit denen kam das Chaos und die Instabilität. Denn nur in einem chaotischen und instabilen Land kommst Du dank Korruption billig an die Rohstoffe.
    • El Mac 31.10.2019 15:30
      Highlight Highlight Also jemand hat mir letztens folgende Situation gestellt: Nehmen wir eine beliebige Stadt und teilen diese durch die Mitte. Auf der einen Seite leben alle nach dem Prinzip vom Kapitalismus. Auf der anderen Seite Kommunismus.

      Welche Seite wird am Ende bessere Lebensbedingungen haben und welche Seite die Schlechteren? Ich glaube die Antwort kennen alle - auch Sie - obwohl Sie jetzt wohl eine andere Antwort liefern werden.
    • Franz v.A. 31.10.2019 16:10
      Highlight Highlight @ El Mac, nur, dass der Kapitalismus auch zum Scheitern verurteilt ist, da alles auf Gier, unendlichem Wachstum (was unmöglich ist) und auf Kosten der Natur basiert.

      Was wir brauchen ist ein Mix aus den Vorteilen des Marxismus und des Kapitalismus, ohne das dabei die Natur zu Grunde geht, und nur 1% Reich ist und alle anderen in die Sche... gucken.
      Beide Systeme funktionieren nicht, wenn man es sich genau Ueberlegt.
    • Windfahnenprophet und Gotthelfjünger 31.10.2019 16:29
      Highlight Highlight Was ist mit Venezuela? Sozialist fuhr reiches Land an die Wand!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 31.10.2019 14:27
    Highlight Highlight Die Polizei einer Vorzeigedemokratie im Einsatz:
    Play Icon


  • Me, my shelf and I 31.10.2019 14:18
    Highlight Highlight Revolution: Mein Lirblingsgeruch.
    Venceremos!
    • Me, my shelf and I 31.10.2019 15:00
      Highlight Highlight Ron Collins

      Chile kriegt heute die Rechnung für das, was sie Allende angetan haben. Demokratisch gewählte Präsidenten rauszuputschen kommt auf Dauer nie gut.
      Neoliberalismus funktioniert nicht, die Chicago Boys haben ausgedient, jetzt kommt die Zeit der Leute.
    • so war es doch nicht gemeint 31.10.2019 15:36
      Highlight Highlight Venceremos : Perderemos = 1: 1 = Stillstand


      Bringt etwas Sozialverträglicheres!





    • Ron Collins 31.10.2019 20:17
      Highlight Highlight @me myshelf: ich geb dir da recht. Es ist nie gut einen gewählten prasidenten zu putschen. Traurig war’s. Aber wenn auch Pinochet ihn nicht „entfernt“ hätte, wäre er durch seine kommunistische fail-Regierung selber rausgekickt worden. Nicht alles was sozi ist, ist bekömmlich. Aber diese Platte vom Pinochet ist aaalt. Wieviele Jahre sind andere dran gewesen? Wieviele Jahre die sozialistische Bachelet?? Also bitte, versorg mal die „Chicago Boys“ Platte.
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  • Ron Collins 31.10.2019 14:16
    Highlight Highlight Bitte "Chiles Aufstand" nicht hochstilisieren. Da ist nicht "heroisches" dahinter, wenn Leute Plündern und Zerstören, um für Gerechtigkeit zu demonstrieren. Das ist einfach nur dumm. Junge Leute die vor ein paar Wochen für "Climate Change" marschierten, plündern TVs und brennen alles nieder. Nicht toll wenn der harterrungene Wohlstand und Infrastruktur in Rauch aufgeht, weils nicht anders ging?? Piñera ist kein Faschist noch Diktator, wurde demokratisch gewählt. Klar ist nicht alles im Lot, Ungerechtigkeit gibts sogar bei uns. Aber im Linken-Sozi-Gewahltrausch? Bitte? Arbeitsplätze ade...
    • theluke 31.10.2019 14:33
      Highlight Highlight daher von den millionen auf den strassen ja auch jeder einzelne plündern geht... idt diese aussage leider nicht glsubwürdig.
    • Andreas Karz 31.10.2019 14:41
      Highlight Highlight Wohlstand? In Chile? Für wen? Doch nur für das korrupte Gefolge der USA
    • endell 31.10.2019 15:02
      Highlight Highlight Und bitte die Geschehnisse auch nicht auf die paar gewalttätigen Plünderer reduzieren. Die sind zwar sehr sichtbar, aber doch nur ein kleiner Teil. Riesige Massen sind zudem friedlich am demonstrieren und zwar über Generationen und politische Gräben hinweg!
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  • so war es doch nicht gemeint 31.10.2019 14:13
    Highlight Highlight Ein unaufgeregter Artikel in doch aufgeregten Zeiten.


  • WID 31.10.2019 14:03
    Highlight Highlight was ich nicht verstehe: warum gehen die Leute auf die Strasse wenn sie eigene Kandidaten nominieren könnten um diese dass zu wählen? Das wäre gewaltfrei und viel einfacher.
    • Theor 31.10.2019 14:38
      Highlight Highlight Geld regiert die politische Welt. Du kannst deinen Nachbarn noch so für den bestgeignetsten Ständerat-Kandidaten der Schweiz halten; ausser dir kennt ihn niemand. Und damit er gewählt wird, braucht er mehrere (Zehn-)Tausend Stimmen.

      Bei direkten Präsidentschsftswahlen sind es dann ein paar Hunderttausend-Stimmen. Nur wer genug Geld hat, um Werbung zu machen, sodass ihn überhaupt das Stimmvolk kennenlernt, kann über den politischen Weg überhaupt was erreichen.

      Diese Leute haben nichts, das politische System ist ein Witz. Also randalieren sie einfach, bis bestehende Strukturen kapitulieren.
    • Equity 31.10.2019 16:51
      Highlight Highlight Leider ist eine Demokratie wie die unsere nicht Realität in vielen Ländern. Als Schweizer ist es manchmal schwer vorstellbar, was Korruption wirklich ist..
  • Sabelotodo 31.10.2019 14:02
  • Hansdamp_f 31.10.2019 13:45
    Highlight Highlight "Südamerika" wäre von Kolumbien an südwärts. Sie meinen vermutlich "Lateinamerika", also inkl. Mittelamerika und Mexiko.
  • The Destiny // Team Telegram 31.10.2019 13:38
    Highlight Highlight Südamerika?

    Israel schiesst alle Botschaften weltweit.
    Im Lebanon sind alle Banken geschlossen, Bankrott. Die Bevölkerung demonstriert...
    • SR 210 31.10.2019 14:09
      Highlight Highlight Israel kann man jetzt wahrlich nicht der Situation in Lateinamerika vergleichen. Während es sich in Israel um einen Disput zwischen dem Aussen- und dem Finanzministerium handelt, geht in den anderen Ländern effektiv die Bevölkerung auf die Strasse. Man könnte eher noch HK dazuzählen oder, obschon mittlerweile abgeflacht, die Gelbwestenbewegung in F.

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