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UBS sieht einem Staatsbankrott Griechenlands gelassen entgegen



Für die Grossbank UBS wäre eine Pleite des verschuldeten Griechenlands ein «vernachlässigbares Ereignis». Diese Risiken habe die Bank schon lange abgebaut, sagte Präsident Axel Weber.

«Ich komme gerade vom Treffen des Internationalen Währungsfonds zurück. Da lautet der Konsens zunehmend, dass ein Zahlungsausfall Griechenlands auch systemisch beherrschbar wäre», sagte Weber in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Samstag.

Sorgen bereiten ihm hingegen die Folgen der Negativzins-Politik in der Schweiz. Sie würden falsche Anreize für Sparer und Pensionskassen schaffen. «Die niedrigen, teilweise sogar negativen Zinsen treiben diese in riskantere Anlagen».

Axel Weber, Chairman of the Board of Directors of UBS, speaks at The New Growth Context event in the Swiss mountain resort of Davos January 21, 2015. More than 1,500 business leaders and 40 heads of state or government will attend the Jan. 21-24 meeting of the World Economic Forum (WEF) to network and discuss big themes, from the price of oil to the future of the Internet. This year they are meeting in the midst of upheaval, with security forces on heightened alert after attacks in Paris, the European Central Bank considering a radical government bond-buying programme and the safe-haven Swiss franc rocketing. REUTERS/Ruben Sprich (SWITZERLAND - Tags: POLITICS BUSINESS)

Zeigt sich unbeeindruckt: UBS-Präsident Axel Weber. Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Früher sei null Ertrag auf Bargeld die absolute Untergrenze gewesen. Wenn Preise wie heute fallen, sei Bargeld plötzlich gar keine so schlechte Anlage mehr. «Das kann auf Dauer nicht gutgehen», sagte Weber. Erneut mahnte er, Europa müsse seine strukturellen Probleme lösen. Dann werde auch der Druck auf den Franken abnehmen.

Weber stellte sich zudem hinter die strengeren Kapitalanforderungen für Banken. «Die Schweiz kann und sollte keine Abstriche beim Kapitalregime machen», sagte er. «Für uns ist mehr Kapital ein Wettbewerbsvorteil.» Wenn der Rest der Welt sich dem Schweizer Standard annähere, werde die ganze Welt sicherer. (sda)

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